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Cover von Riverside -- Shrine Of New Generation Slaves
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Album:Shrine Of New Generation Slaves
Genre:Prog Rock, Prog-Metal
Label:InsideOut
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:18.01.13
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"Immer noch nicht der ganz große Wurf"

Gute dreieinhalb Jahre sind seit der Veröffentlichung des letzten RIVERSIDE-Albums „Anno Domini High Definition“ vergangen, welches mir seinerzeit 5,5 Punkte wert war. Für diese eigentlich recht gute Bewertung gab es seinerzeit eine Menge Schelte, wollten andere hier doch, wenn nicht das beste Album alles Zeiten, zumindest das Jahreshighlight ausgemacht haben, das eine entsprechend höhere Bewertung verdient gehabt hätte. Dieser Tage erscheint „Shrine Of New Generation Slaves“, das neueste Werk der polnischen Prog-Formation und eine Wiederholung der Geschehnisse aus 2009 scheint fast vorprogrammiert, denn die Wertung vom Vorgänger bleibt auch dieses Mal in Stein gemeißelt.

Natürlich beweisen RIVERSIDE auch auf ihrem fünften Album, dass sie nicht nur ausgezeichnete Musiker sind, sondern es auch verstehen, mit ihrer Musik eine oftmals etwas melancholische, aber jederzeit faszinierende Atmosphäre zu kreieren. Einzig, Atmosphäre ist nicht alles. Die Songs an sich sollten auch funktionieren und die Hörer ansprechen, bestenfalls sogar in eine regelrechte Euphorie versetzen. Das wiederum gelingt dem Quartett um Frontmann Mariusz Duda aber nur vereinzelt, am besten noch im bezaubernden Mid-Tempo Stück „The Depth Of Self-Delusion“. Auch das gleich darauf folgende „Celebrity Touch“ und das MUSE-mäßige „Feel Like Falling“ zählen zu den Glanzstücken des Albums, wohingegen „New Generation Slave“, der Opener des – abgekürzt „SONGS“ genannten – Albums, schon fast als verzichtbar zu bezeichnen ist. Die zwei zum Ende hin platzierten längsten Tracks des Albums spiegeln hingegen innerhalb von acht [„Deprived [Irretrievably Lost Imagination]“], beziehungsweise knapp 13 Minuten [„Escalator Shrine“] genau das Problem wieder, an dem auch die RIVERSIDE-Alben kranken [so man denn davon überhaupt so drastisch sprechen will]: Die Band hat eine Menge guter Ideen, schafft es aber eben nicht, Längen zu vermeiden, beziehungsweise die Spannung über die gesamte Dauer hoch zu halten.

Mit „Shrine Of New Generation Slaves“ dürfte RIVERSIDE mehr Aufmerksamkeit zuteil werden, als je zuvor – und das ist ihnen zweifellos auch zu gönnen. Die Polen sind eine überaus interessante und wirklich starke Band, die bislang fünf Alben veröffentlicht hat, die allesamt mindestens gutklassig waren. Was ihnen noch fehlt, ist der ganz große Wurf, das Überalbum, der Meilenstein. Das Album, auf dem es ihnen gelingt, das enorme Potential, das sie durchaus besitzen und auch immer wieder andeuten, vollständig auszuschöpfen. Die Hoffnung, dass dieses noch kommen wird, ist auf jeden Fall berechtigt, vermutlich dauert es nur mindestens noch zwei weitere Jahre.

Trackliste:
01. New Generation Slave
02. The Depth Of Self-Delusion
03. Celebrity Touch
04. We Got Used To Us
05. Feel Like Falling
06. Deprived [Irretrievably Lost Imagination]
07. Escalator Shrine
08. Coda
Spielzeit: 00:51:02

Line-Up:
Mariusz Duda - Vocals, Bass
Piotr Grudzinski - Guitars
Piotr Kozieradzki - Drums
Michal Lapaj - Keyboards
Timo Beisel [kaamos]
19.01.2013 | 17:00
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