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Album:Living For Death, Destroying The Rest
Genre:Punk, Thrash Metal
Label:Relapse Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:23.01.09
CD kaufen:'Rumpelstiltskin Grinder - Living For Death, Destroying The Rest' bei amazon.de kaufen
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"Heute koch' ich, morgen thrash' ich..."

Lange bevor man in hiesigen Breiten irgendwas vom derzeit grassierenden Thrash-Revival gehört hatte, brachten RUMPELSTILTSKIN GRINDER mit „Buried In The Front Yard“ ihr inzwischen zum Kult gereiftes Debüt heraus. Stolze vier Jahre später sind die Jungs aus Philadelphia zurück und knüpfen mit ihrer neuen Platte genau da an, wo sie 2005 aufgehört haben.

Auf „Living For Death, Destroying The Rest“ setzt das Quartett also die gleiche Formel wie auf dem Vorgänger um und haut dem Hörer ohne unnötiges Beiwerk zehn astreine Thrash-Songs mit leichter Punk-Atttitüde um die Ohren – klingt ein bisschen so, als hätten KREATOR und MUNICIPAL WASTE sich zu einem Gemeinschaftsprojekt getroffen. Im Klartext heißt das, dass die Songs ob etwas dumpfer, rumpelnder Produktion und rohen, punkigen Vocals mit unglaublich albernen Texten dennoch thrashige, komplexe Strukturen aufweisen. Bestes Beispiel ist wohl „Brainwasher C.1655“, dessen Strophe aus jeder beliebigen Punk-Hymne des vergangenen Jahrzehnts stammen könnte und das dennoch mit einem beeindruckenden Solo und Thrash-typischer Vielseitigkeit aufwartet. Denn obwohl eine Band wie RUMPELSTITSKIN GRINDER sich bei Songtiteln wie „Graveyard Vandalization“ und „Fiends In The Mountain, Ghouls In The Valley“ mit Sicherheit selbst nicht ernst nimmt, zeugen die Tracks auf deren aktuellen Album durchaus von kompositorischer Reife: In Stücken wie etwa dem Opener „Nothing Defeats The Skull“ findet sich neben gekonnt eingesetzter Zweistimmigkeit auch treibendes, punktgenaues Riffing und dank Breaks und Tempowechsel obendrein ein Hohes Maß an Abwechslung. Weiterhin sei erwähnt, dass RUMPELSTILTSKIN GRINDER ihr Handwerk zwar nicht auf dem Niveau von Kollegen wie WARBRINGER oder MANTIC RITUAL beherrschen, aber dennoch eine verdammt gute Figur an ihren jeweiligen Instrumenten machen, wie nicht zuletzt das Solo von „Spyborg“ belegt. Auf der anderen Seite der Medaille steht dabei natürlich, dass auch diese Vier wie die meisten Retro-Thrasher fast nichts bieten, was man nicht in ähnlicher Form schon drölfzig Mal gehört hätte. Braucht man eine kurzweilige Platte für Zwischendurch ist das kein Problem, die Offenbarung in Sachen Thrash Metal sucht man jedoch vergebens. Egal, authentisch klingt’s aber allemal und an musikalischer Abwechslung mangelt es dieser Platte auch nicht.

Wer der Meinung ist, dass die meisten „großen“ Thrash-Bands der heutigen Zeit dank übertrieben komplexer Songs und Highclass-Produtkion vergessen haben, worum’s wirklich geht und gleichzeitig findet, dass MUNICIPAL WASTE sich zu sehr am Punk orientieren, der darf bei „Living For Death, Destroying The Rest“ vorbehaltlos zugreifen, denn hier wird der Mittelweg beider Extreme begangen. Alle anderen hören erst noch „Nothing Defeats The Skull“, „Brainwasher C.1655“ und „Spyborg“.

Trackliste:
01. Nothing Defeats The Skull
02. Graveyard Vandalization
03. Brainwasher C.1655
04. Fiends In The Mountain, Ghouls In The Valley
05. Spyborg
06. Traitor's Blood
07. Beware The Thrash Brigade
08. Sewers Of Doom [Dethroning The Tyrant Pt.I]
09. Darkness Never Ending [Dethroning The Tyrant Pt.II]
10. Revolution Of Underground Legions [Dethroning The Tyrant Pt.III]
Spielzeit: 00:43:41

Line-Up:
Matt Moore - Guitars
Ryan Moll - Guitars
Pat Battaglia - Drums
Shawn Riley - Bass, Vocals
Thomas Meyns [Metalviech]
22.01.2009 | 13:33
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