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Cover von Saille -- Irreversible Decay
Band: Saille Homepage Saille bei MySpace.com Metalnews nach 'Saille' durchsuchenSaille
Album:Irreversible Decay
Genre:Melodic Black Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Code666
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:04.03.11
CD kaufen:'Saille - Irreversible Decay' bei amazon.de kaufen
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"Überraschungsei eines verstaubten Genres"

Aus dem schönen Belgien erreicht uns über Code666 ein Album, auf dessen Stempel das Wort „Symphonic Black Metal“ zu lesen ist. Oh mein Gott, bitte nicht! Die Einzigen, die das noch wirklich können, sind nachweislich CARACH ANGREN aus den Niederlanden. Weit gefehlt jedoch, denn SAILLE liefern mit ihrem Album „Irreversible Decay“ ein gewaltiges Werk ab, das gefälligst gehört gehört!

Um diesen veralteten, mit Spinnweben aufgrund von Unzulänglichkeiten behangenen Begriff mal wieder aufzugreifen, liefern SAILLE eine Art des Symphonic Black Metals, die heutzutage kaum noch zu finden ist. Die Band geht mit einem hervorragenden Gespür für Strukturen und Dramaturgie ans Werk und man merkt der Scheibe in jedem Moment an, dass das Songwriting keine Sache von wenigen Tagen war. Dazu setzt man gehörig auf einen Faktor der Authentizität, wie man ihn seit vielen Jahren nicht mehr zu Gehör bekam. Hier und da schwingt natürlich die Altmeisterschaft mit, was Größen wie EMPEROR oder DISSECTION angeht, doch SAILLE behalten sich ihre ganz eigene Note vor, schwimmen quasi im eigenen Saft. Das genau ist es, was diese Belgier zu einer großen Überraschung macht. „Irreversible Decay“ kommt auf der einen Seite unglaublich leichtfüßig rüber, beweist auf der anderen Seite jedoch Song für Song, welche großartigen, nicht völlig ausgelutschten Ideen hier den Weg in die musikalische Umsetzung gefunden haben. Präzise wie eine Nähmaschine, abwechslungsreich wie ein hektischer Tag und stimmungsvoll wie ein Besuch in der Oper trümmern sich die Nachbarn durch ihre neun Songs [mal abzüglich des Intros gesprochen]. Nicht eine Sekunde lang denkt man auch nur ansatzweise an Langeweile. Die große Kunst ist es, selbst bei einem Zwölfminüter die Atmosphäre so kompakt zu halten, dass man nach dem Riesending denkt: „Was? Schon vorbei? Schade!“ und nicht selten erwischt man sich dabei, dieses Monster wieder und wieder hören zu wollen.

Kurz und knapp: SAILLE sind neben HELRUNAR 2011 meine bereits zweite fette Überraschung in diesem noch sehr jungen Jahr. Echte Instrumente, keine Dosensuppe, Stimmung, Emotion, Härte. SAILLE wirken wie ein verstaubter Defibrillator für ein gesamtes Genre. Im Sumpf der Plagiaterie reißen SAILLE gewaltig mit und steigern die Sucht nach mehr. Dementsprechend auch: Mehr davon, und zwar nicht allzu bald, denn gut Ding will SAILLE haben... oder so.

Trackliste:
01. Nomen
02. Passages Of The Nemesis
03. Overdose Of Gray
04. Plaigh Allais
05. The Orion Prophecy
06. Revelations
07. Maere
08. Tephra
09. Tremendous
Spielzeit: 00:55:20

Line-Up:
Jonathan Vanderwal - Gesang
Reinier Schenk - Gitarre
Yves Callaert - Gitarre
Didier Vancampo - Bass
Dries Gaerdelen - Keyboard
Gert Monden - Schlagzeug
Patrick Franken [Border] | 25.02.2011 | 14:08

Durchschnittliche Leserwertung: 6.5 / 7 Punkten

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Kommentar von: Mo
Wertung: 6.5/7 | 26.02.2011 -- 09:09
Warum muss man hier eine Wertung abgeben? Ich wollte eigentlich sagen:

Die Band gibts nichtmal bei Metal-Archives aber das Review ist interessant, würde ich gern mal antesten. Dann muss wohl nochmal ein Blindkauf sein.

Aber: Was soll ich jetzt hier für ne Wertung abgeben? Bei myspace gibt es ja auch nur ein Song. Ich lese immer wieder, daß hier Wertungen verfälscht werden aber ich kann halt garnichts dazu sagen.
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