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Cover von Riefenstahl -- Seelenschmerz
Band: Riefenstahl Homepage  Metalnews nach 'Riefenstahl' durchsuchenRiefenstahl
Album:Seelenschmerz
Genre:Modern Metal, Rock
Label:Loyworld Records
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:17.05.05
CD kaufen:'Riefenstahl - Seelenschmerz' bei amazon.de kaufen
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"Auf den Spuren von Rammstein und Co?"

Der Begriff der „Neuen deutschen Härte“ ist vorsichtig formuliert etwas schwammig. Jeder behauptet zu wissen, was es genau ist, aber nennt dann Bands, die ich so gar nicht vergleichen würde, mal von der Sprache abgesehen. Wie dem auch sei, ist es etwas härter und auf Deutsch, scheint es dem Kriterium zu entsprechen, und so könnte man auch die vier ambitionierten Jungs von RIEFENSTAHL grob in diese Schublade packen, so man das denn möchte.

Auf ihrem Erstling „Seelenschmerz“ findet man harte Gitarrenmusik, die durchaus mit mitreißenden Riffs aufwartet und einem kraftvoll gespielte, wenn auch einfache Melodien um die Ohren schlägt. Generell im unteren Midtempo gelegen, kommen die eingestreuten Leads echt gut und der starke Bass hält das Gefüge sehr gut beieinander, wobei mir die teilweise sehr einfallsreichen Basslinien ein echter Ohrenschmaus sind.
Die Songs leben häufig von der gelungenen Mischung aus Härte an der richtigen Stelle und ruhigeren Akustikpassagen, die den Stimmungsaufbau der Stücke unterstützen.
Das fällt z.B. bei „Seelenschmerz“ und„1001 Nacht“ auf und auch bei dem balladesken „Ich will dich nicht mehr“ hat man seine wahre Freude daran.
Zusammen mit den elektronischen Komponenten, die von ein paar Keyboardsounds mal abgesehen eher hintergründig eingebaut sind, ergibt das einen wirklich guten Instrumentalsound.

Nun lebt diese Art Musik aber nicht nur von den Instrumenten sondern auch vom Gesang. Und hier wird es weniger überzeugend. So hundertprozentig kann ich mich mit der Stimme einfach nicht anfreunden. Dazu kommt eine gewisse Tendenz in so was wie Sprechgesang zu verfallen, die nicht unbedingt zuträglich ist. Und dabei gibt es textlich so einiges aufzunehmen, von Herzschmerz, über derbe Sozialkritik, eigentlich alles was man braucht. (Wenn bei „Was wäre wenn“ auch etwas übers Ziel hinausgeschossen wird, beim Thema Todesstrafe wäre ich etwas vorsichtiger, so gut ich die Motivation Kindesmissbrauch auch verstehen kann)
Das gipfelt bei „Eiszeit“ in den Reimen eines Gast-Rappers, bei denen es mir ehrlichgesagt die Zehennägel hochrollt. Bei „Erhör meine Worte“ gibt es dann auch noch Oli P.-verdächtiges Geschwafel. Zusammen mit dem eigentlich ganz tollen Refrain glaubt man schon an eine sabotierte Soundcollage. Das geht gar nicht und bringt Abzüge in der B-Note. Vor allem, da der Gesang bei den Shouting-Einlagen und verzweifelten Ausbrüchen deutlich mehr Spaß macht.
Pluspunkte sammelt das Quartet aber wieder gewaltig mit „So wie ich“, denn wie von Zauberhand stimmt da dann wieder alles, Gesang, Instrumente und die bombastische Stimmung. Da geht’s doch! Hammersong!

Wer sich mit Musik irgendwo in der Schnittmenge aus RAMMSTEIN, OOMPH oder auch SCHOCK anfreunden kann, sollte ruhig mal ein Ohr riskieren.

Trackliste:
01. Ist es?
02. Seelenschmerz
03. Eiszeit
04. Fremdes Land
05. Was wäre wenn
06. Nichts
07. Dunkle Zeit
08. 1001 Nacht
09. Ich will dich nicht mehr
10. Erhör meine Worte
11. So wie ich


Marco Cardoso [Mr.Vandemar]
11.07.2005 | 13:49
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