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"Die Deutschrockschlagerparty geht weiter..." | ||||||||||||||||||
| An und für sich kann einem ja jede deutsche Rockband mit Punkeinschlag leid tun, denn gerechtfertigt oder nicht – ein Vergleich wird in neun von zehn Fällen unausweichlich sein. Klar, die Rede ist mal wieder von einer gewissen Frankfurter Combo, die 2005 das Zeitliche segnete. Dieser Umstand hat derart viele Deutschrock-Kapellen Morgenluft wittern lassen, dass es mir schon beinahe peinlich ist, schon wieder eine Einleitung so zu beginnen. Doch was soll man machen, wenn einem wirklich nichts anderes einfällt? SAITENFEUER, die mit „Auf und Davon 2012“ ihr Debüt neu eingespielt und mit leicht veränderter Titelliste wieder aufgelegt haben, spielen Deutschrock. Eine Prise Punk dabei, aber nicht allzu viel – glatter als Bands wie die ONKELZ oder 9MM, weniger abwechslungsreich als VIVA LA TIA, so kommen SAITENFEUER daher. Der Sound ist gut, die Songstrukturen simpel und ausgesprochen eingängig, dazu kommen Texte über Freundschaft, Frauen, die Widrigkeiten des Alltags, Rockmusik und Alkohol. Das alles macht die Band nicht schlecht. Je nachdem, was man von einem Album erwartet, macht sie es sogar verdammt gut. Und dass die Sachsen auf einem lohnenswerten Weg sind, kann man an der Konzerthistorie gut sehen, die für jedes Jahr seit 2009 einen ordentlichen Zuwachs an Auftritten verzeichnet – ob es auch der richtige Weg ist, darüber lässt sich indessen streiten. Wer sich nicht daran stört, dass man ab Song zwei den Eindruck hat, das Album bereits in- und auswendig zu kennen, wer ungefährlichen, scheinrebellischen Sound nur eine Winzigkeit zu hart fürs Formatradio möchte, der wird „Auf und Davon 2012“ weit mehr schätzen als ich. Denn ich bleibe weiterhin bei den Rachut-Kapellen und den ollen Asis von DIE KASSIERER. Jedem das Seine! | ||||||||||||||||||
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