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"Latein bis ans Ende!" | ||||||||||||||||||
| Auch, wenn man es bei dem Namen annehmen könnte – RATTENFÄNGER haben mit IN EXTREMO nichts zu tun. Und mit der Folkschiene im Metal auch nicht. Die ukrainische Band hat ihren Namen zwar der Legende um den Rattenfänger von Hameln entnommen, setzt sich aber musikalisch mit Vermächtnissen anderer Art auseinander. Nach dem ziemlich überflüssigen Intro „Coelo Affixus Sed Terris Omnibus Sparsus“ begibt sich die Band mit „Grimorium Verum“ in die Spur alten, europäischen Todesmetalls. Überwiegend prägen zähes Midtempo und abgrundtiefes Grabesgeröchel den Sound von RATTENFÄNGER, denen die Einflüsse CELTIC FROST, ASPHYX und WINTER vollkommen zurecht in den Pressetext geschrieben wurden. „Epistolae Obscurorum Virorum“ ist eine Death/Doom-Scheibe alter Schule. Im Grunde genommen also eine prima Sache und zeitlose Angelegenheit. Des Teufels Pferdefuß macht sich jedoch wieder einmal in Sachen Songs bemerkbar, denn die sind teilweise ziemlich beliebig geraten. „Grimorium Verum“ und „Victa Lacet Virtus“ - wie das komplette Album in lateinischer Sprache eingehustet – rumpeln unspektakulär vor sich hin und machen nicht gerade viel her. Dem gegenüber stehen Death/Doom-Perlen wie beispielsweise das fiese, klebrige „Nunc Scio Tenebris Lux“ und das unbarmherzig loswalzende „Allegoria De Gula Et Luxuria“, die zeigen, wozu RATTENFÄNGER an guten Tagen in der Lage sind. Das ist nicht die Neuerfindung der alten Schule, aber doch deren verdammt zwingende und gute Umsetzung. Leider gelingt dies den Ukrainern nicht durchgehend. Hätten RATTENFÄNGER die packenden Lieder von „Epistolae Obscurorum Virorum“ auf eine Kurzveröffentlichung gepresst und die belanglosen bzw. durchschnittlichen einfach unter den Tisch fallen lassen, hätten sie sich und mir einen Gefallen getan. | ||||||||||||||||||
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