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Cover von Raunchy -- Vices.Virtues.Visions.
Band: Raunchy Homepage  Metalnews nach 'Raunchy' durchsuchenRaunchy
Album:Vices.Virtues.Visions.
Genre:Modern Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:21.11.14
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"Opus Summum"

Eigentlich sah es für die dänischen Deathpopper RAUNCHY eine Weile gar nicht so gut aus. Wieder einmal lief ihnen der Sänger weg, den Deal mit Lifeforce Records war man auch los und das letzte, tolle Werk, „A Discord Electric“ [2010], wurde innerhalb der Szene [welcher eigentlich?] kaum wahrgenommen. Verdächtig still wurde es dementsprechend auch um die Band, bis Ende 2013 wieder Bewegung in die Sache kam: Mike Semesky [INTERVALS, ex-THE HAARP MACHINE] ersetzt Kasper Thomsen, Massacre Records signen die Truppe und man werkelt fleißig am sechsten Werk „Vices.Virtues.Visions.“, das nun endlich das Licht der Welt erblickt.

Prompt ist das Teil auch eine faustdicke Überraschung geworden: Man verfolgt den Ansatz von „A Discord Electric“ insofern weiter, als dass die Songs noch länger und komplexer – man könnte gar von progressiv sprechen – geworden sind, wagt sich aber öfter mal in Regionen vor, die man selbst den experimentierfreundlichen Dänen nicht zugetraut hätte. Trotzdem klingt das Ganze weiterhin unverkennbar nach RAUNCHY, aber eben RAUNCHY 2.0 und nicht nach der alten Leier. Das ist bestimmt auch ein großer Verdienst des neuen Sängers Mike Semesky, ein Ami, der bekanntlich aus der Djent-Ecke kommt und die Band vielleicht insgeheim zu technischen Höchstleistungen angespornt hat, obwohl man direkte Djent-Einflüsse natürlich mit der Lupe suchen muss. Das Material deckt wie immer ein sehr breites Spektrum ab, in dem poppige Melodien und Refrains, fette Metal-Riffs, Euro-Dance-kompatible Synth-Teppiche, Blastbeats, zuckersüße Clean-Vocals und abgrundtief böse Growls zu einem homogenen Gemisch fusionieren. In dieser Konsequenz neu hingegen sind die komplizierten, überlangen Konstrukte wie „Anesthesia Throne“, „I, Avarice“ oder „Clarity“ [wunderschön!], die teils sogar mit wichsigen Gitarrensoli überraschen und von der Dichte her locker einigen abgepfiffenen DEVIN TOWNSEND-Stücken Konkurrenz machen. Mit „The Castaway Crown“ [Hit!] und „Luxuria“ gibt es aber auch etwas leicht verdaulichere Ware, die alle RAUNCHY-Fans auf Anhieb goutieren sollten. Auch „Truth Taker“ ist verflucht eingängig, was nicht zuletzt daran liegen könnte, dass sich RAUNCHY beherzt bei „156“ [vom „Frengers“-Album, 2003] ihrer dänischen Pop-Kollegen MEW bedienen. Generell benötigt „Vices.Virtues.Visions.“ aber einige Durchläufe, bis auch wirklich alle Zahnräder ineinandergreifen und man die hohe Qualität des Teils vollständig zu schätzen weiß. Dann kristallisiert sich auch der Abschluss-Track „The Singularity Heart“, knapp acht Minuten lang, als einer der besten und ambitioniertesten Songs heraus, die RAUNCHY je geschrieben haben.

Angesichts dieser Stärke und diesen Mutes kann man dem Sextett auch gar nicht böse sein, dass sie ihren Klassiker „Confusion Bay“ [2004] wieder nicht toppen konnten. Dieses Mal haben RAUNCHY aber mit anderem Ansatz ein fast ebenbürtiges Werk geschaffen. Großartig!

Trackliste:
01. Eyes Of A Storm
02. Truth Taker
03. Digital Dreamer
04. Never Enough
05. The Castaway Crown
06. Anesthesia Throne
07. Luxuria
08. I, Avarice
09. Frozen Earth
10. Clarity
11. The Singularity Heart
Spielzeit: 01:03:38

Line-Up:
Mike Semesky – Vocals
Lars Christensen – Guitar
Jesper Tilsted – Guitar, Synth
Jesper Kvist – Bass
Jeppe Christensen – Synth, Vocals
Morten Toft Hansen – Drums
Michael Siegl [nnnon]
15.11.2014 | 12:36
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