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Album:Where Evil Dwells
Genre:Melodic Speed Metal, NwobHM
Label:Spinefarm Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:13.03.15
CD kaufen:'Ranger - Where Evil Dwells' bei amazon.de kaufen
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"Die Band mit der Zeitmaschine"

Es gibt Bands, die bewundern den Untergrund-Speed-Metal aus den 80er Jahren so sehr, dass sie sich in die Klamotten von damals werfen, deren Musik aufsaugen und sie fast komplett so wiedergeben. Darunter fallen Bands wie ENFORCER oder STEELWING. Neben diesen Bands gibt es da noch die Finnen von RANGER... Ihr Vorteil? Sie wollen nicht so sein wie die Bands aus den 80er Jahren... SIE SIND VON 1985 [zumindest bin ich fest in jenem Glauben]. Optisch und musikalisch scheint die Band einfach mit einer Zeitmaschine in die Zukunft gereist zu sein. Obwohl wir uns nun im Jahre 2015 befinden [was der Band fremd zu seinen scheint] greift die Gruppe nun mit ihrer ersten Langscheibe an. "Where Evil Dwells" wurde das gute Stück genannt und verspricht, trotzt seiner "nur" sieben Songs, fast 40 Minuten 80er-Jahre-Speed-Metal pur!

Mit "Defcon 1" startet der heiße Scheiß der Vergangenheit und schon die Gitarrenarbeit am Anfang des Songs wirft einen 30 Jahre in der Geschichte zurück. Wer Bands wie SAVAGE GRACE und EXCTER schon damals mochte, der wird RANGER lieben! Die Songs lassen sich Zeit für einen geilen Aufbau und knallen dann einen Speed-Metal um die Ohren, der tatsächlich auf Spitzenniveau präsentiert wird. Hier bleibt kein Auge trocken, wenn es um die Führung der Gitarren geht. Jeder Handgriff sitzt und während der Song versucht einen Geschwindigkeitsrekord zu brechen, fühlt man, wie einem die Hosen immer enger anliegen und dir ein Schnauzbart wächst. Sänger Dimi klingt wirklich abgefuckt nach alter Schule, hat allerdings eine ganz eigene Art die Vocals zu betonen. Die Strophen kommen sehr abgehackt und unrhythmisch rüber. Im Refrain greift man dann zu typischen Mitteln: Gruppe brüllt vereint ins Mikro - Sänger überwirft sich mit der Höhe im Gesang und bringt Schlagwörter der Metal-Geschichte an den Mann. Wirklich feine Sache, da die gesamte Platte keinen Halt vor diesen Techniken und Klischees macht.

Wer Speed-Metal mag und eh die 80er Jahre Bands feiert, der wird mit RANGER seine helle Freude haben. Hier wird auf alles geachtet, was diese Musik ausmacht. Dabei erinnert mich die Band zu jeder Sekunde an SAVAGE GRACE. "Where Evil Dwells" bleibt ein klasse Werk, das sich gerne sämtlicher Klischees bedient und daraus auch keinen großen Hehl macht. Wirklich starke Sache, die zwar wenigen eigenen Touch mit sich bringt aber genau weiß, wie es Fans aus den 80er Jahren zu begeistern hat. Bleibt nur zu klären, woher die Jungs eine Zeitmaschine haben und warum sie ausgerechnet im Jahre 2015 gelandet sind...

Trackliste:
01. Defcon 1
02 Deadly feast
03 Phantom Soldier
04 Dead Zone
05 Black Circle (S.Y.L.S.)
06 Where Evil Dwells
07 Storm Of Power
Spielzeit: 00:38:48

Line-Up:
Miko - Drums
Ville Valtonen - Guitars
Dimi - Vocals, Bass
Mikael Haavisto - Guitars
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
19.03.2015 | 09:41
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