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Cover von Ritual -- The Hemulic Voluntary Band
Band: Ritual Homepage Ritual bei Facebook Metalnews nach 'Ritual' durchsuchenRitual
Album:The Hemulic Voluntary Band
Genre:Folk, Progressive, Rock
Label:InsideOut
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:31.08.07
CD kaufen:'Ritual - The Hemulic Voluntary Band' bei amazon.de kaufen
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"Mumins gefährliche Reise"

Warum gibt es eigentlich eine New Wave of British Heavy Metal, eine New Wave of Norwegian Black Metal, eine New Wave of Swedish Melodic Death Metal usw., aber keine New Wave of Swedish Progressive Rock? Angebracht wäre dieser Begriff. Neu wäre die Welle zwar nicht, aber dennoch schwappen seit den 70er mehr oder weniger regelmäßig Veröffentlichungen aus dem hohen Norden zu uns herab. Angefangen bei Urgesteinen wie KAIPA bis hin zu neueren Helden wie OPETH. Ein Vertreter dieser oft wenig beachteten Prog Rock-Szene sind RITUAL. Die Band veröffentlicht seit 1995 Alben und kann immerhin Patrik Lundström [KAIPA] an der Gitarre und am Mikro vorweisen.

Der Stil RITUALs unterscheidet sich hier deutlich vom doch sehr konservativen Prog Rock von KAIPA oder THE FLOWER KINGS. So mischt die Band zum Grundrezept aus den 70er eine ganze Menge Folk, der sogar mit richtigen, teilweise traditionellen Instrumenten, in Szene gesetzt wird. Das erinnert an vielen Stellen stark an JETHRO TULL zu Zeiten von "Songs From The Wood".
Das neue Album "The Hemulic Voluntary Band" greift nun als groben Rahmen die Geschichten der Schriftstellerin Tove Jannson um die Familie Mumin auf. Das klingt zunächst etwas merkwürdig, aber die Musik der Band passt doch ganz gut zu der nordisch-phantastischen Welt der Kinderbücher. Herausgekommen sind bei diesem für eine Rock Band ungewöhnlichen Arbeitsansatz sechs Lieder. Die ersten fünf davon pendeln sich alle um die Fünf-Minuten-Marke herum ein und bieten größtenteils das, wofür RITUAL eben bekannt sind: Eher lockeren Folk Prog Rock. Der letzte Song "A Dangerous Journey" ist dagegen schon etwas besonderes. Der Track dauert mit über 26 Minuten noch einmal so lange wie der gesamte Rest des Albums und ist auch der erste überlange Song der Band. Und hier hat man wirklich alle Register gezogen. Der Track steigert sich langsam über einen ausführlichen akustischen Einstieg und immer wieder auftauchende Themen bis hin zum rasanten Höhepunkt des ganzen Albums. In der knappen halben Stunde gibt es so viele Stimmungen und Details zu entdecken, dass man an dem Ding sicher lange seinen Spaß haben wird.
Überhaupt schafft es die Band das ganze Album über, immer wieder die Stimmung schön zu variieren, was anderen Bands aus ihrem Umfeld zuletzt sehr schwer fiel. Da gibt es neben den eher lockeren Rockern wie dem Opener auch etwas ruhigere und schleppendere Songs ["Late In November", "The Groke"] oder in den ersten zehn Minuten von "A Dangerous Journey" immer wieder einen Wechsel von bedrohlichen und fröhlichen Passagen. Und alles ohne jemals willkürlich zusammengesetzt zu wirken.

"The Hemulic Voluntary Band" ist somit ein wirklich sehr gelungenes Prog Rock-Album aus Schweden, das nicht nur Prog-Dinosaurier begeistern dürfte, sondern auch, dank der eingängigen Folk-Passagen, sicher einige andere Hörerschichten erschließen wird. Das Beste an dem Album ist jedoch, dass es die letzten, höchstens durchschnittlichen Werke, von KAIPA und THE FLOWER KINGS fast vergessen macht.

Trackliste:
01. The Hemulic Voluntary Band
02. In The Wild
03. Late in November
04. The Groke
05. Waiting By The Bridge
06. A Dangerous Journey
Spielzeit: 00:53:04

Line-Up:
Patrik Lundström: Gesang, Gitarre
Jon Gamble: Keyboards, Harmonium, Harmonika, Gesang
Fredrik Lindqvist: Bass, Busuki, Mandoline, Flöten
Johan Nordgren: Schlagzeug, Percussion
Nicolas Freund [Nicki]
17.03.2008 | 16:14
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