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Cover von Robert Plant -- Lullaby And … The Ceaseless Roar
Band: Robert Plant Homepage Robert Plant bei Facebook Metalnews nach 'Robert Plant' durchsuchenRobert Plant
Album:Lullaby And … The Ceaseless Roar
Genre:Rock
Label:Warner Music
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:05.09.14
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"Immer noch eine ganz große Nummer"

Nach seinen extrem erfolgreichen Ausflügen in die Bereiche Country und Bluegrass auf seinen beiden letzten Veröffentlichungen, der mehrfach Grammy-veredelten Kollaboration mit Alison Krauss, „Raising Sand“ von 2007 und dem 2010er-Album „Band Of Joy“, macht Rockgott Robert Plant auf seinem zehnten Soloalbum [Kollaborationen ausgeklammert] da weiter, wo er 2005 mit „Mighty Rearranger“ aufgehört hatte.

Zwar möchte einem das eindringliche Banjo im Opener, einer Neuinterpretation des Traditionals „Little Maggie“, zuerst noch Glauben machen, dass Plant auch weiterhin eher den traditionellen amerikanischen Stilen treu bleibt, denen er zuletzt so ausgiebig gefrönt hatte, doch dieser Eindruck relativiert sich sehr schnell wieder. Auch mit mittlerweile 66 Jahren ist der legendäre Frontmann der noch legendäreren LED ZEPPELIN immer noch auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten und bleibt dadurch nicht nur interessant, sondern vor allen Dingen auch relevant. Wie er mit seiner grandiosen Backingband THE SENSATIONAL SPACE SHIFTERS auf „Lullaby And … The Ceaseless Roar“ zu Werke geht, erinnert zwar oftmals an das, was er bereits 2005 – damals noch mit STRANGE SENSATION – auf „Mighty Rearranger“ zu Gehör gebracht hat, dennoch ist das Album mehr als nur eine Rückkehr zu bereits bekannten Pfaden. Plant hat nebst seinen Mitstreitern die Freude an der Weltmusik wieder entdeckt und sie wissen diese [erneut] gekonnt mit modernen, elektronischen Einflüssen und traditioneller Rockmusik zu kombinieren. Dazu präsentiert sich Robert Plant gesanglich einmal mehr in absolut bestechender Form und auch kompositorisch ist er immer noch eine ganz große Nummer. Das beweist er unter anderem in den herzzerreißend schönen Balladen „Rainbow“ und „A Stolen Kiss“, in den herrlichen, von Weltmusik geprägten „Pocketful Of Golden“ und „Embrace Another Fall“ [das auch auf „Up“ von Peter Gabriel eine gute Figur gemacht hätte], dem hypnotischen „Up On The Hollow Hill [Understanding Arthur]“, der wenig traditionellen Rocknummer „Turn It Up“ oder auch dem extrem eingängigen, ja geradezu poppigen „Somebody There“.

Natürlich müsste Robert Plant schon einen großen Haufen Mist veröffentlichen, um seinen Legendenstatus nachhaltig beschädigen zu können, trotzdem ist es doch extrem erleichternd, dass er sich auch auf seine alten Tage musikalisch absolut keine Blöße gibt und nicht auf der Stelle tritt, sondern immer noch ein Getriebener auf der Suche nach immer neuen Ausdrucksmöglichkeiten ist. Und dass er mit „Lullaby And … The Ceaseless Roar“ dem zuletzt eingeschlagenen Weg abschwört und mal wieder ein deutlicher farbenfroheres Album vorlegt, ist ebenfalls extrem begrüßenswert. Das hier ist mehr als nur ein solides Alterswerk, das ist immer noch internationales Spitzenniveau.

Trackliste:
01. Little Maggie
02. Rainbow
03. Pocketful Of Golden
04. Embrace Another Fall
05. Turn It Up
06. A Stolen Kiss
07. Somebody There
08. Poor Howard
09. House Of Love
10. Up On The Hollow Hill [Understanding Arthur]
11. Arbaden [Maggie's Babby]
Spielzeit: 00:50:05

Line-Up:
Robert Plant – Vocals
Justin Adams – Bendirs, Djembe, Guitars, Tehardant
Liam "Skin" Tyson – Banjo, Guitar
John Baggott – Keyboards, Piano, Tabal
Juldeh Camara – Kologo, Ritti
Billy Fuller – Bass
Dave Smith – Drums
Timo Beisel [kaamos]
15.09.2014 | 00:04
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