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Album:Violent Offence
Genre:Death Metal, Thrash Metal
Label:Eigenproduktion
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:15.09.08
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"Gutes Futter nach drei Jahren Stille"

Und der Herr sprach: „Nach Jahren der Dürre wird kommen ein neues Album und es wird gut sein. Labet euch am rheinischen Thrash/Death, ihr Penner!“ So sieht das mal aus hier, denn RAVAGE lassen endlich wieder von sich hören und starten einen neuen Angriff auf die Nackenmuskulatur.

Bereits im ersten Song gibt man gen Ende ein bescheidenes „time to dominate“ von sich. Passt? Passt! RAVAGE sind 2008 auf jeden Fall ein ganzes Stück erwachsener, fitter und vor allem brutaler. Fieses Gerotze, DEICIDEsche Soloarbeit, beinahe schwarzmetallisch-dreckige Riffs und dazu noch einer der fiesesten Drummer [Dennis Thiele, außerdem bei VERMIS am Werk] der Undergroundszene. Fans werden keineswegs enttäuscht, wenngleich für mich persönlich immer noch kein wirklicher Nachfolger eines infernalisch geilen „Blasphemic War“ auf „Violent Offence“ vorhanden ist. Ein Anwärter wäre sicherlich ein Song wie „Apocalyptic Raid“ gewesen, aber so ganz reicht es an den 2003 erschienenen „Infernal Devestation“-Opener dann doch nicht heran. Macht nichts, denn die Düsseldorfer Jungs wissen in den neuen elf Tracks dennoch absolut bescheid, wie man Köpfe zum nicken und das Genick zum Schmerzen bringt. Sehr schön gelungen sind die verschiedenen Stilelemente, die sich immer wieder einmischen und an bekannte Größen erinnern, darunter etwa AMORPHIS [selbstverständlich alte], SLAYER, DEICIDE, CANNIBAL CORPSE, LEGION OF THE DAMNED, BOLT THROWER und weiß der Geier was noch alles. Ebenfalls positiv und über fast jeden Zweifel erhaben ist natürlich das vergleichslose Organ von Lordbier Jan Michels, bei dem ich mich oft gefragt habe, wie der Typ den ganzen Krempel live ohne große Luftpausen abfeuern will, wenn man sich einen Song wie „Drop-Blade Execution“ mal anhört.
Zur Produktion kann man zwar keine besonders hochtrabenden Worte verbringen – immerhin handelt es sich um eine Eigenproduktion – doch wer will denn bitte glattgebügelten Thrash Metal hören? Wir sind hier nicht in Amerika, verdammt noch mal!

Ende vom Lied: Sauber, denn Fans werden nicht enttäuscht. Außerdem sollte man spätestens jetzt eine Menge selbiger neu hinzugewinnen können. Das einzige, was VIELLEICHT anzumerken wäre: zwei bis drei der Songs hätte man defintiv etwas ausgefeilter auch für ein kommendes Album aufsparen können, denn dieses Gewitter kann man meiner Meinung nach in kleineren, präziseren Dosen besser genießen. Hey, 0,33 macht bei ausreichendem Konsum nicht minder besoffen!

Trackliste:
01. Violent Offence
02. Disposer Of Cruelty
03. Systematic Anguish
04. Marooned
05. Involuntary Resurrection
06. Beyond Morality
07. Apocalypticc Raid
08. Drop-Blade Execution
09. Sadistic Termination
10. Christian Deception
11. Dead Cravings
Spielzeit: 00:46:19

Line-Up:
Jan "Lordbier" Michels - Gesang
Daniel Pietzsch - Gitarre
Christoph Zeller - Gitarre
Bernd Steuer - Bass
Dennis Thiele - Schlagzeug
Patrick Franken [Border]
25.10.2008 | 03:46
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