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Cover von Revocation -- Deathless
Band: Revocation Homepage  Metalnews nach 'Revocation' durchsuchenRevocation
Album:Deathless
Genre:Technischer Death Metal, Thrash Metal
Label:Metal Blade Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:10.10.14
CD kaufen:'Revocation - Deathless' bei amazon.de kaufen
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"Süßes und Saures"

Dass REVOCATION eine der derzeit vielversprechendsten Gruppen des modernen Thrashs ist, beweist der fließende Übergang von Relapse zu Metalblade, die sich nur wenige Monate nach einem selbstbetitelten Album über ein Labeldebüt freuen können. Auch Fans haben keinen Grund skeptisch zu sein, denn auch wenn die vier US-Amerikaner geringe Wartezeiten zwischen Veröffentlichungen haben, leidet die Musik darunter überhaupt nicht. Bisher hatte jedes Album seine eigene Note und man konnte sich stets auf Qualität und Konsistenz verlassen.

Alles was die Band ausmacht, wird auch einmal mehr auf "Deathless" dargeboten, denn das Grundrezept wird beibehalten: Verspielte und technische Riffs treffen auf gegrölte Hooks. Während letztere noch hin und wieder an Bands wie SANCTITY erinnerten, fallen einem auf der neuen Platte eher Bands wie MASTODON ein, wenn REVOCATION ihre prügelnden Songs mit Refrains bespickt. Eine ungewöhnliche Neuerung, die aber auch die Offensichtlichste sein dürfte, denn wie bereits erwähnt kommt hier jeder auf seine Kosten, der auch schon die letzten vier Outputs feierte.
Wir haben auf dem Vorgänger erlebt, wie beflügelt und beschwingt die Band klingen kann, was diesmal zugunsten eines harscheren Sounds abgelegt wird. Man wurde schon immer in die Grauzone zwischen Thrash und Death gepackt und es wird auf den neuen Songs deutlich, dass man sich nach wie vor als Hybrid sieht: Vocals bewegen sich vermehrt im Growl-Bereich und auch schleppendere Passagen verleihen der Musik eine bedrohlichere Note.
Das Liebäugeln mit Horrorthemen passt natürlich gut in die Halloween-Zeit und wird nicht zuletzt vom Cover ausdrücklich unterstrichen. Der generelle Vibe, den "Deathless" versprüht erinnert entfernt an legendäre Werke KING DIAMONDs, lediglich mit einem neueren Anstrich. Eine klare Narrative wie beim King kann zwar nicht ausgemacht werden, aber dass sich die Songs hier, wie noch auf keinem Album von REVOCATION zuvor, viel mit Tod und Sterblichkeit beschäftigen, wird passend von den Todesmetall-lastigeren Strukturen begleitet, die nach wie vor die typischen REVOCATION-Leads aufweisen.
Als kleines Highlight würde ich "Apex" anbringen, welches sich, wie bei der Band üblich, eher auf dem hinteren Teil der Platte befindet und in einem fünfminutigen Mix die Essenz von "Deathless" zusammenträgt. Interessant ist auch, dass dieser Track vollkommen gesanglos funktioniert und erneut die Leistung der ganzen Band unterstreicht, denn ein Instrument spielt jeder von ihnen, inklusive der beiden Sänger. Auch der Rausschmeißer "Witch Trials" besticht mit knackigem Songwriting, was leider bei manchen Songs nicht ausgefeilt genug war, so dass man seine Zeit braucht, bis man die Tracks voneinander unterscheiden kann.

Ein Album, das zwar nicht überrascht, aber unterhält, auch wenn es dabei hier und da nicht komplett beweisen kann, welche Finesse in dem Thrash-Vierer steckt. Verpackt in einem Grusel-Korsett ist "Deathless" für kurzweilige Stunden empfohlen, weicht aber nicht groß von der REVOCATION-Formel ab und reiht sich daher nahtlos, vielleicht auch ein wenig unscheinbar, in die nichtsdestotrotz solide Diskografie ein.

Trackliste:
01. A Debt Owed To The Grave
02. Deathless
03. Labyrinth Of Eyes
04. Madness Opus
05. Scorched Earth Policy
06. The Blackest Reaches
07. The Fix
08. United In Helotry
09. Apex
10. Witch Trials
Spielzeit: 00:48:20

Line-Up:
Phil Dubois-Coyne - Drums
David Davidson - Guitars, Lead Vocals
Dan Gargiulo - Guitars, Backing Vocals
Brett Bamberger - Bass, Backing Vocals
Daud Bosharat [Hati]
19.10.2014 | 22:20
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