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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Sael - The Sixth Extinction
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Album:The Sixth Extinction
Genre:Black Metal, Progressive
Label:Pictonian Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:27.06.10
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"Aggression in Wort und Ton"

"Das sechste Aussterben" ist ein Begriff in der Wissenschaft der Entstehung gewisser Eigenschaften des Menschen [auch Paläoanthropologie genannt], der die Auslöschung einer großen Zahl an Lebewesen auf diesem Planeten umschreibt, welche laut einiger renommierter Wissenschaftler den Menschen in das Zentrum der Ursachen dafür setzt. Einige Forscher - darunter Richard Leakey - gehen sogar davon aus, dass in den nächsten 100 Jahren mehr als fünfzig Prozent der uns momentan bekannten Lebensarten der Vergangenheit angehören werden.

Was das alles mit dieser Besprechung zu tun hat? SAEL, einer der abwechslungsreichsten und - aus Mangel an wirklichen Alternativen - innovativsten Erscheinungen im französischen Black Metal hat ihren Album-Einstand diesen Titel verpasst und es mit einem dementsprechenden Artwork, aber auch einer ebenfalls bissig grantigen Atmosphäre, von der man sich als geneigter BM-Hörer mit Geschmack gerne einvernehmen lässt: Hätten es DARK FUNERAL nicht zugelassen, dass sie auf ihren letzten paar Rohrkrepierern in ihrem eigenen Saft schmoren und letztendlich langweilig werden, könnten sie sich in die Richtung entwickelt haben, welche die vorliegende Combo eingeschlagen hat. Progressiver Black Metal mit deutlichen Einflüssen aus Sverige gibt es hier zu bewundern, wobei der Zusatz "Progressiv" auch wirklich so zu verstehen ist: Ein verspielter Bass verleiht dem Material einen dazupassenden, jazzigen Touch, Arrangements aus anderen Metal-Subgenres werden nicht wie zuvor in ein svartmetallisches Korsett gezwängt, sondern klingen so, wie sie als Idee ursprünglich im Proberaum entstanden sind. So hat zum Beispiel "Mantra Of The Four Age" einen sehr thrashigen Mittelteil anzubieten, der sich nahtlos in das ansonsten durch und durch düstere BM-Bild einfügen kann.

Als noch gelungener würde ich allerdings die vielen unerwarteten Wechsel bezeichnen, die sich zwar [natürlich] dem Songfluss zunächst in den Weg stellen, den Hörer aber gleichzeitig dazu auffordern, sich näher mit dem Material auseinander zu setzen. Was sich zunächst wie eine Selbstverständlichkeit liest, wirkt auf den zweiten Blick nicht mehr so eindeutig: SAEL haben es auf ausnahmslos jedem Stück geschafft, diese plötzlichen Ein- und Umbrüche in den Arrangements flüssig genug zu realisieren, um sie als Außenstehender nicht von Haus aus als störend zu empfinden. Vor allem in den später im Plattenverlauf erscheinenden Nummern wie dem recht BM-lastigen "I Searched For The End Of The Spiral" kann man sehr schön erkennen, wie durchdacht und sorgsam diese scheinbar abrupten Einschnitte letzten Endes wirken.

Ein Lob gilt Chefdenker Iconoclast zudem auch deswegen, weil er "The Sixth Extinction" eine für SAEL typisch druckvolle wie intensive Produktion verpasst hat. Gemessen daran, wie detailreich das Liedgut daherkommt, ist die Differentiertheit des Sounds [vor allem hinsichtlich der Instrumente zueinander] erstaunlich gut ausgefallen. Überhaupt gibt es fast gar nichts an diesem Einstand auszusetzen, schließlich hatten die Mannen ja genug Zeit, alles zu überdenken.

Zeit ist ebenso ein Stichwort, das sich die Hörerschaft zu Herzen nehmen sollte. Vielleicht schadet es genauso wenig, geschmacklich toleranter unterwegs zu sein und sich auf Experimente einzulassen, denn dann kann einem dieses Album sehr viel Freude beim Hören bereiten. Besonders dann, wenn man mit dem frühen Schaffen einer Kapelle wie EPHEL DUATH warm wurde und es einem immer noch zusagt.

Trackliste:
01 - Being Judas
02 - Priest Of Nothingness
03 - The Venom
04 - Mantra Of The Fourth Age
05 - Inner Wrath
06 - I Searched For The End Of The Spiral
07 - The Sixth Extinction
Spielzeit: 00:46:26

Line-Up:
Serge - Vocals
Iconoclast - Gitarren, Hintergrundgesang
Arioch - Gitarren
MGP - Bass, FX
VR : Schlagzeug
Py Marani - Keyboards


Michael Bambas [Micha]
23.07.2010 | 08:47
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