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Cover von Rotting Christ -- Aealo
Band: Rotting Christ Homepage Rotting Christ bei Facebook Metalnews nach 'Rotting Christ' durchsuchenRotting Christ
Album:Aealo
Genre:Dark Metal, Melodic Black Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:19.02.10
CD kaufen:'Rotting Christ - Aealo' bei amazon.de kaufen
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"Alltag: aus - Kopfkino: an"

AEALO klingt nicht nur nach ’nem Hustenbonbon, sondern verschafft neben frischem Atem auch traumhaft herb klingelnde Hörmuscheln. Vorhang auf für eine neue Vorstellung von Greek’s finest: ROTTING CHRIST.

Die südeuropäischen Dark-Metal-Könige machen auf ihrem neuen Album dort weiter, wo sie vor rund drei Jahren mit „Theogonia“ aufgehört haben: Schwere, exotische und überwiegend beschwörende Klangfolgen paaren sich mit aggressivem Gebolze und hoch melodischen Versatzstücken. Die opulente Inszenierung mit vielen folkloristischen Momenten erinnert über weite Strecken eher an einen Soundtrack, denn an ein gewöhnliches Metal-Album.
Doch eine normale Metalband waren ROTTING CHRIST eh noch nie. Spätestens ab „Triarchy Of the Lost Lovers“ [1996] haben sie ihre ganz eigene Nische gefunden und kreieren seitdem beständig dunkel-mystische Musik, die in ihrer emotionalen Tiefe mit dem Großteil der Schwarzwurzel- und Gothic-Kapellen Schlitten fährt. Zudem wohnt den Alben allesamt der Spirit ihrer antiken Wurzeln inne, etwas, das sowohl durch den besonders warmen Sound, die Lyrics als auch durch die angesprochenen Folk-Elemente immer wieder unterstrichen wird.
Aber werden wir sachlich. „AEALO“ wirkt natürlich am nachhaltigsten, wenn man es am Stück genießt. Sowohl der eröffnende Titeltrack als auch das abschließende „Santa Muerte“ bilden durch ihre aggressiven Rasereien den Rahmen für die Schlachtengemälde, die das Album verzieren. Bei „Eon Aenaos“ ist man kurzzeitig geneigt, Peter von VADER an den Vocals auszumachen, „Demon Vrosis“ ist mit seinem simplen wie genialen Haupt-Lick der größte Ohrwurm des Albums, auf „Dub Sag Ta-Ke“ haut einen die Gitarrenarbeit vom Hocker, das anschließende „Fire Death And Fear“ besitzt Chöre, und Percussion-Einsätze, die einen in Trance versetzen können.. Gleiches gilt auch für „Pir Threontai“, das mit seinen Stakkato-Attacken eine marschierende Armee nachstellt, vor allem aber für das Abgründe erschaffende „Thou Art Lord“, das von PRIMORDIALs Alan A. Nemtheanga veredelt wird.
Das DIAMANDA GALAS-Cover „Orders From The Dead“ mit der Original-Künstlerin nimmt man als Stimmung unterstützendes Kunstwerk zumindest interessiert zur Kenntnis.

Wer ROTTING CHRIST schon immer überflüssig fand, wird auch dem zehnten Studioalbum dieser Ausnahmeband nichts abgewinnen können. Alle anderen schließen die Augen, werfen das Kopfkino an und genießen die Vorstellung.

Trackliste:
01. Aealo
02. Eon Aenaos
03. Demonon Vrosis
04. Noctis Era
05. Dub-Sag-Ta-Ke
06. Fire Death And Fear
07. Nekron Lahes...
08. ...Pir Threontai
09. Tou Art Lord
10. Santa Muerte
11. Orders From The Dead [Diamanda Galas cover]
Spielzeit: 00:51:31

Line-Up:
Sakis Tolis - Vocals, Guitar, Keyboards
George Bokos - Guitar
Andreas Lagios - Bass
Themis Tolis – Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
16.02.2010 | 22:05
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