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Cover von Resurrecturis -- Non Voglio Morire
Band: Resurrecturis Homepage Resurrecturis bei MySpace.com Metalnews nach 'Resurrecturis' durchsuchenResurrecturis
Album:Non Voglio Morire
Genre:Death Metal
Label:Casket Music
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:15.05.09
Share:

"Ambitionierter Anlauf"

Man kann nicht wirklich behaupten, dass die italienischen Death Metal-Allrounder RESURRECTURIS um Geisteskind Carlos Strappa zügig arbeiten. Nachdem das Debüt "Nocturnal" 1998 erschien, folgte der recht starke Zweitling "The Cucoo Clocks From Hell" erst 2004. Weitere fünf Jahre später nun das dritte Album "Non Voglio Morire" [was soviel heißt wie "Ich möchte nicht sterben"] am Start. Nachdem "Cucoo Clocks From Hell" in Eigenregie veröffentlicht werden musste, hat sich dieses mal mit dem britischen Casket-Label eine Plattenfirma gefunden, die das schicke, serienmäßig im Digipak mit Bonus-DVD [mit dem Videoclip zu "The Fracture", ein Making Of und dem Gig vom "Fuck The Commerce"-Festival] kommende Werk in die Regale wuchtet.

Zurecht, denn "Non Voglio Morire" ist wie auch schon der Vorgänger ein recht interessantes Album geworden, das sicherlich mehr Aufmerksamkeit verdient, als der Band bisher zuteil geworden ist. Die Basis des Sounds ist seit jeher grindig-angehauchter Death Metal, aber RESURRECTURIS sind um keinen Stiltwist verlegen. Die Band wildert immer wieder in den ewigen Jagdgründen und kommt mit teilweise recht merkwürdigen Kadavern zurück. So gibt es mit "Calling Our Names" eine recht gelungene "Halbballade", die nicht nur hauptsächlich auf cleanen Gesang gesetzt, sondern auch mit einer unselbstverständlichen Selbstverständlichkeit unkitschigen Frauengesang integriert. Irgendwie erinnert das Ganze im ersten Drittel dezent an METALLICA. Sowieso hat sich auf "Non Voglio Morire" ein latenter Mid Tempo-Thrash-Touch eingeschlichen, der RESURRECTURIS ganz gut zu Gesicht steht, dem Album aber immer wieder die Energie nimmt. Sehr gelungen wiederum ist der kurze Grunge-Moment, der auch auf der letzten ALICE IN CHAINS-Scheibe hätte stehen können. Das Album ist übrigens der erste Teil einer autobiographischen Geschichte, die sich Carlos Strappa "ausgedacht" hat: Es geht im einen wilden Teenager, der sich eine Gitarre schnappt und versucht seinen künstlerischen Gedanken Ausdruck zu verleihen und so weiter. Wer's braucht kann sich gerne einlesen, aber wirklich nötig wäre das nicht gewesen. Auch ein paar Songs hätten sich RESURRECTURIS klemmen können, denn die Scheibe ist letztlich ein wenig zu lang geraten [trotz relativ kurzer Songs], was leider immer wieder zum skippen einlädt. Und somit auch die Story entzweit.

"Non Voglio Morire" ist auf jeden Fall ein interessantes Album geworden, das allerdings qualitativ noch nicht ganz im Metaloberhaus mitspielen kann. Dafür müssten RESURRECTRIS vielleicht noch die ein oder andere songwriterische Schippe drauflegen und die längeren Songs etwas straffen, bzw. trotz stilistischer Vielfalt spannender gestalten. Trotzdem sollte man "Non Voglio Morire" anchecken, was einem auch sehr leicht gemacht wird: Auf der Homepage von RESURRECTRIS gibt den gesamten Backkatalog inklusive dieser Scheibe zum freien Download. Das ist Service.

Trackliste:
01. The Origin
02. Prologue
03. Fuck Face
04. Corpses Forever
05. The Artist
06. Save My Anger
07. Calling Our Names
08. After The Show
09. The Fracture
10. Away From The Flock
11. Where Shall I Go From Here?
12. Walk Through Fire
13. In Retrospective
Spielzeit: 00:49:32

Line-Up:
Janos Murri - Vocals, Guitars
Carlos Strappa - Guitars
Manuel Coccia - Bass
Alessandro Vagnoni - Drums
Michael Siegl [nnnon] | 21.07.2009 | 22:45

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