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Band: Rammstein Homepage  Metalnews nach 'Rammstein' durchsuchenRammstein
Album:Reise, Reise
Genre:Ambient, Industrial
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.09.04
CD kaufen:'Rammstein - Reise, Reise' bei amazon.de kaufen
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Mit dem 3. Album „Mutter“ schafften RAMMSTEIN den internationalen Durchbruch und konnten mit Verkaufszahlen aufwarten, die die meisten Schlipsträger im Musikbusiness vor Neid grün anlaufen ließen. Dabei war dieses Album für mich ihr bisher Schwächstes. Gut, mit „Mutter“ und „Sonne“ gab es 2 alles überragende Songs und mit „Links 2 3 4“ ein überfälliges Statement gegen Rechts und eine saugeile Produktion, aber die restlichen Lieder überzeugten nur phasenweise. Man steckte sowohl kompositorisch wie auch textlich in einer künstlerischen Sackgasse. Die große Frage die sich der Band stellte war, macht man weiter wie bisher mit dem Risiko sich auf ewig selbst zu kopieren oder überdenkt man das Bandgefüge und den Entstehungsprozess von neuem Liedgut? Man entschied sich für das Zweite und überließ den Bandmitgliedern die sich bisher beim Songwriting eher zurückhielten nun die Hauptverantwortung beim Komponieren. Das Ergebnis ist eine neue Frische im Sound und kleine aber bedeutende Veränderungen im Gesamtkontext.

Das Album wird durch den Titelsong eröffnet, welcher an sich aber noch nicht viel Neues bietet. Ein typischer Rammsteinsong mit sehr schönen Geigen- und Cellisounds. Was auffällt ist aber, dass Till schwer an seinem Gesang gearbeitet hat. Sehr melodiös gehalten und es wird richtig gesungen, nicht nur gesprochen.
Den Kannibalensong kennt mittlerweile schon jeder aus Funk und Fernsehen.
Also weiter mit „Dalai Lama“, mein persönlicher Lieblingssong. Textlich wird der Erlkönig adaptiert, wobei dieser aber nur als Grundlage für mehrere Interpretationsmöglichkeiten dient. Mit Sicherheit der beste Text seit dem Debüt. Von der Musik sehr grooveorientiert mit den typischen verzerrten Akkustikklampfen, die man schon am Anfang von „Tier“ auf dem Zweitling bewundern durfte. Absolut geil und wieder mit wunderbarem Gesang von Till. Man muss sich wohl daran gewöhnen, dass die Zeiten von reinem harschem Sprechgesang bei RAMMSTEIN vorbei sind.
„Keine Lust“ ist wohl der ultimative Hüpfsong für Livekonzerte mit tollem Refrain zum mitsingen und einem Text der auf reinen Wortspielereien basiert. „Los“ ist wohl die größte Überraschung auf dieser CD. Einen Song völlig ohne verzerrte Gitarren hätte wohl keiner erwartet. Von der Machart erinnern mich die Gitarren an ZZ TOPS „La Grange“ und dabei groovt das Teil wie die Hölle. Der Text ist wie bei dem vorherigen Song mit Wortspielen durchsetzt. Hammer!
„Amerika“ ist die Abrechnung der Ostdeutschen Linken mit dem „american way of life“ und funktioniert nur wirklich mit der visuellen Aufbereitung durch das Video. „Moskau“ finde ich ein wenig schwächer, hat aber so was wie ein NDW-Feeling das den Song ein wenig raus reißt.
„Morgenstern“ ist dagegen wieder ganz großes Kino. Mit seinen Stakkato-Riffs der wohl härteste Song auf der CD, bietet der Chorus den krassen Gegenpart mit seiner wunderschönen Melodie, die mich jedes Mal an Lilli Marlene (die mit der Laterne) erinnert. „Stein um Stein“ finde ich schwach. Er ist nicht wirklich schlecht, kann aber mit dem Rest des Albums nicht mithalten. Die Musik ist nicht wirklich überzeugend und der Text zu plakativ, dabei ist die Idee mit dem Aufbau von Mauern um die Seele sehr schön gedacht. Es fehlt leider aber an der Umsetzung.
„Ohne dich“ ist eine wunderschöne Ballade, bei deren Melodie anscheinend auch wieder die großen deutschen Chansons der goldenen Zwanziger Pate gestanden. Dieses Lied wird die meisten Gothics zum Weinen bringen wird. Das meine ich Ernst.
Den Abschluss bildet mit „Amour“ ein musikalisch nettes, aber nicht überragendes Lied. Den Text und vor allem den Refrain finde ich widerlich, aber nur weil ich Liebeslieder nicht ausstehen kann.

Alles in allem muss man sagen, dass es RAMMSTEIN geschafft haben mich wieder neu für sie zu begeistern. Es wurden kleine aber entscheidende Änderungen in den Sound eingefügt, ohne die prägnanten Markenzeichen zu verletzen. Starke Scheibe.

Trackliste:
01. Reise, Reise
02. Mein Teil
03. Dalai Lama
04. Keine Lust
05. Los
06. Amerika
07. Moskau
08. Morgenstern
09. Stein um Stein
10. Ohne dich
11. Amour


Frank Zschäbitz [Azriel]
26.09.2004 | 21:23
Kommentare
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