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Band: Ram Homepage Ram bei Facebook Metalnews nach 'Ram' durchsuchenRam
Album:Death
Genre:Heavy Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:27.01.12
CD kaufen:'Ram - Death' bei amazon.de kaufen
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"Tödlich spaßige 80er-Huldigung"

Nach der Veröffentlichung von „Lightbringer“ wurde es um die schwedischen Retro-Metaller RAM erstmal weitgehend still, bis die Truppe im vergangenen Jahr mit der Single „Under The Scythe“ nicht nur ein Lebenszeichen von sich gab, sondern auch gleich einen ersten Song ihres nächste Albums enthüllte. Selbiges hört auf den einprägsamen Namen „Death“ und präsentiert die Band in alter Frische, wobei sich die Herren nach wie vor als stark britisch geprägt erweisen.

Noch bevor man die ersten Töne ihres neuen Albums gehört hat, wirken die Schweden schon sympathisch, da sie sich für die Aufmachung der Platte der Science Fiction-Ästhetik der frühen 80er bedienen und auch das ebenso trashige wie unverschämt atmosphärische Intro trägt sogleich sehr zu diesem Image bei – man stelle sich eine gesunde Mischung aus VANGELIS und den Soundtracks diverser John Carpenter-Filme vor, womit die Truppe bei Fans besagter Epoche sofort einen Stein im Brett haben sollte. Ansonsten sehen die Mannen ja schon auf ihren Bandfotos aus wie die jungen JUDAS PRIEST und auch musikalisch fühlt man sich angesichts von Songs wie „…Comes From The Mouth Beyond“ und auch dem treibenden „Release Me“ nicht selten an die prähistorische Schaffensphase von Rob Halford und seiner Mannschaft auf Alben wie „Sin After Sin“ und „Killing Machine“ erinnert, wobei auch die altbackene Produktion von „Death“ sehr zur Authentizität beiträgt. Letztere ist übrigens ein zweischneidiges Schwert, denn während der fette und organischen Gitarrensound auf dieser Platte sehr zu begrüßen ist, kann einem der dumpfe Bass sowie die rumpelnde Bassdrum schon mal gehörig auf den Wecker gehen. Mag ja sein, dass das dann besonders „echt“ und direkt klingt, aber dennoch hat man sich ja in den vergangenen 30 Jahren nicht umsonst den ein oder anderen Gedanken gemacht, wie man Studioaufnahmen vom undifferenzierten Soundmatsch einer Live-Darbietung abheben kann und auch dem Klangbild des neuen RAM-Albums hätte die ein oder andere Verbesserung sicher gut getan. Von derlei Kleinigkeiten abgesehen erweisen sich RAM auf ihrem neuen Werk als musikalisch überaus vielseitig, wenngleich ihre Vorbilder stets hörbar bleiben – neben den bereits erwähnten Briten lassen sich etwa in „Defiant“ auch IRON MAIDEN als Inspirationsquelle entdecken – und sind ganz offensichtlich stets auf stimmige Atmosphäre bedacht, weshalb Nummern wie der Opener, „Frozen“ und „Hypnos“ gerne mit ausgedehnten Instrumentalteilen aufwarten, die schon mal für Gänsehaut sorgen können. Dem gegenüber stehen dann leichtfüßige Rocker wie „Under The Scythe“ und „Flame Of The Tyrants“ und schon ist das traditionsbewusste Headbang-Vergnügen komplett – Rumpelsound hin oder her. Gibt’s übrigens auch mit Bonus-DVD vom „Keep It True“-Festival 2010.

Während ihre Landsleute und Genre-Kollegen STEELWING sich dank etwas polierterer Produktion eher an den Mainstream-Markt wenden, bedienen RAM mit ihrem kratzbürstigen auftreten die Underground-Fraktion – das ist auch verdammt gut so, denn so kommt man sich nicht in die Quere und Fans der Sparte sollten ohnehin beiden Formationen einen Chance geben, denn RAM haben sich mit „Death“ ihren Platz in der Oberliga des Retro-Metal redlich verdient.

Trackliste:
01. Death...
02. ...Comes From The Mouth Beyond
03. I Am The End
04. Release Me
05. Defiant
06. Frozen
07. Under The Scythe
08. Hypnos
09. Flame Of The Tyrants
10. 1 7 7 1
Spielzeit: 00:48:27

Line-Up:
Oscar Carlquist - Vocals
Harry Granroth - Guitar
Daniel Johansson - Guitar
Tobias Peterson – Bass
Morgan Pettersson - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
01.02.2012 | 20:00
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