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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Raw - Rawzilla
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Album:Rawzilla
Genre:Crossover, Death/Thrash Metal, Thrash Metal
Label:MDD Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:22.06.12
CD kaufen:'Raw - Rawzilla' bei amazon.de kaufen
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"Rawzilla, das Party-Monster"

Vor immerhin sechs Jahren in Mannheim gegründet haben es die Thrash Metaller RAW bisher auf ein Album gebracht, welches den einprägsamen Titel „Moshpit“ trägt. Drei Jahre nach Veröffentlichung desselben melden sich die Baden-Württemberger Dreschflegel mit ihrer nächsten Platte zurück, die auf den ganz und gar bescheidenen Namen „Rawzilla“ getauft wurde.

Death/Thrash Metal scheint zunächst die perfekte beizeichnung für die Musik von RAW zu sein, denn auf "Rawzilla" begegnen sich Riffs, die direkt aus dem Thrash Metal nach astreinster Bay Area-Bauart importiert scheinen und überaus kratzbürstige Vocals, die auch etlichen Todesblei-Fraktionen gut zu Gesicht stehen würden. Damit das Ganze auch richtig zusammenpasst, wurde die Gitarrenabteilung noch eine ganze Etage tiefer gestimmt und fertig ist die Laube. Dabei fällt jedoch schon ab dem eröffnenden "The Wolf Without A Pack" auf, dass RAW es durchaus verstehen, nicht nur tumb vor sich hin zu knüppeln und so würzen die Herren ihre thrashigen Abrissbirnen nicht selten mit anfangs unerwarteten melodiösen Einsprengseln und bedienen sich wie etwa im nachfolgenden "Like Phoenix From Ashes" auch gerne mal im Punk - so klingen etwa Nummern wie "Twist The Knife" oder auch "I Zombie" wie die Death Metal-Version von MUNICIPAL WASTE. Man höre hierzu auch "A Farewell To Civilization", dessen Refrain jeder Punk-Band zu Ruhm und Ehre gereichen würde. Es ist eben diese selbstbewusste Mischung verschiedener Stilrichtungen, die RAW davor bewahrt, als lediglich eine weitere Knüppeltruppe zu erscheinen, die gerne auch auf der derzeitigen Thrash Metal-Welle mitschwimmen würde. Wie Nummern wie „I Am Sailing“ oder das direkt folgende „Antitude“ zeigen, kommt noch hinzu, dass das Quartett sein Handwerk mehr als anständig beherrscht und so agiert die Truppe auf ihrem neuen Album absolut tight und hat nicht selten wirklich passende und gut umgesetzte Gitarrensoli zu bieten, was nicht jede ähnlich geartete Band von sich behaupten kann. Zwar entsteht ungefähr zur Hälfte der Platte der Eindruck, man habe jetzt die meisten Riffs, die RAW auf Lager haben, gehört und der stete Riff-Gallopp wird eine Spur monoton, allerdings war Thrash Metal nun noch nie die abwechslungsreichste Form der harten Musik und für die Spielzeit von gerade Mal 35 Minuten hält die Partystimmung das auch aus, wenngleich der Sound der Truppe sein volles Potenzial aller Wahrscheinlichkeit nach erst im Live-Betrieb entfaltet.

Tatsächlich kann sich die Musik aus dem Hause RAW einer gewissen Gleichförmigkeit nicht erwehren, wobei im Falle von "Rawzilla" anzunehmen ist, dass das eine mehr oder weniger notwendige Begleiterscheinung ihres Genres ist. Innerhalb ihrer selbst auferlegten Beschränkungen präsentieren sich RAW allerdings äußerst spielfreudig und liefern ein Album ab, das auch keiner thrashigen Party fehlen sollte.

Trackliste:
01. The Wolf Without A Pack
02. Like Phoenix From The Ashes
03. Twist The Knife
04. Be Aware
05. A Farewell To Civilization
06. I Zombie
07. Perfect Solitude
08. I Am Sailing
09. Antitude
10. Human Nature
11. Bigoted
12. Scared To Death
13. Rawzilla
Spielzeit: 00:35:02

Line-Up:
Ill Phil - Vocals
Powero Mauro - Guitar
Dirty Dirk - Guitar
Georgeous George - Bass
Krawallex - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
15.06.2012 | 00:14
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