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Album:An Atheist Monument
Genre:Heavy Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:5 von 7
CD kaufen:'Reaper - An Atheist Monument' bei amazon.de kaufen
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"Im Geiste des Sensenmannes"

Wo andere Bands die Cover einschlägiger Magazine zieren, haben es die deutschen Metaller REAPER heimlich, still und leise zu ihrem 30. Jubiläum gebracht. Seit ihrer Gründung im Jahre 1984 haben die Burschen immerhin vier Alben eingespielt und feiern ihren dritten runden Geburtstag nun für alle deutlich hörbar mit „An Atheist Monument“.

Für ihr neues Album haben es sich die Mannen aus Kassel offenbar auf die Fahne geschrieben, traditionellen Heavy Metal für heutige Hörgewohnheiten aufzubereiten und das klappt auch durchweg ziemlich gut. Was dabei als erstes auffällt, ist die ebenso druckvolle wie klare Produktion von „An Atheist Monument“, die in Zusammenarbeit mit Michael Murauer in dessen „Mu-Studio“ entstand und absolut konkurrenzfähig ist. Musikalisch liefern REAPER eben klassischen Heavy Metal, der mit seinen kernigen Riffs nebst entsprechender Vocals irgendwo in der Schnittmenge aus Teutonenstahl und U.S.-Metal rangiert, wobei es dann ab und an durchaus mal thrashig werden kann und eine Nummer wie „Voice Within“ flirtet mit ihren tonnenschweren Riffs gar mit Melodic Death Metal der schwedischen Schule. Sänger Daniel Zimmermann erinnert dabei stark an eine Kreuzung aus GRAVE DIGGER-Chef Chris Boltendahl und PARAGON-Frontmann Andreas Babuschkin, was zum erwähnten Riffing natürlich bestens passt. Bei einer Kombination aus teutonischer Riff-Keule und amerikanischer Power liegt das Energielevel erwartungsgemäß konstant hoch, allerdings gelingt es REAPER auch, für die nötige Abwechslung zu sorgen: Zwischen kraftvollen Uptempo-Brechern finden sich auf „An Atheist Monument“ auch traditionellere Heavy-Stampfer wie „Of Sheep And Shepherds“, was dann gar an klassische RUNNING WILD angelehnt scheint, Hymnisches wie „Horse Brigade“ und Rockiges à la „Taste My Revenge“. Bei all der Wucht, die die Herren auf ihrem neuen Album aufbieten, verlieren die Musiker je doch nie aus den Augen, worum es im guten alten Heavy Metal geht und so ist „An Atheist Monument“ voll von eingängigen Refrains und großen Melodiebögen, die ein schönes Gegengewicht zum sonstigen Riffgewitter bilden. Gut, zur Mitte hin wird es ein bisschen arg hymnisch und die anfängliche Aggression ebbt ein vielleicht in bisschen zu sehr ab und auch bei einer Nummer wie „1943“ mag man sich fragen, ob die schwermetallene Bearbeitung dem Stoff hier wohl gerecht wir – Gleiches gilt übrigens auch für Nummern wie „Stalingrad“ von ACCEPT – allerdings braucht man das den Herren REAPER angesichts eines an sich durchweg hochwertigen Albums wie „An Atheist Monument“ wirklich nicht großartig übel nehmen und obendrein zeigt der Song mit einem leicht progressiven Ansatz, Gänsehaut-Melodien und tollen Leadgitarren, wozu die Band musikalisch wie technisch imstande ist.

Trotz 30 Jahre Dienstzeit haben es REAPER nie in die vorderste Reihe ihres Genres geschafft und das wird ihnen wohl auch mit „An Atheist Monument“ nicht gelingen, aber wer den Kasselern eine Chance gibt, der wird mit einem ebenso hochwertigen wie musikalisch Anspruchsvollen Metal-Album beloht. „An Atheist Monument“ zehrt von der Routine aus drei Dekaden und zeigt, wie gut teutonischer Metal 2014 klingen kann.

Trackliste:
01. Hetoimasia
02. Realms Of Chaos
03. Of Sheep And Shepherds
04. Horse Brigade
05. Hail The New Age
06. Voice Within
07. 1943
08. Well Of Poison
09. Taste My Revenge
10. Ship Of Fools
11. Fields Of Joy
12. La Tristesse
Spielzeit: 01:04:30

Line-Up:
Daniel Zimmermann - Vocals, Guitar
Benjamin "Benni" Lodewig - Guitar
Matthias "Mäfju" Kraft - Bass
Jan Breede - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
19.07.2014 | 14:00
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