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Cover von Ring Of Fire -- Battle Of Leningrad
Band:  Metalnews nach 'Ring Of Fire' durchsuchenRing Of Fire
Album:Battle Of Leningrad
Genre:Melodic Metal
Label:Frontiers Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:24.01.13
CD kaufen:'Ring Of Fire - Battle Of Leningrad' bei amazon.de kaufen
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"Supergroup mit Meterware"

Mit RING OF FIRE schleicht sich wieder mal eine Art „Supergroup“ von hinten an: Musiker wie Sänger Mark Boals oder Bassist Timo Tolkki und Gitarrist Tony MacAlpine sind allesamt große Namen in der Melodic Metal-Szene – umso überraschender, dass die Truppe bereits drei Alben auf dem Kerbholz hat. Mit „The Battle Of Leningrad“ präsentieren die Herren das nächste Album ihres Gemeinschaftsprojektes und widmen sich einem historisch relevantem Thema.

Es erscheint schon etwas seltsam, ein traditionelles Heavy Metal-Album über die Schlacht von Leningrad zu schreiben, zumal solcherlei Themen sich normalerweise im Thrash- oder Death Meta wiederfinden. Möglich ist das alledings durchaus, wie RING OF FIRE anhand von "The Battle Of Leningrad" demonstrieren. Wenn man mit Mark Boals einen Sänger verpflichtet, der sich mit seiner Arbeit bei YNGWIE MALMSTEEN und seit geraumer Zeit IRON MASK einen gewissen Namen gemacht hat, dann ist es klar, dass die stilistische Ausrichtung auch irgendwie in diese Richtung gehen muss. Flitzefinger Tony MacAlpine - ebenfalls kein Unbekannter im Melodic Metal - zeigt mit Nummern wie "They're Calling Your Name" oder "Where Angels Play" und "No Way Out" auch eindrucksvoll, dass er entsprechend neo-klassisch geschult ist und auch Timo Tolkki [Ex-STRATOVARIUS] versucht sich sicher nicht zum ersten Mal an melodischer Rockmusik, weshalb sich bei RING OF FIRE offenbar alle Beteiligten in ihrer Wohlfühlzohne befinden. Die Marschrichtung geben auf "The Battle Of Leningrad" also klassiche Melodic Metal-Riffs in Verbindung mit stets präsenten Keyboards vor, was dann natürlich an die sonstigen Beschäftigungsfelder der einzelnen Musiker erinnert. Bei einer so hochwertigen Besetzung möchte man natürliche einiges erwarten und über weite Strecken funktioniert das auch ganz gut: Mark Boals ist ein begandeter Sänger, der mit seiner Stimme stets Gänsehaut zu erzeugen weiß und Mr. MacAlpine versteht sich auf explosives Gitarrenspiel, weshalb Fans anspruchsvoller Rockmusik hier aus technischer sicht viel geboten wird. Für das Songwriting und auch die Songstige Aufmachung von "The Battle Of Leningrad" gilt das leider nicht. RING OF FIRE kredenzen ihrer Hörerschaft hier größtenteils gesichtslose Melodic Metal-Versatzstücke, die zwar wie angesprochen alles haben, was derlei Musik formal benötigt, aber nur in den seltensten Fällen auch mitreißen können - so z.B. die Halbballade "Land Of Frozen Tears". Alles, was hier passiert, hat etwa YNGWIE MALMSTEEN zu seiner Hochphase ungleich besser gemacht, IRON MASK können das heute noch besser und auch die stilbildenden Alben aus dem Hause STRATOVARIUS übertreffen "The Battle Of Leningrad" um Längen. Kurz: RING OF FIRE braucht eigentlich kein Mensch. Das heißt nicht, dass Genre-Puristen hier nicht doch kruzfristig unterhalten werden, aber auch jenen dürfte recht schnell auffallen, dass dieses Album höchstens für den "kleinen Hunger" taugt. Dass RING OF FIRE sich hier obendrein eine gar seelenlose Plastik-Produktion mit künstlichem Gitarrensound und noch künstlicheren Kaufhaus-Keyboards geleistet haben, verbessert die Dinge da auch nicht.

Wir lernen: Große Namen schaffen nicht immer auch große Alben. Wer wissen möchte, warum die an RING OF FIRE mitwirkenden Musiker einen solch guten Ruf in ihrem jeweiligen Fach genießen, hört sich am besten die Bands an, mit denen sie jenen erlangen konnten, denn "The Battle Of Leningrad" ist eher Meterware. Ein oder zwei große Momente sind allerdings auch hier zu finden, weshalb absolute Hardcore-Fans auch hier mal ein Ohr riskieren dürfen.

Trackliste:
01. Mother Russia
02. They're Calling Your Name
03. Empire
04. Land Of Frozen Tears
05. Firewind
06. Where Angels Play
07. Battle Of Leningrad
08. No Way Out
09. Our World
10. Rain
Spielzeit: 00:52:20

Line-Up:
Mark Boals - Vocals
Tony MacAlpine - Guitar
Timo Tolkki - Bass
Vitalij Kuprij - Keyboard
Jami Huovinen - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
23.02.2014 | 20:57
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