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"Old School ohne Firlefanz" | ||||||||||||||||||
| Die schwedischen Deather PUTERAEON klingen zwar so, als würden sie seit mindestens 20 Jahren ihre Old-School-Mucke zocken, existieren jedoch erst seit 2008. Mit „The Esoteric Order“ erscheint nun nach einigen Demos das Debüt des Quartetts über Cyclone Empire Records. Dabei sind die Jungs von PUTERAEON um Shouter/Gitarrist Jonas Lindblood alles andere als Neulinge, schließlich hat man teils ausgiebig Erfahrungen bei solchen Truppen wie NOMINON, ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET, TAETRE oder THORIUM sammeln können. Dementsprechend klingt „The Esoteric Order“ auch routiniert und auf den Punkt gespielt, auch wenn der Old School Death Metal von PUTERAEON an und für sich nichts wirklich Neues bieten kann. Aber das wollen die Schweden auch gar nicht, sodass moderner Firlefanz oder allzu viel aufgeweichtes Melo-Geseier hier ebenfalls außen vor bleiben. Und das ist auch gut so, denn somit gibt es hier 13 Mal – zwei der Songs sind nur auf der limitierten Erstfassung erhältlich – räudigen, direkten und dreckigen Todesblei, der gerne und oft mal an alte GRAVE erinnert. An druckvollen und schnellen Songs [„Coma“], guten Soli, dann wieder doomigen Passagen/Stücken [„Experience Zombification“] und einer ziemlich rotzigen Produktion, für die Andy LaRoque verantwortlich zeichnet, mangelt es jedenfalls nicht, sodass eine knappe Stunde lang gute Unterhaltung geboten wird. Und wer sich solche Songtitel wie „The Extraordinary Work Of Herbert West“ oder auch „Re-Animation“ anschaut und dann an die kultigen „Reanimator“-Filme denkt, kann sich grob ausrechnen, womit sich PUTERAEON in ihren Texten so beschäftigen. „The Esoteric Order“ ist ein schickes Todesbleialbum alter schwedischer Schule geworden, das rundherum Spaß macht, auch wenn man nicht nach Innovationen suchen sollte. PUTERAEON gehen dafür erfrischend kompromisslos und sympathisch zu Werke und kommen zum Glück auch nicht auf die Idee, ihre Mucke in irgendeiner Weise zu verwässern oder gar zu modernisieren. Wirkliche ‚Hits’ fehlen zwar noch auf dem Debüt, aber dafür gibt es durchweg Songs auf gleich bleibend richtig gutem Niveau, sodass so ziemlich jedem Old-School-Deather das Herz bei „The Esoteric Order“ höher schlagen dürfte. Prima Sache! | ||||||||||||||||||
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