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Cover von Rob Zombie -- Hellbilly Deluxe 2
Band: Rob Zombie Homepage Rob Zombie bei Facebook Metalnews nach 'Rob Zombie' durchsuchenRob Zombie
Album:Hellbilly Deluxe 2
Genre:Avantgarde, Industrial Metal, Thrash Metal
Label:Roadrunner Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:29.01.10
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"Zahnloser C-Movie-Metal"

Drei Jahre nach seinem letzten [und gleichzeitig ersten „ungeschminkten“] Album „Educated Horses“ legt der ex-WHITE ZOMBIE-Frontmann - nach endlosem Hickhack bezüglich des endgültigen Veröffentlichungstermins - mit „Hellbilly Deluxe 2“ sein - ebenso schlicht wie einfallslos betiteltes - neues Album mit dem gewohnt bizarren Untertitel „Noble Jackals, Penny Dreadfuls And The Systematic Dehumanization Of Cool“ vor.

Sonderlich viel Neues gibt es von der Untotenfront allerdings erwartungsgemäß auch anno 2010 nicht zu kolportieren, denn Mr. ZOMBIE knüpft hiermit, nach seinen durchaus erfolgreichen Ausflügen ins Horrorfilmbusiness als Regisseur und Drehbuchautor [u.a. „House Of 1000 Corpses“, „The Devil's Rejects“ und „Halloween“], musikalisch weitgehend nahtlos an den ersten Teil von 1998 an und auch textlich erwarten die geneigte Hörerschaft stilsicher ausschließlich Themen aus dem Horrorgenre [die meisten Songtitel und Filmsamples zumindest dürften wieder mal irgendwelchen obskuren Horrorflicks entlehnt sein].
Das ausgekoppelte Video namens „Sick Bubblegum“ beinhaltet bereits sämtliche Trademarks, die schon WHITE ZOMBIE und ihren knallbunten Comic-Metal seinerzeit erfolgreich machten: explosive Grooves und Beats, abgehackte Thrash-Riffs, Robs Stakkato-Sprechgesang sowie reichlich Samples und Effektspielereien.
„What?“ kommt als t[h]rashiger Bubblegum-Boogie mit Orgel und reichlich Fuzz ums Eck, „Mars Needs Women“ bedient sich ausgiebig in der Grunge-/Alternative Metal-Abteilung, „Werewolf, Baby!“ wiederum treibt den Wolfsmenschen mit Slide-Gitarren durch den Zwinger, „Virgin Witch“ und auch das lediglich durchschnittliche „Death And Destiny..." sind sinistrer Stoner-Schockrock mit reichlich Tritonus. „Burn“ greift noch tiefer in die Stonerkiste und könnte genauso gut von KYUSS oder SLO BURN stammen.
„Cease To Exist“ ist ein eher überflüssiger MARILYN MANSON-Spacepopper, dem etwas der Drive fehlt, dafür bietet [der Titel lässt es mithin schon erahnen] „Werewolf Women Of The SS“ wieder gewohnt überdrehten WHITE ZOMBIE-Sexbeat, diesmal mit Surfgitarre und das anfangs noch so schön wuchtige „The Man Who Laughs“ lässt die Freakshow mit einem enervierenden und schlichtweg entbehrlichen Drumsolo auch schon wieder ausklingen.

Insgesamt fehlt hier der destruktiv-kaputte Punch vergangener Zeiten, auch wenn ROB ZOMBIEs „Hellbilly Deluxe 2“ nicht nur eine Fortsetzung, sondern v.a. so etwas wie eine, wenn auch souveräne, Selbstkopie darstellt, die er sich, als amtierender Altmeister des C-Movie-Metals und Alleinherrscher über sein ureigenes Sounduniversum, mit einer gewissen Arroganz allerdings durchaus leisten kann. Letztlich besitzt diese Sideshow nach wie vor einen zumindest nostalgischen Unterhaltungswert, der sich allerdings zusehends abzunutzen beginnt...

Trackliste:
01. Jesus Frankenstein
02. Sick Bubblegum
03. What?
04. Mars Needs Women
05. Werewolf, Baby!
06. Virgin Witch
07. Death And Destiny Inside The Dream Factory
08. Burn
09. Cease To Exist
10. Werewolf Women Of The SS
11. The Man Who Laughs
Spielzeit: 00:46:13

Line-Up:
Robert "Rob" Bartleh "Zombie" Cummings - Vocals
John 5 - Guitar
Piggy D. - Bass
Ginger Fish - Drums
Dirk Konz [dkay]
26.01.2010 | 22:46
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