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Band: Rebellion Homepage Rebellion bei Facebook Metalnews nach 'Rebellion' durchsuchenRebellion
Album:Arminius: Furor Teutonicus
Genre:Heavy Metal, Teutonic Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:26.10.12
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"Asterix und Obelix in Wacken"

Im Hause REBELLION lief es in den letzten Jahren alles andere als rund, verabschiedete sich 2010 mit dem ehemaligen GRAVE DIGGER-Klampfer Uwe Lulis doch eines der Gründungsmitglieder, woraufhin auch gleich noch die Hälfte der verbliebenen Musiker der Handtuch warf. Dank positiven Zuspruchs seitens der Fangemeinde fanden Frontmann Seifert und Bassist Göttlich jedoch den Willen, weiter zu machen, stellten eine neue Truppe zusammen und so ist mit „Arminius: Furor Teutonicus“ endlich das nächste Album der Band zu haben.

Seit ihren letzten drei Alben, welche passenderweise den Beinamen „History Of The Vikings“ trugen und die eine mehr oder weniger vollkommene Abhandlung über das Leben und Streben der ollen Wikinger darstellten, sind REBELLION ja für ebenso historisch akkurate wie umfangreiche Mammutwerke bekannt. Ihre neue Platte dreht sich bei einer knappen Stunde Spielzeit in ähnlichem Umfang darum, wie sich Cherusker-Raufbold Arminius mit dem römischen Feldherrn Varus kloppte. So findet auch „Arminius: Furor Teutonicus“ nach einem ruhigen Intro mit dem Stampfer „Rest In Peace“ einen wenig prägnanten aber dafür umso epischeren Einstieg – astrale Chöre inbegriffen. Der somit anfänglich erweckte Schein trügt jedoch, denn das Album nimmt sodann ordentlich Fahrt auf: Das folgende „Ala Germanica“ sowie „Prince Of The Cheruscer“ und „Dusk Awaiting Dawn“ legen schon eher nahe, dass die Truppe einst vom ehemaligen GRAVE DIGGER-Gitarristen Uwe Lulis mitbegründet wurde, denn obwohl der Mann inzwischen nicht mehr mitmischt rufen hier sowohl das einschlägige Riffing als auch der charakteristische Gesang von Frontmann Michael Seifert sofort Alben wie „Tunes Of War“ und „Knights Of The Cross“ ins Gedächtnis. Überhaupt geben REBELLION nach dem etwas verhaltenen Opener gehörig Gas und fahren mit „Breeding Hate“, „The Clans United“ und „The Ghost Of Freedom“ oder auch dem Titeltrack durchaus amtliche Brecher auf. Die ab und an eingeflochtenen Sprachsamples, die wohl für die entsprechende Atmosphäre eines Historienschinkens sorgen sollen, können dabei bisweilen nerven und erweisen sich so als eher kontraproduktiv, kommen aber auch nicht allzu häufig vor. Wie im Vorangegangenen schon angedeutet tat der Wechsel in der Saitenfraktion der Truppe also keinen Abbruch, denn REBELLION verstehen es nach wie vor in erster Linie mit authentisch teutonischem Riffing zu punkten und so ist sich die Truppe trotz Neubesetzung auch auf „Arminius: Furor Teutonicus“ weitgehend treu geblieben. Somit haben REBELLION nach Überwindung ihrer personellen Schwierigkeiten ein hochanständiges Metal-Album teutonischer Tradition geschaffen, dass vielleicht im Direktvergleich mit dem „großen Bruder“ GRAVE DIGGER etwas an Glanz verliert, alles in allem aber eine wieder erstarkte Band mit viel Spielfreude zeigt.

REBELLION waren aus offensichtlichen Gründen schon immer im Dunstkreis von GRAVE DIGGER zu suchen und Vergleiche drängen sich da unumgänglich auf – an die wirklich starken Alben letzterer wird die Truppe zwar niemals heranreichen, aber dennoch: Auch die wieder erstarkten REBELLION leisten mit „Arminius: Furor Teutonicus“ einen entscheidenden Beitrag dazu, dass 2012 ein ziemlich gutes Jahr für den Metal nach teutonischen Rezept ist.

Trackliste:
01. Rest In Peace
02. Ala Germanica
03. Prince Of The Cheruscer
04. Dusk Awaiting Dawn
05. Breeding Hate
06. The Seeress' Tower
07. Varus
08. The Tribes United
09. Ghost Of Freedom
10. Furor Teutonicus
11. Vae Victis
12. Requiem
Spielzeit: 00:59:29

Line-Up:
Michael Seifert – Vocals
Oliver Geibig – Guitar
Stephan Karut – Guitar
Tomi Göttlich – Bass
Matthias Karle – Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
27.10.2012 | 01:36
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