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Album:Morbid Aspirations
Genre:Black Metal
Label:Bad Mood Man Music
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:20.11.09
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"Perle"

Der Black-Metal-Jahreskalender 2010 sieht momentan leider recht mager aus, obwohl das Jahr mit Granaten wie IN VAIN sehr stark begonnen hat. Wer oder was konkret für diese Entwicklung als Sündenbock herhalten darf, ist natürlich Ansichtssache, eventuell war 2009 auch nur ein enormer Ausreißer in Sachen Qualität. Vielleicht liegt es größtenteils aber auch daran, dass die Vermischung mit eigentlich stinklangweiligen Genres wie Shoegaze oder Postrock die Essenz dessen, was mein musikalisches Lieblingsgefilde ausmacht, verwischen ließ. Für jemanden, der gerne seinen Wein ohne streckendes Wasser trinkt, ist das keine Entwicklung, die mir besonders zusagen würde. Deswegen soll heute ein Werk vom letzten Jahr, das mich seit einiger Zeit schon beschäftigt und nicht so recht loslassen will, an dieser Stelle einer näheren Begutachtung unertzogen werden.

Paradoxerweise lässt sich diese Scheibe hier in eine Schublade der BM-Kommode werfen, die ebenfalls mehr Schrott zu Wege gebracht hat als es jedem mit Geschmack lieb gewesen ist: Melodisch geht es auf "Mortal Aspirations" zu und dabei wird auf die üblichen schrecklichen Stilgeschmacklosigkeiten wie zuckersüßes Keyboard-Geklimper oder das Abdriften in lächerlich wirkende Raserei verzichtet. Stattdessen schmieren einem das Ein-Mann-Unternehmen RAVENTALE eine wahre Fülle von atmosphärischen Ideen um die Ohren, denen es gelingt, eine unheimliche, kosmische Stimmung hervor zu bringen. Zwar kann vor allem die verwendete Gitarre - in Verbindung mit dem kompetent programmierten, aber dennoch nach Plastik miefenden Bit-und-Byte-Ticker im Hintergrund - seine produktionelle Heim-PC-Herkunft kaum leugnen, den Gesamteindruck tut dies allerdings nur marginal trüben. Dafür scheinen allein die wohl durchdachten Kompositionen viel zu stark, ganzu schweigen von der Performance, welche mühelos aus all den kompakten bis epischen Momenten das Beste herausholt. Soll heißen: Bei den flotteren Übergängen kommt der crunchige Unterton der Sechssaitigen überraschend passend zur Geltung, wobei manchmal sogar thrashige Riff-Querschläger ihren Weg auf die Platte gefunden haben ["A Fading Scent Of Cinnamon And Naked"]. Sobald das Album allerdings die melancholischen, von der Synthie-Abteilung zeitweise durchtränkten Abschnitte erreicht, merkt auch der Letzte, dass hier ein kleines Talent werkelt. Richtig deutlich kommt es beim dramatischen Höhepunkt des Albums, "Suicide As The Destined End", zum Vorschein, wo der goldrichtige "Kompromiss" zwischen getragener Schwermut und metallischer Härter gefunden wurde. Und irgendwo zwischen all den Anschlägen hier weht ein gewisser Hauch von Zeitlosigkeit, der sich weder zufriedenstellend beschreiben lässt noch mit konkreten Beispielen belegt werden will.

"Mortal Aspirations" belohnt einen reichlich, wenn man sich dem Album öffnet und es in die Seele hineinstrahlt. Was mich hingegen am meisten beeindruckt, ist, wie aus einem normalerweise für akustische Unfälle bekannten Subgenre eine solche kleine Perle entspringen kann. Empfehlenswert!

Trackliste:
01 - The Fall Of The Mortal Aspirations
02 - Cosmos Inside
03 - My Birds Of Misfortune
04 - A Fading Scent Of Cinnamon And Naked
05 - Watching A Luna Becomes Thy Face
06 - The Silhouette Of Despair
07 - Escape To The Stars
08 - Suicide As The Destined End
09 - A Ravens Fade
Spielzeit: 00:52:32

Line-Up:
Athamas - Gesang
Astaroth - Alle Instrumente
Michael Bambas [Micha]
10.09.2010 | 17:11
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