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Cover von Pure Reason Revolution -- Amor Vincit Omnia
Band: Pure Reason Revolution bei MySpace.com Metalnews nach 'Pure Reason Revolution' durchsuchenPure Reason Revolution
Album:Amor Vincit Omnia
Genre:Electro, Progressive
Label:Superball Music
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:06.03.09
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"Ein Hoch auf das Experiment"

Wandlungsfähigkeit ist bei Musikbands eigentlich eine lobenswerte und interessante Angelegenheit. Das sieht natürlich nicht jeder so, wie der Autor dieser Zeilen [MOTÖRHEAD-Anhänger und AC/DC-Fans fürchten allein das Wort sicher, wie Vampire das Tageslicht], aber das ist auch nebensächlich. Mit ihrem zweiten Longplayer „Amor Vincit Omnia“ stellen PURE REASON REVOLUTION die eigene Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis, dürften damit aber so manchen gehörig vor den Kopf stoßen. Ob die Scheibe überhaupt noch relevant für Metalnews ist, ist eine berechtigte Frage, die wir an dieser Stelle aber einfach mal ausblenden.

Auf dem Vorgänger - ihrem Longplay-Debüt „The Dark Third“ - waren die klassischen Prog-Bands, allen voran PINK FLOYD, noch Bezugspunkt Nummer eins für das Gebotene, wenn auch mit einem moderneren Anstrich versehen. Modern klingt „Amor Vincit Omnia“ auf alle Fälle auch, allerdings sucht man den Prog fast komplett vergebens. Größtenteils präsentieren sich PURE REASON REVOLUTION auf ihrer neuen Scheibe wie einer jener Dance-Acts, deren Musik gerne auch mal als Electro Rock bezeichnet wird. DAFT PUNK, JUSTICE oder die CHEMICAL BROTHERS sind oftmals ganz nahe, aber auch O.S.I. schimmern mehr als einmal durch, wie z.B. im famosen „Victorious Cupid“. Die darauf folgende, auf zwei Tracks verteilte Trilogie [!] um das Herzstück „Apogee“ ist ein wunderbar lieblich hingetupftes Stück Musik, das mit tollen Melodien und einer großartigen Gesangsleistung von Chloe Alper aufwartet und zu den absoluten Albumhighlights zählt. „Deus Ex Machina“ erinnert mit seiner unterkühlten Soundästhetik an NINE INCH NAILS, bewegt sich aber auch - speziell in Bezug auf den Rhythmus - recht nah an BJÖRK’s „Army Of Me“. Das fluffige „Disconnect“ bringt dann genau wie das ausufernde, mit nostalgisch anmutenden C64-Geräuschen versehene, „The Gloaming“ das mechanische Element von KRAFTWERK mit den träumerischen Melodien von AIR zusammen und zeigt eine weitere faszinierende Facette einer wahrlich tollen Scheibe.

Die Liste der Acts, die für den Sound von „Amor Vincit Omnia“ Pate gestanden haben, liest sich wie das „Who Is Who“ der Elektro Rock und – Pop-Szene, aber auch MUSE und O.S.I. sind allgegenwärtig. Das, was PURE REASON REVOLUTION daraus gebastelt haben, verdient jedenfalls allerhöchsten Respekt: Die Platte ist mutig, innovativ und höchst abwechslungsreich. Das Projekt Electro Rock kann somit als voller Erfolg betrachtet werden, es bleibt indes noch abzuwarten, ob die Anhänger von „The Dark Third“ diese Entwicklung mitgehen wollen.

Trackliste:
01. Les Malheurs
02. Victorious Cupid
03. I) Keep Me Sane / Insane
04. II) Apogee
III) Requiem For The Lovers
05. Deus Ex Machina
06. Bloodless
07. Disconnect
08. The Gloaming
09. AVO
Spielzeit: 00:45:28

Line-Up:
Jon Courtney - Vocals, Keys, Guitars
Chloe Alper - Vocals, Bass, Keys
Jamie Willcox - Vocals, Guitars
Paul Glover - Drums
Timo Beisel [kaamos]
12.03.2009 | 09:36
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