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Cover von Purgatory -- Necromantaeon
Band: Purgatory Homepage Purgatory bei Facebook Metalnews nach 'Purgatory' durchsuchenPurgatory
Album:Necromantaeon
Genre:Death Metal
Label:War Anthem Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:04.02.11
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"Solide Panzerschlacht"

PURGATORY sind wieder da und setzen – wen wird’s ehrlich wundern – ihren vor Dekaden eingeschlagenen Weg unbeirrt, das Labelinfo sagt dazu passend stoisch, fort.

Den Ruf, die deutschen VADER zu sein, werden die vier Herren wohl niemals mehr los werden. Und so möchte man gleich, nachdem das DIVINE EMPIRE-mäßig geile Instrumental „Arrival Of The Undivine“ verklungen ist, ausrufen: Gott ist zwar heute nicht hier, aber der Peter, Mensch – der Peter ist’s. Pustekuchen. Mirko Dreiers Vocals klingen bei genauem Hinhören dann doch noch etwas gemeiner als die Stimmbänder der polnischen Legende. Allerdings sind Struktur und Gitarrenarbeit von „Reaping The Diseased“ dem Schaffen des osteuropäischen Death Metal Flaggschiffs ebenfalls zum Verwechseln ähnlich. Gut knallen tut die Nummer deswegen dennoch. Mit „Where Darkness Reigns“ geht es brutal, aber eigenständiger weiter, was vor allem dem interessanten rhythmischen Spielchen zwischen Drums und Klampfen zu verdanken ist. Ich muss gestehen, dass mich die fixeren Parts der PURGATORY-Songs manchmal zu schnell langweilen, weil sie einfach schon zu oft abgespult wurden. Ganz anders sieht’s mit einem Midtempo-Panzer wie „Downwards Into Unlight“. Das Hauptriff ist zwar frech bei MORBID ANGELs „Summoning Redemption“ geklaut, aber das tut der Dampfwalzenwirkung der Nummer keinen Abbruch. Ähnlich verhält es sich mit dem erhabenen „Calling The Grand Destroyers“, der vielleicht besten Nummer des Albums, die alle Trademarks der Band in sich vereint.

Insgesamt eine solide Scheibe, die gut aggro, aber musikalisch auch interessant genug ist, um Fans von VADER oder VOMITORY freudig gegen die nächste Betonwand laufen zu lassen, auch wenn man sagen muss, dass die Band seit „Luciferianism“ [2004] ihre recht eng gesteckten Grenzen nicht mehr wirklich überschritten hat.

Trackliste:
01. Arrival Of The Undevine
02. Reaping The Diseased
03. Where Darkness Reigns
04. Glorification Of The Lightbearer
05. Downwards Into Unlight
06. Scourging Blasphemies
07. Calling The Grand Destroyers
08. Necromantaeon
09. The Collapse Of Tides
Spielzeit: 00:32:36

Line-Up:
Mirko Dreier – Vocals
René Kögel – Guitar
Peter Wehner – Bass
Lutz Göhzold – Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
04.02.2011 | 00:35
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