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Cover von Rex Brown -- Smoke On This...
Band: Rex Brown bei Facebook Metalnews nach 'Rex Brown' durchsuchenRex Brown
Album:Smoke On This...
Genre:Blues / Bluesrock, Southern Rock
Label:SPV
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:28.07.17
CD kaufen:'Rex Brown - Smoke On This...' bei amazon.de kaufen
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"Tief einatmen!"

REX BROWN, in seinen frühesten Anfangstagen übrigens noch unter dem Pseudonym Rex Rocker unterwegs, dürfte den meisten Metalfans als Bassist der Groove Metal-Götter PANTERA bekannt sein. Inzwischen greift der Mann u.a. bei KILL DEVIL HILL in die Saiten und spielte auch mit den Herren von DOWN etliche Platten ein - kurz: Seine Karriere umfasst so manche renommierte Station. Unter eigenem Namen veröffentlicht REX BROWN nun sein erstes Solo-Album, das auf den coolen Titel „Smoke On This...“ hört und einen lautstarken Einblick in den Vergangenheit des Bassers erlaubt.

Auf „Smoke On This...“ begibt sich Mr. Brown auf Ursachenforschung und rockt sich einmal quer durch seine musikalischen Wurzeln. Songs wie der kernige Eröffnungstitel „Lone Rider“ oder auch „So Into You“ und „Best Of Me“ bieten dabei Riffs so rau wie Lungenzüge und legen dank ihres deutlichen Südstaaten-Anstrichs nahe, dass REX BROWN in seiner Jugend viel LYNYRD SKYNYRD gehört haben muss. Weil hier allerdings ziemlich authentisch und geradeheraus abgerockt wird, machen diese Nummern durchaus großen Spaß. Wer nun glaubt, Herr Brown würde hier lediglich ein weiteres Southern Rock-Album für all jene abliefern, denen die Wartezeit bis zum nächsten BLACK STONE CHERRY-Output zu lang ist, befindet sich jedoch auf dem Holzweg: Erstens agiert REX BROWN auf „Smoke On This...“ weitaus mehr an den goldenen 70ern orientiert als die Burschen aus Kentucky – siehe etwa das groovende „Crossing Lines“ [inklusive arschcooler Hammond-Orgel] - und zweitens steckt in dieser Platte viel mehr als „nur“ breitbeiniger Südstaaten-Rock. So gibt es in „Buried Alive“ oder „One Of These Days“ etwa massive Blues-Schlagseite und das gefühlvolle „Fault Line“ ist gar eine waschechte Bluegrass-Nummer – klingt beides ein bisschen so, als würden sich LYNYRD SKYNYRD und GUNS N ROSES auf eine Flasche Whisky treffen. Als wäre das noch nicht genug der Abwechslung, baut REX BROWN dann mit dem hippiemäßigen weil von Sitar-Klängen getragenen „Get Yourself Alright“ noch trippige Klangwelten auf und in „Grace“ wird es gar leichtfüßig-funky. Letzteres zwar mit etwas unpassendem Gesang, aber dennoch handelt es sich hier um einen ebenso coolen wie mutigen Einfall. Es zeigt sich also, dass „Smoke On This...“ ein reichlich abwechslungsreiches Album geworden ist, das die verschiedenen musikalischen Facetten des Mr. Brown in sich vereint und somit viel zu Entdecken bietet. Größtenteils agiert REX BROWN dabei im cool dahingroovenden Midtempo-Bereich, was irgendwo natürlich auch in der Natur der Sache liegt und obendrein noch lange nicht bedeutet, dass es sich bei diesem Album um gedämpfte Katermusik im Stile von BLACK LABEL SOCIETYs „Hangover Music“ handeln würde. Nicht zuletzt dank wuchtiger Produktion bietet „Smoke On This...“ einiges an Durschlagskraft, weshalb die zahlreichen Stampf-Riffs dieser Platte direkt in den Taktfuß und nicht selten auch ins Genick fahren.

REX BROWN ist ein erfahrener Musiker und diese Erfahrung ist auf „Smoke On This...“ in jeder Note hör- und spürbar. Für die PANTERA-Nachlassverwaltung gibt es HELLYEAH, Rex Brown hingegen musiziert gänzlich außerhalb des Schattens der Könige des Groove Metal und hat hier ein verdammt ehrliches Blues- und Hard Rock-Album abgeliefert, dass die musikalischen Wurzeln des Mannes offenlegt – dass da Vergleiche mit den Großen der Musikgeschichte nicht ausbleiben, ist unumgänglich, aber gerade dank dieser Verbeugung macht „Smoke On This...“ ja solchen Spaß.

Trackliste:
01. Lone Rider
02. Crossing Lines
03. Buried Alive
04. Train Song
05. Get Yourself Alright
06. Fault Line
07. What Comes Around
08. Grace
09. So Into You
10. Best Of Me
11. One Of These Days
Spielzeit: 00:47:21

Line-Up:
Rex Brown - Vocals, Guitar, Bass
Lance Harvill - Guitar
Christopher Williams - Drums

Gastmusiker:

Peter Keys - Keyboard
Thomas Meyns [Metalviech]
03.08.2017 | 14:51
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