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Cover von Ram-Zet -- Neutralized
Band: Ram-Zet Homepage Ram-Zet bei Facebook Metalnews nach 'Ram-Zet' durchsuchenRam-Zet
Album:Neutralized
Genre:Avantgarde, Black Metal, Gothic
Label:Ascendance
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:13.11.09
CD kaufen:'Ram-Zet - Neutralized' bei amazon.de kaufen
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"Die Schönheit seelischer Abgründe"

Es gibt ja unendlich viele Gothic Bands, welche sich dezent dem Metal nähern und neben Diven-haftem Gesang, etwas härtere Riffs anschlagen, ansonsten jedoch keine größeren Experimente wagen. Ganz anders die Norweger von RAM-ZET, welche schon seit dem Jahre 1998 progressiven Black Metal mit weiblichem Stimmzusatz praktizieren. Klingt zunächst nicht allzu spannend und viele haben sicherlich ungefähr im Kopf, wie das klingen mag, doch RAM-ZET zeigen mit "Neutralized", dass dieser Hybrid ordentlich unter die Haut gehen kann.

Die Gitarrenfront kreiert einen Sound, wie man ihn vornehmlich von DIMMU BORGIR kennt. Symphonisch, misanthropisch, düster, aber auch immer musikalisch anspruchsvoll und sehr divers gestaltet. Mit vielen Tempi-Wechsel und stetig wandelnden klanglichen Themen. Teils gehen RAM-ZET auch eher in die Richtung, welche CRADLE OF FILTH zu Zeiten von "Midian" gegangen sind, fügen jedoch noch kunstvolle Syntheziser und Streicher-Arrangements ein, die für einen episch-kraftvollen Klang sorgen, der den heimischen Subwoofer beinahe zum bersten bringt. Wird man zum einen von wundervollen Harmonien und träumerisch-schönen Melodien umspielt, welche sentimental und imposant die Seele umschmeicheln, so bekommt man in der nächsten Sekunde düster-brutale Riffs um die Ohren gehauen, welche mit geschicktem Schlagwerk unterstützt und durch ausgefeilte Soli ergänzt werden, die zu Teilen a-rhythmisch, jedoch stets passend und beeindruckend klingen. Man kann sogar jazzige Elemente finden wie in "222", welche jedoch so eingebaut sind, dass sie das melancholische Klanggefüge nicht brechen und eine umwerfende Einheit bilden, die mit sehr viel Emotionalität und Gefühl gespielt wird; da verspürt jedes einzelne Nackenhaar die musikalische Intention. Von großer Bedeutung hierfür ist auch der gesangliche Dreier, welcher trotz seiner rein musikalischen Art, nicht minder erotisch ist; quasi Klangerotik erzeugt, welche durch zwei hinreißende weibliche und eine screamende männliche Stimme generiert wird. Die vermutlich männliche, was nicht gänzlich eindeutig ist, da sie Angela Gossow [ARCH ENEMY] recht nahe kommt, aber eben auch in einer Liga mit Dani Filth [CRADLE OF FILTH] spielt, zeigt sich für die eher aggressiven, verzweifelt-klagenden Stimmungen verantwortlich und führt die Atmosphäre dieser Scheibe ins morbid-depressive. In einzigartiger Kooperation hiermit stehen die beiden weiblichen Stimmen, welche irgendwo zwischen EVANESCENCE, WITHIN TEMPTATION und Sandra Nasic [GUANO APES] liegen und unglaublich bereichernd für das Gesamtgefüge sind; die ganze Gefühlsdiversität praktisch erst zu Tage fördern. Paradebeispiele hierfür sind "Infamia" und "To Ahes". Zudem hat man es mit progressiver Musik zu tun, anders gesagt, mit ungebändigter Detailversessenheit, die sich in schrägen, polyrhythmischen Klangteppichen und experimentellen Streicher-Ensembles ausdrückt, jedoch nie erdrückend oder belastend wirkt, ganz im Gegenteil, einfach faszinierend und entzückend ist.

Mit "Neutralized" zeigen RAM-ZET, was alles funktioniert, wenn man mit begabten und Multi-Genre fähigen Musikern agiert und das beste aus jedem Genre pflückt um es zu einem großartigen, verstörend-schönem Werk zu gestalten, dass die Härte symphonischen Black Metals, mit der Faszination gekonnten Operngesanges kombiniert und es letztlich mit virtuosen Soli und Drum-Techniken garniert. Bewegend, verzückend und schlichtweg schön. Als Empfehlung biete ich das 10-Minuten Epos "Beautiful Pain" - formidabel.

Trackliste:
1. Infamia
2. I Am Dirt
3. 222
4. Addict
5. God Don't Forgive
6. Beautiful Pain
7. To Ashes
8. Requiem
Spielzeit: 00:59:58

Line-Up:
SfinX [Miriam Elisabeth Renvåg] - Gesang
Zet [Flemming Rammseth] - Gesang, Gitarre
Sareeta [Ingvild Johannesen] - Gesang, Violine
Lars - Bass
Kuth - Schlagzeug
Karoline Amb - Keyboards
Tobias Naumann [Necrologue]
09.11.2009 | 00:03
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