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Running Wild
The Final Jolly Roger [2CD+DVD]
Heavy Metal
Keine Wertung
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Running Wild
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"Als Comeback etwas mau" | ||||||||||||||||||
| Drei Jahre ist es her, dass die Hamburger RUNNING WILD nach 30 Jahren Bandgeschichte ihren Abschied bekannt gaben und nicht wenigen schien das damals eine gute Idee zu sein, denn schließlich hatte die Truppe alles erreicht. Umso größer war die allgemeine Verblüffung, als Frontmann Rolf Kasparek vor nicht allzu langer Zeit den Neustart ankündigte, der nun in Form von „Shadowmaker“ stattfindet. RUNNING WILD beginnen ihren neuen Lebensabschnitt gleich mit einer Überraschung, denn das Piraten-Thema ist auf ihrem aktuellen Album weitgehend in den Hintergrund getreten, weshalb sich das eröffnende „Piece Of The Action“ auch als 80er-typischer Stadionrocker im mittleren Tempobereich präsentiert. Mit dem folgenden „Riding On The Tide“ sind die Seeräuber allerdings zurück und auch ansonsten hat „Shadowmaker“ leider nur recht wenige Neuerungen zu bieten, denn während die Nummer mit einem durchaus schmackhaften Refrain, den man auch auf jeder stilbildenden RUNNING WILD-Platte hätte finden können, aufwartet, offenbart sich hier mit mangelnder Glaubwürdigkeit bereits das größte Problem dieser Platte: Nummern wie „Locomotive“ und „Sailing Fire“ sind mit Sicherheit keine schlechten Songs, allerdings will das Ganze einfach nicht so recht in Fahrt kommen – natürlich macht das Material von „Shadowmaker“ Spaß und Riffs wie das von „I Am Who I Am“ sind absolut klassisches RUNNING WILD-Material, allerdings wirken die meisten verarbeiteten Elemente und Ideen allenfalls wie die Erinnerung an die Hochzeiten der Truppe. Parolen wie “we are one with the wind, one with its glory” und ”the Jolly Roger’s flying high” scheinen früher einfach mehr Zugkraft gehabt zu haben und muten auf „Shadowmaker“ eher wie des Wiedererkennugswertes wegen eingebaute Plattitüden, weil man das bei RUNNING WILD eben sagt. Gleiches gilt auch für die Hard Rock-Huldigung „Me + The Boys“, die derart eindimensional ausfällt, dass man wahrscheinlich schon in den 80ern mit den Augen gerollt hätte. Aber selbstverständlich ist auch auf „Shadowmaker“ nicht alles verkehrt und so sind etwa das bereits erwähnte „I Am Who I Am“ und der schmissige Titeltrack richtig gute Songs, die zweifelsohne Zeigen, dass die Hanseaten es noch können und auch ansonsten macht das Comeback von Rock ’n’ Rolf und Konsorten über weite Strecken Freude, allerdings kann keiner der Songs dauerhaft mit den Großtaten der Truppe mithalten und am eher missglückten „Rogues En Vogue“ wollen wir die Qualität von „Shadowmaker“ nun wahrhaftig nicht messen. Immerhin lebt auch das neue RUNNING WILD-Album von einer organischen und druckvollen Produktion, die insbesondere die Gitarrenwand geradezu spürbar macht und dem Sound der Truppe zeitgemäße Wucht verleiht. „Shadowmaker“ wird gerade langjährigen Fans der Mannschaft von Captain Kasparek ein paar nette Momente bescheren – allerdings hauptsächlich deshalb, weil sie sich an bessere Zeiten der Band erinnert fühlen. Somit ist dieses Album sicher eine ganz nette Platte für zwischendurch, lässt als Comeback-Werk allerdings etliches zu wünschen übrig. Erst probehören! | ||||||||||||||||||
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