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Band: Sabhankra Homepage Sabhankra bei Facebook Metalnews nach 'Sabhankra' durchsuchenSabhankra
Album:Our Kingdom Shall Rise [EP]
Genre:Melodic Death Metal, Power Metal, Thrash Metal
Label:Eigenproduktion
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:29.12.09
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"Hier ist hoffentlich noch lange nicht Schluss!"

Dass es auch in der Türkei nicht wirklich ruhig in Sachen Metal ist, werden in Kürze MELECHES noch beweisen, die ihr neues Werk in Istanbul aufgenommen haben. Aber auch das Land selbst bringt teils hervorragende Musiker und Metalheads hervor, wie man es z.B. durch MORIBUND OBLIVION oder EXILE stets wahrnimmt. Erstere beheimateten einmal einen Bassisten namens Savas Sungur, der im Jahre 2001 sein eigenes Projekt aufzog. SABHANKRA – so der heutige Name, in Gründung nannte man sich noch CONSTANTINOPOLIS – haben sich dem episch-melodischen Power Metal mit schweren Thrash-Anleihen verschrieben und legen uns ihre EP „Our Kingdom Shall Rise“ vor.

Im Grunde überrascht es zunächst, abseits des Extreme Metals eine türkische Band zu hören, die scheinbar nicht so naiv zu Werke geht, wie die Kollegen. Beinahe schon teutonisch kommen die saftigen Power Metal – Riffs durch die Anlage und erinnern irgendwie an deutsche Altmeister wie HELLOWEEN, BLIND GUARDIAN oder auch GRAVE DIGGER. Allerdings paaren SABHANKRA das Ganze mit atmosphärischen, wenn auch minimalistischen, Keyboard-Teppichen und stellen die Gitarren und vor allem das Schlagzeug als stets treibende Kräfte in den Vordergrund. Gesanglich überzeugt Savas selbst, der auch Gitarrist der Band ist, mit abwechslungsreichen, aggressiven wie auch melodiösen Passagen. Musikalisch wechselt man nicht gar plump zwischen Thrash, Power und Melodic Death Metal, sondern verbindet die essentiellen Elemente zu einem Ganzen, wie es sonst nur wenige Bands authentisch hervorzubringen vermögen. Wer übrigens die Frühphase von ICED EARTH zu schätzen wusste, darf sich SABHANKRA ebenfalls mal zu Gemüte führen, denn die schnörkellosen, stampfenden Riffs jener Scheiben schimmern hier mehr als einmal durch. SABHANKRA klauen allerdings nicht blind umher, sondern greifen ihre Wurzeln auf und interpretieren, spinnen weiter und bauen aus. Einziger Kritikpunkt ist wie gesagt das Keyboard, das während der knappen halben Stunde doch etwas zu eintönig daher kommt, da immer wieder dieselben Einstellungen und Klangfarben verwendet werden. Beim nächsten Album darf dies auf jeden Fall weitläufiger und abwechslungsreicher ausfallen.
Ab „Tonight“ erfährt das Album außerdem einen kleinen Einschnitt, denn besagter Song kommt in der ersten Hälfte beinahe schon schwarzmetallisch schnell und kalt daher, wenn es zur zweiten Hälfte wieder in alte Gefilde geht. Alles in Allem wohl der Überraschungssong zum Wachrütteln während des Hördurchlaufs. Leider aber auch der schwächste, weil monotonste, Song der Scheibe. Mit „Follow Te Light“ geht es dann wieder kraftvoll und melodisch zur Sache, so dass man sich wirklich überlegt, ob „Tonight“ überhaupt auf dieser EP hätte Platz finden sollen. Meiner Meinung nach hätte der Song nicht sein müssen. „Follow The Light“ hingegen überzeugt durch absolut tighte Gitarren-Staccatos und beinahe schon FEAR FACTOReske Schlagzeugarbeit. Gene Hoglan hätte wahrscheinlich seine Freude daran.

Fazit: SABHANKRA machen seit fast zehn Jahren ihr Ding und was sie machen, machen sie gut. Die EP „Our Kingdom Shall Rise“ beweist, dass Idee und Spielfreude mehr als nah beieinander liegen und die Band diesen Genre-Rundumschlag für sich entdeckt zu haben scheint. Authentisch ist die Musik der Türken auf jeden Fall und darauf kommt es an. Positiv ist vor allem, dass jedes Instrument eine ausreichende Bandbreite an Variation bietet. Neben aussagekräftigen Riffs sind es vor allem die Melodiebögen und die zweistimmigen Arrangements, die charakteristisch für die Band sind. Das Schlagzeug ist eine wahre Freude, denn hier wird eben nicht einfach zum Zwecke des Taktes drauf los geholzt, sondern fröhlich umhergewirbelt und gewechselt. SABHANKRA sind, um es kurz zu machen, eine Band, die man verfolgen sollte, denn wenn der Labeldeal erst mal an Land gezogen ist und man so weiter macht, sollte der Name nicht unbekannt bleiben. Schöner Halbstünder mit kleinen Abzügen und großen Momenten!

Trackliste:
01. Alive
02. Our Kingdom Shall Rise
03. Godlike Divine
04. Farewell
05. Tonight
06. Follow The Light
Spielzeit: 00:27:41

Line-Up:
Savas Sungur – Gitarre, Gisang
Süha Kozbey – Gitarre
Gürkan Yücel – Bass
Yagiz Ipek – Schlagzeug
Elif Yanik – Keyboard
Patrick Franken [Border]
28.08.2010 | 11:04
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