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Band: Retard Slave Homepage  Metalnews nach 'Retard Slave' durchsuchenRetard Slave
Album:A Home For Horseborg/HD209458b
Genre:Avantgarde, Folk, Psychedelic
Label:Flying Midget Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:01.01.08
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"Des Wahnsinns nackter Gitarrenkofferträger!"

Namedropping und Eigenwerbung sind oft Anlass für genervtes Kopfschütteln, schon klar. Auch nicht ganz zu Unrecht, denn langweilige Scheiben werden halt einfach nicht besser, wenn man irgendeiner Rockgröße einen Gastauftritt abtrotzt, den sie aus Gründend der Fan-Nähe oder akuter Whiskeydemenz nicht vehement genug abgelehnt hat.

Zugeben muss ich es allerdings: Wenn RETARD SLAVE nicht eines der diversen Projekte von Steve Hammond wären, dessen LEECHES OF LORE mich zumindest mit dem Irrsinn der ersten Scheibe schwer beindruckt haben, hätte ich mir dieses Album mit Sicherheit nicht angehört. „A Home For Horseborg/HD209458b“ zerfällt in zwei Teile. Beide davon lassen wiederholt die Frage unter den Nägeln brennen, was zum Teufel eigentlich mit Steve Hammond los ist. Oder war, denn streng genommen handelt es sich hier um einen relativ alten Schinken. RETARD SLAVE in gängige Genres zu pressen ist keine leichte Aufgabe. „Cold Darkness“ beginnt den Reigen mit gutgelauntem, irgendwie albern klingendem Country. Das folgende „What It Takes To Kill“ bietet dagegen dunkel daherschleichenden Americana-Sound auf Grundlage einiger simpler, aber sehr gut verarbeiteter Ideen. „The Creation And Subsequent Revolt Of Horseborg“ startet ebenfalls als flottes Countrystück, lässt jedoch schon durch den kryptischen Science-Fiction-Text aufhorchen. Das heißt, solange man nicht damit beschäftigt ist, sich über die in das einfache Hoppel-Gerüst liebevoll eingeflochtenen, zugleich komplexen und mit großartigem Gespür ins lächerliche übertriebenen schmalzigen Gitarrenlicks kaputtzulachen. Spätestens wenn sich der Song noch ein paar Metalriffs einverleibt, Hammonds hoher Gesang im Hintergrund noch zu Chören gedoppelt wird und das ganze letztlich in Stolperbeats und greulichem Wabersynthie verreckt, muss jedem von euch klar sein, wie er zu RETARD SLAVE steht. Außer Abfeiern und Abkotzen gibt es eigentlich keine Möglichkeit, mit „A Home For Horseborg/HD209458b“ umzugehen. Das klingt für die offenbar einem abstrusen Konzept folgende „A Home For Horseborg“-Hälfte ebenso, wie für den „HD209458b“-Teil, der mit seinen zwei 16 und 18 Minuten langen Stücken wirkt, als hätten die BEATLES unter schwerstem Pilzeinfluss den Soundtrack zu einer Conan-Verfilmung geschrieben, die auf einer Nervenheilanstalt im Weltraum spielt.

Ich kenne Steve Hammond nicht persönlich. Einerseits schade. Andererseits vielleicht auch gut so. Wer weiß, womöglich lässt der Typ seinen ganzen Witz in der Musik und ist ansonsten ein langweiliges Arschloch. Könnte ja sein, oder? Wie dem auch sei: „A Home For Horseborg/HD209458b“ ist ein herrlich debiles Stück Musik, das einfach gewürdigt gehört. Von radiotauglich bis nahezu unhörbar ist alles dabei – und alles ergibt irgendwie Sinn. Zumindest im Kontext von RETARD SLAVE, was zugleich alles und überhaupt gar nichts bedeutet.


Trackliste:
01. Cold Darkness
02. What it takes to kill
03. The Creation and Subsequent Revolt of Horseborg
04. Hold On
05. Desert at Night
06. Daybreak on the Mesa
07. Billions of Miles
08. Escape From?
09. Frozen Bones
10. Cruisin'
11. A New Home
12. HD209458b Part 1
13. HD209458b Part 2
Spielzeit: 01:12:37

Line-Up:
Steve Hammond -Gitarre, Gesang, Programmierung
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
08.03.2013 | 21:51
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