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Cover von Sólstafir -- Masterpiece Of Bitterness
Band: Sólstafir Homepage  Metalnews nach 'Sólstafir' durchsuchenSólstafir
Album:Masterpiece Of Bitterness
Genre:Progressive
Label:Spikefarm Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:30.12.05
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"Sigur Rós goes Metal!"

Iceland strikes back! Mit „Masterpiece Of Bitterness“ veröffentlicht die (selbsternannte) Speerspitze der isländischen Metal-Szene endlich ihr zweites Full-Length-Album nach dem grandiosen 2002er Debut „Í Blóđi og Anda“. Untätig herumgesessen ist das Quartett in der Zwischenzeit jedoch nicht. Die labellose Zeit nach dem Bruch mit Ars Metalli wurde mit den Aufnahmen einer Drei-Track-Promo anno 2004 überbrückt, welche gleichzeitig den Weg zum neuen Label Spikefarm Records ebnete.
Einfach haben SóLSTAFIR es den Herren Musikjournalisten mit ihren Klängen eigentlich nie gemacht, doch die vollmundige Interview-Ankündigung von Schlagzeuger Guđmundur Óli Pálmason („Wenn du erst unsere neuen Songs hörst, wirst du wahrscheinlich noch größere Schwierigkeiten haben, die Musik zu beschreiben.“) kann man getrost als Tatsache ansehen.
Auf in den Kampf!

Eröffnet wird das „Masterpiece Of Bitterness“ wie die „Promo 2004“ vom Song „I Myself The Visionary Head“. Als Unterschied lässt sich lediglich die trällernde Opern-Stimme der Anfangssekunden ausmachen. Nichtsdestotrotz macht der Titel dem Lied alle Ehre, denn visionär geht es bei diesem Stück wirklich zu: Geboten wird ein fast 20-minütiger, vom Ausmaß her sicher an OPETHs „Black Rose Immortal“ erinnernder Monster-Track. Schön, wie die ausgedehnten Psychedelic-Parts immer wieder von den typisch wilden sólstafirschen Rasereien durchbrochen werden. Beim anschließenden „Nature Strutter“ (das erste komplett unbekannte Lied) geht es dann etwas straighter und konstant heavy zu, ohne jedoch den progressiv-psychedelischen Unterton zu verlieren. Positiv zu vermerken ist auch die wunderschöne Bass-Linie gegen Mitte der Spielzeit. Das rockende „Bloodsoaked Velvet“ wurde 1:1 von der Promo übernommen. Hier geht es noch einmal gut zur Sache, bevor mit „Ljósfari“ in ruhigeren Fahrwassern geschippert wird. Ein großartiges episches Stück, in das obendrein ein kurzes Folk-Intermezzo eingeflochten wurde. Das von den Tempi-Wechseln her sicher abwechslungsreichste Lied stellt „Ghosts Of Light“ dar. In fast neun Minuten wird der Hörer durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt, von besinnlichem Intro über Mid-Tempo-Gestampfe bis hin zu gänzlich rasanten Ausbrüchen und zurück. „Ritual Of Fire“ ist genauso wie Song 1 und 3 schon bekannt von der angesprochenen „Promo 2004“. Doch im Gegensatz zum schon gekannten reinen Instrumental wurden auf „Masterpiece Of Bitterness“ noch ein paar Zeilen Text hinzugefügt. Doch egal ob mit oder ohne stellt auch „Ritual Of Fire“ einmal mehr das Ausnahmetalent der Isländer unter Beweis, denn nach dem stillen Folk-Instrumental „Náttfari“ bleibt einem als Hörer eigentlich nichts anderes übrig, als den weit offen stehenden Mund zu schließen und sich von der eben gefühlten, rund 70-minütigen Tonkunst durch drücken des „Play“-Knopfes noch einmal verzaubern zu lassen.

Wie man sieht, behielt der gute „Gummi“ am Ende Recht: Die Musik SóLSTAFIRs auf „Masterpiece Of Bitterness“ zu beschreiben, grenzt eigentlich an ein Ding des Unmöglichen. Im Grunde genommen könnt Ihr dieses Review auch getrost in die Tonne kicken, denn solch ein spannendes, phänomenales Werk muss man mit eigenen Ohren gehört haben! Eigentlich gibt es außer staunenden „Ah!“s und „Oh!“s sowieso nicht mehr zu sagen. Zu spüren hingegen eine ganze Menge mehr…
Höchstpunktzahl, alles andere wäre pure Blasphemie!

Trackliste:
1. I Myself The Visionary Head
2. Nature Strutter
3. Bloodsoaked Velvet
4. Ljósfari
5. Ghosts Of Light
6. Ritual Of Fire
7. Náttfari


Sebastian König [sk]
27.12.2005 | 12:50
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