.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Mehr aus den Genres
CD Review: Since The Flood - No Compromise

Since The Flood
No Compromise


Hardcore
6 von 7 Punkten
"Dickes Brett, ohne Komromisse"
CD Review: On Broken Wings - Going Down

On Broken Wings
Going Down


Hardcore, Metalcore
2 von 7 Punkten
"Geh unter, aber geh!"
CD Review: Disfear - Live The Storm

Disfear
Live The Storm


Grindcore, Hardcore, Punk
6 von 7 Punkten
"Guter, freundlicher, gewalttätiger Spaß!"
CD Review: Hatebreed - Hatebreed

Hatebreed
Hatebreed


Hardcore, Metalcore
5 von 7 Punkten
"Immer mal was Neues!"
CD Review: Since The Flood - Valor And Vengeance

Since The Flood
Valor And Vengeance


Hardcore
6 von 7 Punkten
"Voll in die Fresse"
CD Review: Spectral Haze - I.E.V.: Transmutated Nebula Remains

Spectral Haze
I.E.V.: Transmutated Nebula Remains


Psychedelic, Rock
4.5 von 7 Punkten
"Stoff für echte Psychedeliker"
CD Review: Ne Obliviscaris - Citadel

Ne Obliviscaris
Citadel


Death Metal, Progressive
5 von 7 Punkten
"Insgesamt gereift"
CD Review: Necrophagia - WhiteWorm Cathedral

Necrophagia
WhiteWorm Cathedral


Death Metal
5 von 7 Punkten
"Unterhaltsam"
CD Review: Eschaton - Isolated Intelligence

Eschaton
Isolated Intelligence


Black Metal
6 von 7 Punkten
"Wer tief gräbt, findet Gold!"
CD Review: Arcturon - Expect Us [EP]

Arcturon
Expect Us [EP]


Melodic Death Metal
5.5 von 7 Punkten
"Schweizer Schweden"
Cover von Rise And Fall -- Into Oblivion
Band: Rise And Fall Homepage  Metalnews nach 'Rise And Fall' durchsuchenRise And Fall
Album:Into Oblivion
Genre:Hardcore
Label:Reflections Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:20.01.06
CD kaufen:'Rise And Fall - Into Oblivion' bei amazon.de kaufen
Share:

"Mächtig angepisste Belgier"

In der kriegerischen Vergangenheit hat Belgien verstärkt durch seine Neutralität von sich reden gemacht – mit dem neuesten Hassklumpen des Genter Quartetts RISE AND FALL dürfte es damit nun aber endgültig vorbei sein, fährt man doch die gleichen Geschütze auf, wie die große Besetzermacht aus Übersee höchstselbst.

Als Punkmetal bezeichnen RISE AND FALL ihren Stil und geben somit gleich die Richtung vor, die man auf “Into Oblivion” von allen Seiten in die Fresse geballert bekommt: straighten, thrashigen und metallischen Cleveland Hardcore mit einer deutlichen Vorliebe für die Szenepioniere RINGWORM, versehen mit einigen Oldschool-NYHC-Reminiszenzen an die legendären CRO-MAGS (und Harley Flanagans späterer Kapelle HARLEY'S WAR) sowie einer Portion Crust-Punk Marke DOOM - fertig ist das Brett, welches in seiner hemmungslosen und ungebremsten Wut amerikanischer klingt, als eine Vielzahl der mir bekannten HC-Bands aus dem schönen Europa. Damit der direkte Weg von der Faust ins verbeulte Gesicht aber nicht alles ist, was die Belgier zu bieten haben, halten mitunter auch verstörendere und düstere Soundpassagen Einzug, die in ihrer morbide drückenden Stimmung sogar leichte NEUROSIS-Züge tragen (besonders „The Noose“, „Stakes Is High“ sowie das schleppende, instrumentale Schlussstück „Ruins“), und werten die ansonsten durchweg ultradreckigen und meist zwischen Mid- und unterem Uptempo vor sich hinwütenden Tracks durch langsamere Einschübe auf, die Frontmann Bjorns unheimlich angepisst herausgebrüllte Aggression und seinen Hass auf die verlogene, feige und konforme Gesellschaft auf subtilere Weise, aber nicht weniger intensiv transportieren. Lyrisch hält man sich also an den gleichen Themen fest, die man schon von 500 anderen Bands kennt, nur meinen’s die Belgier ernst und bringen es auch ebenso rüber.
Dem Track „The Void“ verlieh REPROACHs Stijn Vanchaze als Gastmusiker seine Stimme und liefert sich auf selbigem einige wüste Shoutduelle mit Bjorn, was auch bereits die einzige Form von „Gangshouts“ auf dem Album darstellt, da diese zwischen dem Frontmann und seiner Hintermannschaft schlichtweg nicht stattfinden (auffällig gerade bei einem Track wie „Into Oblivion“, das Highlight der Scheibe, dessen übelst wuchtig grooviger Refrain geradezu für Gangshouts prädestiniert wäre). Tut der Stimmung wirklich keinen Abbruch, sei aber als Verhaltensauffälligkeit durchaus erwähnt.
Mit durchschnittlich zweieinhalb Minuten sind die Songs auf „Into Oblivion“ nach wie vor gewohnt kurz und das Riffing Hardcore-typisch zwar wenig abwechslungsreich und erst recht nicht innovativ, dafür aber umso räudiger und härter, durchsetzt mit ultraschweren Breakdowns und Moshparts, kurzen, aber wirklich gutklassigen Soli und mitunter beeindruckenden Läufen der Leadgitarre. Noch dazu im Mix von Kurt Ballou (CONVERGE - Gitarre, Elektronica, Backing vocals), welcher ein echtes Händchen dafür hat, aus seinen Bands immer das Roheste und Kaputteste rauszuholen, wurde "Into Oblivion" letztlich zu einer metallischen Hardcore-Dampframme allererster Güte.

Wo die Einstellung, Wut und Energie von Hardcore mit der Heavyness, Brutalität und Dunkelheit von Metal fusioniert wird, dort sind RISE AND FALL. Alles in allem hätte man dem Album zwar schon etwas mehr als gerade mal 29 Minuten Spielzeit zugestehen dürfen, auf der anderen Seite bewahrt diese knappe halbe Stunde „Into Oblivion“ aber vielleicht auch davor, dass man das doch eher gleichförmige, wenn auch sehr gute Material als allzu eintönig empfindet. Eine definitive Empfehlung geht an all jene, die sich musikalisch an die Zeit zurückerinnern wollen, als der sxe-Gedanke noch was wert war und in der Szene noch ein wirklicher Zusammenhalt bestand. Denn genau danach klingen RISE AND FALL anno 2006 und nach nichts anderem!

Trackliste:
01. Forked Tongues
02. Failure Is As Failure Does
03. The Noose
04. Live In Sin
05. The Void
06. Into Oblivion
07. Stakes Is High
08. To Hell And Back
09. Lost Among The Lost
10. Ruins (instrumental)


Nadja Lemke [Sherry]
10.04.2006 | 05:21
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin