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Band: Project Armageddon bei Facebook Metalnews nach 'Project Armageddon' durchsuchenProject Armageddon
Album:Departure
Genre:Doom Metal, Stoner Rock
Label:Eigenproduktion
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:05.02.10
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"Langzeittest bestanden"

Wenn man sich in den Urlaub stürzt und einen Mietwagen mietet, den man mit eigener Musik beschallen kann, stellt sich unweigerlich die Frage, was, vor allem welche Genres näher ausgeforscht werden können, ohne nach der Auszeit vom Alltag gleich den digitalen Schlächter zu spielen. Die Zeit um Ende Juli bis Anfang August "verbietet" quasi Pandabären und Fingerverkrüppler; vor allem dann, wenn man sich zehn Tage im Süden der iberischen Halbinsel befindet, Fahrten von Gibraltar bis Faro [an die viereinhalb Stunden, je nach Bleigehalt im Gasfuß] in einer Nacht bewältigen und die Freundin die Landschaft genießen will. Von Grund auf ehrliche, mehr oder weniger einfach gehaltene Töne sind also gesagt, dank entsprechender Neigung meinerseits also Stoner/Doom Metal. Mein persönlicher Tipp ist "Departure", das Debüt einer Bande aus dem Süden der USA, die den Langzeittest in der Ferne mit Bravour bestanden haben.

Dabei klingt die Ausgangslage alles andere als wirklich neu: Irgendwo im Mischgebiet zwischen [wenigen] Stoner-Elementen sowie traditionellem Doom im Sinne von SAINT VITUS, wobei der Einfluss des ehemaligen Betätigungsfeldes der Mitglieder, nämlich WELL OF SOULS, ebenso deutlich heraus zu hören ist. Der ausgesprochen crunchige Grundton der Gitarren erinnert an die ebenso sehr empfehlenswerten BRITON RITES, welche ebenso erst vor kurzem ihren Einstand veröffentlicht haben. Manche Kollegen wollen sogar hier und da CIRITH UNGOL erkannt haben, was ebenso keinen schlechten Anhaltspunkt darstellt. Doch helfen all diese vagen Vergleichsanstellungen nur als ungefähre Orientierungshilfe, schließlich verfügen die Mannen nicht nur über einen brutal bodenständigen, schmucklosen Sound, sondern auch über sehr interessant gestaltete Songs, die es verstehen, abwechlungsreich zu wirken: Mit der Kraft aufwühlend erdiger Riffs schaffen Klangepen wie "Psyko-Sonic" einen sofortigen Zugang in die Materie und laden aufgrund ihrer hochwertigen Darbietung zum erneuten Lauschen. Gelegentlich zeigen PROJECT ARMAGEDDON sogar auf, mit welch einfachen Mitteln für Begeisterung gesorgt werden kann: Das instrumentale "Lament For The Leper King" zum Beispiel ist kurz, simpel und rockt einem mit walzendem Melodieaufbau die Socken weg.

Auch die Tatsache, dass knapp die Hälfte aller Stücke hier ohne Gesang auskommt [wovon "Static Transmission" zugegebenermaßen nicht wirklich hätte sein müssen] und trotzdem diesen zu keiner Zeit vermissen lässt, spricht für das Album. Das Trio scheint verstanden zu haben, dass es für einen guten Song nichts weiter braucht als eine passende Grundstimmung, eine Handvoll toller Tonfolgen sowie eine Verbindung ebenjener, die so wirkt, dass sie in anderen Zusammensetzungen nie funktionieren würden. Wenn ich eine Liste mit den "besten guten" Alben diesen Jahres aufstellen müsste, befände sich "Departure" mit Sicherheit in den Top 3. Und ich denke nicht, dass sich daran im Laufe des restlichen Jahres noch großartig etwas ändern wird.

Trackliste:
01 - Plague For The Shattered Man
02 - Psyko-Sonic
03 - The Reckoning Of Ages Pt. I
04 - The Reckoning Of Ages Pt. II
05 - Steward Of Shame
06 - Lament For The Leper King
07 - Time's Fortune
08 - Static Transmission
09 - Departure
Spielzeit: 00:45:11

Line-Up:
Dok Hollada - Bass, Gesang
Brandon Johnson - Gitarre, Bass
Raymond Mathews - Schlagzeug

Michael Bambas [Micha]
12.08.2010 | 10:43
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