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Cover von Sahg -- Memento Mori
Band: Sahg Homepage Sahg bei Facebook Metalnews nach 'Sahg' durchsuchenSahg
Album:Memento Mori
Genre:Doom Metal, Stoner Rock
Label:Indie Recordings
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:23.09.16
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"Keine neuerliche Offenbarung"

Was war „Delusions Of Grandeur“ doch für ein Freudenfest! Das vierte Album der norwegischen Stoner-/Doom-Kapelle SAHG kam bei seinem Erscheinen vor drei Jahren einer Offenbarung gleich – und daran ändert sich auch bis heute nichts. Eigentlich war da schon klar, dass es schwer werden würde, dieses Niveau zu halten.

Nachdem sie ihren jahrelang erprobten und höchstens um Nuancen erweiterten Sound auf dem erwähnten Vorgängeralbum in Richtung Prog geöffnet und so ein ganz neues Klangerlebnis geschaffen haben, revidieren sie das Ganze auf Album Nummer fünf leider direkt wieder. „Memento Mori“ heißt das neue Werk und man kann den Unterschied zwischen den beiden Alben tatsächlich auch direkt am Cover ablesen: War das Artwork zu „Delusions Of Grandeur“ farbenfroh und weckte Assoziationen zu Freiheit und Unendlichkeit, so ziert das neue Werk ein weißer Totenkopf auf schwarzem Hintergrund, dezent aufgehübscht durch ein paar rote Symbole. Sieht zwar auch gut aus, wirkt aber eher trist und zäh – eben genau wie die dazugehörige Musik. Der Opener „Black Unicorn“ ist direkt das beste Beispiel dafür, wabert er doch ziemlich unspektakulär durch die Boxen und wirkt – und das ist natürlich kein gutes Zeichen - deutlich länger als die knapp sechseinhalb Minuten, die am Ende auf der Uhr stehen. Ähnlich ist es mit „Take It To The Grave“, das wiederum in sechs Minuten auch eher langweilt, als mitreißt. Das flotte „Devilspeed“, das mit einem gewissen ALICE IN CHAINS-Vibe versehene „Sanctimony“ und das abschließende „Blood Of Oceans“ sind die Gegenbeispiele, mit denen die Norweger dann doch wieder ihr Können aufblitzen lassen, wenngleich auch sie nicht mit den Göttergaben „Firechild“ oder „Slip Off The Edge Of The Universe“ vom Vorgänger mithalten können.

Nicht falsch verstehen: SAHG liefern auch mit „Memento Mori“ keinen Rohrkrepierer ab, sondern immer noch ordentliches Futter für Doom- und Stoner-Freunde. Einzig die Magie, die den Vorgänger so herausstellte, ist wieder weg. Und dass dahinter eine Message steckt, hinsichtlich der düsteren Zeiten, die wir auf diesem Planeten derzeit erleben [sei es im großen Rahmen oder bezüglich der vielen großen, verstorbenen Musiker der letzten Monate], ist verständlich, lässt einen aber auch umso mehr und sehnsüchtiger an das vielfältige „Delusions Of Grandeur“ zurückdenken, das einen auch mal aus dem Alltagsgrau zu reißen vermochte – und ist es nicht gerade das, was man dieser Tage mehr denn je braucht?

Trackliste:
01. Black Unicorn
02. Devilspeed
03. Take It To The Grave
04. Silence The Machines
05. Sanctimony
06. [Praise The] Electric Sun
07. Travellers Of Space And Light
08. Blood Of Oceans
Spielzeit: 00:44:34

Line-Up:
Olav Iversen - Vocals, Guitars
Tony Vetaas - Bass, Vocals
Ole Walaunet - Lead Guitars
Mads Lilletvedt - Drums
Timo Beisel [kaamos]
13.11.2016 | 00:05
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