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Cover von Psyclon Nine -- We The Fallen
Band: Psyclon Nine bei Facebook Metalnews nach 'Psyclon Nine' durchsuchenPsyclon Nine
Album:We The Fallen
Genre:Ambient, Electro, Industrial Metal
Label:Dependent / Mindbase
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:09.10.09
CD kaufen:'Psyclon Nine - We The Fallen' bei amazon.de kaufen
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"Zwischen Vollgas und Spaziergang"

Mit „We The Fallen“ veröffentlichen die US-Amerikaner PSYCLON NINE ihre inzwischen vierte Full Length. Darauf präsentiert sich das Projekt noch gitarrenorientierter als bislang, wobei das Hauptaugenmerk nach wie vor auf düsteren elektronischen Industrial-Sounds liegt.

Dennoch dürfte den Fans aus den Anfangstagen der Truppe deutlich zu viel Metal auf dieser CD vertreten sein, denn MINISTRY und KMFDM schimmern gerne und oft durch, und gerade bei den häufig eingesetzten Stakkato-Riffs grüßen auch FEAR FACTORY mal kurz. Während PSYCLON NINE im Promotext zwar als Aggrotech, Terror EBM und Black Metal Electro [neue Schubladen braucht das Land – aber letztere trifft nun wirklich nicht zu…] beschrieben werden, erinnert mich die Musik auf „We The Fallen“ irgendwie an eine elektronischere Variante der Australier THE AMENTA, die jedoch wesentlich ambitionierter und schlüssiger zu Werke gehen. Die elektronische Komponente bei den Kaliforniern basiert dafür übrigens auf COMBICHRIST, HOCICO und ziemlich viel SUICIDE COMMANDO. Kein Wunder also, dass deren Mastermind, Johan van Roy, beim exzellenten Intro als Gastsänger am Start ist. Gemeinsam mit diesem düsteren Intro stellt gerade der Titelsong bereits den Höhepunkt der neuen CD dar, denn dieser schlägt ganz einfach ein wie eine Bombe. Im weiteren Verlauf des Silberlings verpufft diese Wirkung jedoch bei ziemlich simpel gehaltenen Riffs und unheilvoll klingenden Synthesizer-Teppichen zunehmend, denn dafür ist das Material auf Dauer zu gleichförmig und bewegt sich geradezu ermüdend fast ausschließlich im stampfenden Mid-Tempo-Bereich. Dazu kommt noch der anstrengende, verzerrte Kreischgesang von Nero Bellum, der ein bisschen was von Dani Filth hat, sodass die zahlreichen Gastbeiträge [u.a. von BLEEDING THROUGH in „Widowmaker“] ziemlich willkommen sind und die ganze Geschichte etwas aufzulockern vermögen. Zum Ende geht PSYCLON NINE zudem die Puste aus, sodass man den Eindruck bekommt, dass während der ersten acht Songs zwar mit 180 Sachen gebrettert wurde, aber dann mit dem Reservekanister das letzte Stück zur nächsten Tankstelle gelaufen werden muss. Warum? Weil die letzten vier Songs, teilweise eher Ambient-Überleitungen, sich gänzlich anders präsentieren und einen solch radikalen Einschnitt darstellen, dass das Material nicht zu den restlichen Songs passen möchte. Und die akustischen Gitarren in „Under The Judas Tree“ dürften dann die letzten alten Fans vergraulen, tippe ich mal. Aber: Genau diese letzten paar Songs veranschaulichen auch, dass der Gesang nicht zwangsläufig verzerrt sein muss und dass PSYCLON NINE prinzipiell das Zeug dazu haben, abwechlsungsreichere Songs zu schreiben. Denn auch wenn mir deren musikalische Marschrichtung nicht wirklich zusagt, gibt es hier ein paar überraschende Wendungen zu verzeichnen, die aufhorchen lassen und die Frage aufwerfen, warum nicht schon beim ersten Teil der CD versucht wurde, das Schema F zu vermeiden.

„We The Fallen“ ist trotz einiger Kritikpunkte insgesamt kein wirklich schlechtes Album, denn gerade der Titeltrack ist ein Knaller geworden, woran auch das besagte „Widowmaker“ anzuknüpfen vermag. Ein Großteil der Songs ist dafür einfach 'nur' okay, wobei PSYCLON NINE zum Ende hin anscheinend selbst nicht genau wissen, was sie jetzt eigentlich wollen. Die vertonte maschinelle Kälte, inklusive der nötigen apokalyptischen Grundstimmung und Monotonie bei diesem Musikstil, wird von anderen Bands jedenfalls spannender umgesetzt, sodass diejenigen, die prinzipiell etwas mit der Kombination aus elektronischen Klängen und harten Metal-Gitarren anfangen können, vielleicht erst mal auf MySpace reinhören sollten.

Trackliste:
01. Soulless [The Makers Reflection]
02. We The Fallen
03. Heartworm
04. Thy Serpent Tongue
05. Bloodwork
06. The Derelict [God Forsaken]
07. Widowmaker
08. There But For The Grace Of God
09. Of Decay [An Exit]
10. Suicide Note Lullaby
11. As One With The Flies
12. Under The Judas Tree
Spielzeit: 00:49:12

Line-Up:
Nero Bellum – Vocals, Programming, Guitar, Bass, Keys
Rotny – Guitars, Keys
Abbey Nex – Bass
Vlixx – Keys
Jon Siren – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
06.12.2009 | 10:07
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