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Cover von Pro-Pain -- Straight To The Dome
Band: Pro-Pain Homepage Pro-Pain bei Facebook Metalnews nach 'Pro-Pain' durchsuchenPro-Pain
Album:Straight To The Dome
Genre:Hardcore, Punk, Thrash Metal
Label:Sunny Bastards
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:07.09.12
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"Weniger Metal, mehr Hardcore"

PRO-PAIN kämpfen merkwürdigerweise immer noch mit dem „Kennste eine Scheibe, kennste alle”-Klischee, das mindestens seit dem „Fistful Of Hate”-Album von 2004 bröckelte und seit „Age Of Tyranny – The Tenth Crusade” [2007] endgültig Geschichte ist. In den letzten Jahren bemühten sich PRO-PAIN immer wieder um kleinere Experimente, die mal mehr, mal weniger gelungen waren, aber die Band um Frontbeller Gary Meskil bemühte sich nach Leibeskräften in ihrem zugegebenermaßen sehr engen Hardcore/Thrash-Korsett nicht ständig auf der Stelle zu treten.

Nicht so auf „Straight To The Dome”. Obwohl/weil sich Gitarrist, Hauptsongwriter und einzige Konstante im Line-Up neben Gary Meskil, Tom Klimchuck, aus gesundheitlichen Gründen 2011 ausklinken musste und durch Adam Phillips ersetzt wurde [außerdem ist statt Drummer Ricky Halverson jetzt Jonas Sanders in der Band], haben sich PRO-PAIN vor allem ihren punkigen Hardcore-Roots besonnen und liefern mit dem neuen Werk einen ziemlich stumpfen, viel weniger Metal-lastigen 35-Minüter ab, der trotz der leichten Rückbesinnung nicht an die Glanzzeiten der Band anknüpfen kann. Gerade im Vergleich zur letzten, sehr thrashigen Abrissbirne „Absolute Power” [2010], die ihrem Namen alle Ehre machte, wirkt „Straight To The Dome” aller Knüppelei zum Trotz doch eher wie ein laues Lüftchen. Dafür die sind die Riffs und Ideen einfach nicht stark und überzeugend genug. Dabei hat sich der Vierer wieder in die Schweiz begeben, um die Scheibe von GURD-Mastermind V.O. Pulver produzieren zu lassen. Der Sound ist dabei längst nicht so druckvoll wie auf „Absolute Power”, passt aber natürlich sehr gut zu den flotten Hardcore-Songs, die „Straight To The Dome” dominieren. Kleinere Überraschungen haben PRO-PAIN trotzdem eingebaut: In „Bitter Pill” gibt es einen fast progressiv anmutenden Part, der durch einen Breakdown geschickt aufgelöst wird, „Fallen Son” präsentiert ein mit einem djentigen Riff unterlegtes Gitarrensolo, „A Good Day To Die” bietet dezente weibliche Backings [eingesungen von Inga Pulver] und mit dem Rausschmeißer „Zugabe!” gibt es einen streetpunkingen Tribut an die treuen PRO-PAIN-Fans, der qualitativ allerdings eher zweifelhaft ausgefallen ist.

„Straight To The Dome” ist leider nicht mehr als ein solides Album, das zwischendurch zu unterhalten weiß, aber den Langzeittest höchstwahrscheinlich nicht bestehen wird und definitiv nicht zu den stärkeren PRO-PAIN-Outputs gezählt werden kann. Schade!

Trackliste:
01. Straight To The Dome
02. Payback
03. Nothing Left
04. Bitter Pill
05. Pure Hatred
06. Sucks To Be You
07. Bloodlust For War
08. A Good Day To Die
09. Fallen Son
10. Judge
11. Zugabe!
Spielzeit: 00:35:32

Line-Up:
Gary Meskil – Vocals, Bass
Adam Phillips – Guitar
Marshall Stephens – Guitar
Jonas Sanders – Drums
Michael Siegl [nnnon]
09.09.2012 | 12:28
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