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Cover von Saga -- 20/20
Band: Saga Homepage Saga bei Facebook Metalnews nach 'Saga' durchsuchenSaga
Album:20/20
Genre:Prog Rock
Label:earMusic
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:06.07.12
CD kaufen:'Saga - 20/20' bei amazon.de kaufen
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"Wieder vereint"

Zwanzig Alben auf der Habenseite, das gelingt nicht jeder Band auf diesem Planeten. Und wenn man dann ein Werk wie dieses aus dem Ärmel schüttelt, dann kann und darf man sich erhobenen Hauptes selbst auf die Schulter klopfen. Nicht selten wird darüber diskutiert, ob Reunions oder Line Up Wechsel back to the alten Zeiten wirklich immer Sinn machen, im Falle der kanadischen Superhelden von SAGA allerdings werden jegliche Zweifler angesichts des vorliegenden Produkts zum Schweigen gebracht.

Michael Sadler ist zurück. Und wer verkörpert den Sound von SAGA mehr als eben diese Stimme. Eine Stimme, die jeder, der sich mit den 80ern in irgend einer Art und Weise kulturell verbunden fühlt, zu lieben oder mindestens zu schätzen wusste. Grandiose Hits wie „Humble Stance“, „The Flyer“ oder „Wind Him Up“ gehörten einfach dazu wie Vokuhila oder Golf GTI. Anno 2012 können auch SAGA solche Superhits möglicherweise nicht mehr toppen, dennoch bietet 20/20 zwei Hände voller Hymnen, die das Charisma der Band immer noch einzigartig in Szene setzen und die zumindest soundtechnisch absolute Weltklasse sind. Klangfetischisten dürften angesichts der tollen Produktion feuchte Augen und Ohren bekommen. Zeitlos modern und dennoch unverkennbar der SAGA Spirit der vergangenen Zeiten. Der Auftakt „Six Feet Under“ ist eine überraschend progressive Nummer, zumindest für einen Opener. Wie auch ein gewisser experimenteller Faden sich bis etwas zur Mitte des Albums zieht. Das sorgt immerhin dafür, das sich die Songs nicht nach kurzer Dauer abnutzen. Die Ausnahme bildet jedoch „Anywhere You Wanna Go“, das sich vor kaum einen der zahllosen Bandklassiker zu verstecken braucht. Zum Ende hin, quasi die B-Seite, wird es etwas kommerzieller und so etwas wie ein Radiohit dürfte „Show And Tell“ sein. Oder das balladeske „Lost For Words“. Ein Song, der ohne Frage auf einen der alten Alben eine fabelhafte Figur gemacht hätte. Nicht alle Nummern sind nun als Verkaufsschlager oder als Kommerzpop zu deklarieren, wie sicherlich viele vermutet hätten. Aber genau darin liegt schon wieder der Reiz, denn SAGA sind jederzeit in der Lage, der selbigen Herr zu sein. Mit jedem Takt, auch wenn man zu dieser Erkenntnis ein paar Durchläufe mehr benötigt.

SAGA ziehen auch 2012 ihren typischen Bombastsound vergangener Zeiten bequem durch, Rockmusik für die Jack-Wolfskin Generation halt. Das allerdings in einer Form, die ich den Kanadiern nicht wirklich zugetraut hätte. Das liegt natürlich zum Einen an einen grandiosen Michael Sadler, zum Anderen an der bereits erwähnten Superlativ-Produktion. Jeder SAGA Fan, auch und vor Allem diejenigen, die diese Band etwas aus den Augen verloren glaubten, sollten sich dieses Teil umgehend zulegen. Eine Investition, die sich lohnt.

Trackliste:
01. Six Feet Under
02. Anywhere You Wanna Go
03. Ellery
04. Spin It Again
05. Another Day Out Of Sight
06. One Of These Days
07. Ball And Chain
08. Lost For Words
09. Show And Tell
10. Till The Well Runs Dry
Spielzeit: 00:48:16

Line-Up:
Michael Sadler - Vocals
Ian Crichton - Lead Guitar
Jim Crichton - Bass, Keyboards
Jim Gilmour - Keyboards, Clarinet, Vocals
Brian Doerner - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
29.06.2012 | 11:14
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