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CD Review: Rhapsody - Live in Canada 2005 - The Dark Secret

Rhapsody
Live in Canada 2005 - The Dark Secret


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Cover von Rhapsody -- Symphony Of Enchanted Lands II - The Dark Secret
Band: Rhapsody Homepage  Metalnews nach 'Rhapsody' durchsuchenRhapsody
Album:Symphony Of Enchanted Lands II - The Dark Secret
Genre:Melodic Speed Metal, NwobHM, Teutonic Metal, US-Metal
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:27.09.04
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Ich bin kein Fan von RHAPSODY. Bisher hätte es auch kein Album der Band geschafft, von mir eine einigermaßen hohe Bewertung zu bekommen. Aber was die Truppe um Luca Turilli mit „Symphony Of Enchanted Lands II – The Dark Secret“ abgeliefert hat, verdient wahrlich Beachtung! Epischer Tiefgang, kombiniert mit virtuoser Inszenierung kreieren hier quasi das musikalische Pendant zu Tolkiens „Herr Der Ringe“. Obschon Fabio Liones Gesang immer noch stark gewöhnungsbedürftig klingt und die Soli nach wie vor in barockem Operettenstil geschrieben sind, eröffnen sich neue Perspektiven. Das neue Werk, ein Epos um den ewigen Widerstreit zwischen Gut und Böse, bindet nun auch verstärkt neoklassische Einflüsse und mittelalterliche Folklore mit ein. Trotz daß der thematische Kontext nach wie vor sehr plakative Fantasieklischees bedient, respektive der guten alten D’n D Romantik, scheint der Melodicspeed erwachsen zu werden.

Ausgereift sind die Songideen, bombastisch, aber erfrischend unpathetisch verzichtet man auf übermäßiges Keyboard- und Gitarrengefrickel, was eindeutig der Atmosphäre zugute kommt. Die zwölf Tracks sind sehr abwechslungsreich gestaltet, wenige Speedparts und viel melancholisches werden von zweistimmigen Chorälen und gesprochenen Passagen ergänzt; hier zeichnet Christopher Lee verantwortlich, der berühmte britische Film- und Theaterkünstler! Seine Stimme dürfte den meisten von euch auch tatsächlich schon aus „Lord Of The Rings“ bekannt sein. In der Tat ist die gesprochene Einleitung des Titels „Sacred Power Of Raging Winds“ aus „The Fellowship“ entlehnt. Dennoch will man die ausgetretenen Pfade noch nicht wirklich verlassen. Zu schablonenhaft ist das Verständnis von Gut/Böse, zu unfacettiert die textlichen Charaktere.

Auch musikalisch greifen teilweise noch die alten Strukturen, die allerdings viele Fans der Band mögen. „The Last Angel’s Call“ beispielsweise ist eine typische Melodicspeed- Uptempohymne, die nur altbewährtes bietet. Da jedoch nur manches auf dem Album in diese Richtung geht, ist der Fortschritt bemerkbar! RHAPSODY wird somit langfristig die Chance wohl nicht verwehrt bleiben, in die Gefilde der ernsthaften Musik vorzudringen.

Trackliste:
01. The Dark Secret
02. Unholy Warcry
03. Never Forgotten Heroes
04. Elgard's Green Valleys
05. The Magic Of The Wizard's Dream
06. Erian's Mystical Rhymes
07. The Last Angel's Call
08. Dragonland's River
09. Sacred Power Of Raging Winds
10. Guardiani
11. Shadows Of Death
12. Nightfall On The Grey Mountains







Michael Quien [AirRaids]
07.11.2004 | 18:30
Kommentare
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