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Cover von Rage Nucléaire -- Unrelenting Fucking Hatred
Band: Rage Nucléaire Homepage  Metalnews nach 'Rage Nucléaire' durchsuchenRage Nucléaire
Album:Unrelenting Fucking Hatred
Genre:Black Metal, Grindcore
Label:Season Of Mist Underground Activists
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:19.10.12
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"Zu viel des Guten"

Es mag ja sein, dass ich in der Zwischenzeit ein gewisses Alter erreicht habe, in dem mich gewisse Dinge nicht mehr so sehr beeindrucken wie früher, aber ein Albumtitel wie „Unrelenting Fucking Hatred“ bringt mich inzwischen doch eher zum Schmunzeln, als dass ich mit Tränen der Vorfreude auf eine Veröffentlichung warte. Aber naja, alles hat seine Zeit. RAGE NUCLÉAIRE nennt sich auf jeden Fall die Band, welche als Debüt-Album die Scheibe mit dem tollen Namen veröffentlicht und kann mit zumindest einer bekannten Person aufwarten: Lord Worm, der Ex-Vocalist von CRYPTOPSY, ist dabei und will euch mit seinem Gesang das Fürchten lehren [dazu später mehr]. Ansonsten kennt man vielleicht noch Fredrik Widigs [Drums] von Bands wie DEMONICAL [bei WITCHERY bearbeitet er momentan die Live-Drums]. Die Herren behaupten, sie spielen Musik, die von [alten] EMPEROR, [alten] IMMORTAL, MYSTICUM und ANAAL NATHRAKH inspiriert sei. Aha, na dann schauen wir doch mal.

In der Tat scheinen RAGE NUCLÉAIRE eine ziemliche Ähnlichkeit mit ANAAL NATHRAKH zu haben [auch wenn ich nicht wirklich viel von dieser Band kenne]. Mit alten IMMORTAL oder alten EMPEROR hat die Musik hingegen nicht wirklich viel zu tun. Natürlich haben Black Metal Bands mit Blastparts agiert [und letztendlich spielen RAGE NUCLÉAIRE eigentlich fast nur Blast Parts], aber es gab auch immer den Versuch, eine mystische Aura aufzubauen und die Gitarrenriffs so zu spielen, dass eine ganz bestimmte Atmosphäre erzeugt wurde. Man vergleiche einmal „Call Of The Wintermoon“ von IMMORTAL und „The Gift Of The Furnace“ von RAGE NUCLÉAIRE. Wer da keinen Unterschied sieht, dem kann ich auch nicht helfen [gewisse Ähnlichkeiten lassen sich allerdings im Song „Endziel“ feststellen, dessen Riff aber auch direkt von früheren Black Metal Bands abgekupfert ist]. Aber letztendlich ist das eigentlich gar nicht so wichtig. RAGE NUCLÉAIRE spielen schlicht und einfach „Drauf-Hau-Metal“, der vor allem mit Blastparts und Vocals von Lord Worm überzeugen will. Das ist nicht so negativ gemeint, wie es jetzt vielleicht klingen mag. Tatsächlich finden sich nämlich auf „Unrelenting Fucking Hatred“ durchaus auch starke Gitarren-Riffs, die wirklich ins Ohr gehen [z.B. „Fields Of The Crucified“]. Das Problem ist lediglich, dass diese Riffs oftmals aufgrund der Vocals und den ballernden Drums untergehen. Das ist ein Produktionsproblem und das ist schade, denn hätte man das etwas besser gemacht, würde auch die gesamte Scheibe besser klingen. Dazu kommt noch, dass man die Vocals von Lord Worm man halt mögen muss – letztendlich klingt es teilweise wie eine Mischung aus einer Kröte und dem Abfeuern einer Strahlenwaffe in einer Science-Fiction Serie [der Hall]. Hin und wieder versuchen RAGE NUCLÉAIRE ihre brutale Metal-Attacke etwas aufzulockern, in dem sie gewisse Soundsamples, die teilweise an der Grenze des guten Geschmacks sind, einzuspielen [z.B. auf „The Gift Of Furnance“ wird eine Rede von Adolf Hitler oder einem anderen Redner der NSDAP eingespielt; auf „Fields Of The Crucified“ findet sich am Schluss das Schluchzen einer Frau und so weiter]. Man versucht nicht nur böse zu wirken, sondern auch eine böse und post-apokalyptische Stimmung aufzubauen – nicht zuletzt hat man ja auch ein dazu passendes Cover-Artwork gewählt. Allerdings braucht die Band hier noch ein paar Lehrstunden, wie man solche Samples wirkungsvoll einbaut und einsetzt, denn sie sind entweder zu kurz oder werden auch sofort von den scheppernden Drums zerschossen.

Ist die Scheibe nun schlecht? – Mitnichten. Sie ist nicht unbedingt etwas Besonderes, bietet aber solide Unterhaltung und Freunde von Lord Worm und ANAAL NATHRAKH können ruhig einmal reinhören. Eine wirklich böse und furchterregende Atmosphäre können RAGE NUCLÉAIRE allerdings nicht erzeugen. Vielleicht wollen sie das auch gar nicht, sondern hoffen durch schiere Brutalität überzeugen zu können. Die Frage ist, ob dann die Scheibe tatsächlich 50 Minuten lang sein müsste und ob nicht 30 knackige Minuten ausgereicht hätten, um die schiere Gewaltorgie etwas besser auf den Punkt zu bringen.

Trackliste:
01. Violence Is Golden
02. Hunt With Murderworms, Sculpt With Flies
03. The Gift Of The Furnace
04. Fields Of The Crucified
05. Endziel
06. The Sorrow Children At Mourningside
07. 30 Seconds In The Killhouse
08. Unrelenting Fucking Hatred
09. The Gallows And The Black Coffin
10. The Feeding Habits Of Homo Horriblis
Spielzeit: 00:50:39

Line-Up:
Alvater – Bass, Keyboards, Mixing Board
Dark Rage – Gitarre
Fredrik Widigs – Drums
Lord Worm – Gesang, B-Vox
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
28.12.2012 | 11:18
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