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Cover von Sadist -- Hyaena
Band: Sadist Homepage  Metalnews nach 'Sadist' durchsuchenSadist
Album:Hyaena
Genre:Death Metal, Progressive
Label:Scarlet Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:16.10.15
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"Tschüss Überraschungseffekt"

Die nach eigenen Angaben faulste Band der Welt hat sich nach fünf Jahren Funkstille mal wieder bequemt, der Metal-Welt ein neues Studioalbum zu kredenzen. Die Italiener um Gitarrist/Keyboarder Tommy Talamanca, der nicht nur fast wie ein James Bond-Bösewicht heißt, sondern seine Instrumente live auch noch gleichzeitig [!] bedient, knüpfen mit ihrem siebten Album „Hyaena“ stilistisch direkt an den Vorgänger „Season In Silence“ [2010] an, was es bei den Tech-Deathern in dieser Form noch nie gab.

1993 krachten SADIST mit ihrem Debüt „Above The Light“ in die Szene, in einer Zeit, in der Keyboards im Death Metal noch ein umstrittenes Novum waren, wenn man mal von NOCTURNUS absieht. „Above The Light“ gilt auch heute noch wegen der ungewöhnlichen Instrumentierung als erste Death Metal-Oper, auch wenn das Ganze mit Oper eigentlich wenig bis gar nichts zu tun hat. Nichtsdestotrotz konnten sich SADIST durch ihre stets technische, virtuose Mucke einen Namen machen und haben mit ihren ersten beiden Alben [auf „Above The Light“ folgte 1996 das wesentlich verfrickeltere „Tribe“] auf jeden Fall unsterbliche Klassiker veröffentlicht. „Crust“ [1998] markierte den Einstieg vom heutigen Shouter/Frontvieh Trevor und die Hinwendung zu moderneren Sounds [Stichwort: Industrial]. Nach dem sehr experimentellen, aber irgendwie geilen „Lego“ [2000] war vorerst Schicht im Schacht, doch zum Glück buddelte Tommy die Band wieder aus, um mit „Sadist“ [2007] einen weiteren Klassikeraspiranten zu veröffentlichen, der stilistisch sehr an „Tribe“ erinnert. „Season In Silence“ war nach „Sadist“ ein bisschen das Ausschmücken der Komfortzone, in der es sich das Quartett mit „Hyaena“ leider etwas zu bequem gemacht hat. Das soll natürlich nicht heißen, dass SADIST ein schwaches Album veröffentlicht hätten, aber der früher ach so große Überraschungseffekt ist weg. Trotzdem ist die angerührte, sehr eigenständige Mischung, progressiver Death Metal mit sehr prägnanten, zum Teil fast schon cheesigen Keyboard-Parts und einem Touch „Tribe“-Atmosphäre, immer noch spannend genug, um grinsend vor der Anlage zu hocken, während einem „Hyaena“ den Ohrenschmalz ordentlich durchknetet. SADIST muss man einfach mögen und da macht dieses Album keine Ausnahme.

Nach den starken „Sadist“ und „Season in Silence“ ist „Hyaena“ zwar keine wirkliche Enttäuschung geworden, aber SADIST hätten ruhig etwas mehr wagen können. Trotzdem ist es schön, dass die Band noch existiert und überhaupt noch Alben veröffentlicht. Insofern sollte man also nur leise meckern.

Trackliste:
01. The Lonely Mountain
02. Pachycrocuta
03. Bouki
04. The Devil Riding The Evil Steed
05. Scavenger And Thief
06. Gadawan Kura
07. Eternal Enemies
08. African Devourers
09. Scratching Rocks
10. Genital Mask
Spielzeit: 00:45:28

Line-Up:
Trevor – Vocals
Tommy Talamanca – Guitar, Keyboards
Andy Marchini – Bass
Alessio Spallarossa – Drums
Michael Siegl [nnnon]
18.10.2015 | 17:14
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