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"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
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The Murder Of My Sweet
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"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Schwarzer Sandkasten der Verzweiflung!" | ||||||||||||||||||
| Es ist eine dieser lahmen Standardfloskeln, auf deren Status als lahme Standardfloskel hinzuweisen schon selbst zu einer lahmen Standardfloskel zu werden droht. Aber was soll ich machen, es stimmt halt: SÓLSTAFIR sind eine Band, an der sich die Geister scheiden. Was die Einen für große, intensive Kunst auf den Ruinen herkömmlichen Black Metals halten, ist für die Anderen völlig überschätzter, langweiliger Quatsch mit einem Sänger, der den Namen nicht verdient. So ganz falsch können die Isländer mit ihrem Sound allerdings nicht liegen, wenn man sich anschaut, wie weit sie in den letzten Jahren herumgekommen sind und an Bekanntheit zugelegt haben. Nun kommt mit „Svartir Sandar“ der Nachfolger zum hochgelobten, wenn auch meiner persönlichen Meinung nach etwas schwächeren „Köld“. Und wer bisher schon mit den introvertierten Klängen der Band seine Probleme hatte, wird sich über das auf zwei CDs verteilte „Svartir Sandar“ vermutlich auch nicht gerade freuen. Als erstes fällt auf, dass SÓLSTAFIR den vergleichsweise fetten Sound des Vorgängeralbums wieder eingemottet haben. Meines Erachtens die richtige Entscheidung, wie sich schon an „Ljós í stormi“ zeigt – zumindest kommt zu keinem Zeitpunkt des an- und abschwellenden Elfminüters das Gefühl auf, das klarerer oder druckvoller Klang angemessen wäre. Es ist wichtig für die spezielle, entrückte SÓLSTAFIR-Verzweiflungsstimmung, dass die Band vor allem in den schnellen Passagen gegen einen Sandsturm anzuspielen scheint. Wenn man dieses Bild im Kopf behält, stellt sich beim sehr ruhig gehaltenen „Fjara“ die ersehnte Flaute ein, während derer sich ein völlig erschöpfter Aðalbjörn Tryggvason mit trockenenen Händen ein flaches Grab im schwarzen Sand schaufelt. Aber verreckt wird natürlich noch nicht, denn bei „Þín Orð“ kommt die Bergrettung – nicht per Islandpony, sondern mit dem Hubschrauber, dessen Rotorenwummern man aus den Rhythmen von Gitarren und Schlagzeug problemlos heraushören kann, wenn man will. Wie geht die Geschichte weiter? Möglicherweise so: Aufwachen im Krankenhausbett mit Sand zwischen den Zähnen und in der Lunge, einem erblindeten Auge und ein paar Hautschichten weniger beim finsteren „Sjúki Skugginn“. Anschließend Tobsuchtsanfall angesichts der präsentierten Kosten für den Rettungseinsatz sowie Schlägerei mit ein paar stämmigen Anästhesie-Schwestern beim von schwelender Wut und Rock-Ausbrüchen lebenden „Æra“. Zwangssedierung und Einsamkeit beim größtenteils auf langsamem Herzschlag-Rhythmus, entrücktem Gesang und Orgelklängen basierenden „Kukl“. Dumm nur, dass damit zwar die erste Hälfte von „Svartir Sandar“ abgehandelt wäre, über die zweite jedoch noch kein Wort verloren wurde. Auf die „lustige“ Schiene kommt man SÓLSTAFIR also anno 2011 nicht bei – zumindest nicht, ohne sich zu verkrampfen. Dabei sei so viel gesagt: Wer die erste Hälfte von „Svartir Sandar“ mag, dem gefällt grundsätzlich auch die zweite. Denn abgesehen davon, dass sich die elegischen Postrock-Melodien etwas in den Vordergrund schlängeln, passiert auf Seite zwei nichts grundlegend anderes. So gesehen ist es nicht allzu verwunderlich, wenn einem nach etwas über der Hälfte des Albums ein wenig die Luft ausgeht und die Aufmerksamkeit während der nicht direkt schlechteren, aber doch vorhersehbaren Stücke „Melrakkablús“ und „Draumfari“ abschweift. Daher müssen sich die „heidnischen isländischen Bastarde“ hier durchaus den Vorwurf gefallen lassen, dieses Album etwas zu lang gemacht zu haben. Den durchschaubaren Taschenspielertrick mit der kantigen, exotischen Sprache darf man SÓLSTAFIR hingegen aus drei Gründen nachsehen. Erstens: Wie an „Stinningskaldi“ und „Stormfari“ deutlich wird, bekommt auf Isländisch sogar der verdammte Wetterbericht mehr mystische Qualität und Gänsehaut-Atmosphäre als die gesamte Werkschau aller deutscher Folk Metal Barden zusammen. Zweitens: Wenn ihr das könntet, würdet ihr es aus den genannten Gründen auch machen. Drittens: „Svartir Sandar“ ist zwar ein anstrengendes, etwas zu langes Album geworden, aber dennoch ein wunderschönes Stück Musik, das so von niemand anderem hätte stammen können. | ||||||||||||||||||
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Durchschnittliche Leserwertung: 6.8 / 7 Punkten
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Kommentar von: floppyli flop flop solis
Wertung: 6.5/7 | 15.10.2011 -- 12:32













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