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.: CD-REVIEWS :: Samael - Lux Mundi
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"Du bist das Licht der Welt..." | ||||||||||||||||||
| ..., so wurde einstmals im evangelischen Präparandenunterricht lobgepreist und nun gelingt es ausgerechnet SAMAEL, diesen Dark Metallern aus der Schweiz, die sich längst als eigene Marke im internationalen Dunkelheimer-Musikgeschäft etabliert haben, dank des Titels ihres mittlerweile bereits zehnten Full Length-Werks, „Lux Mundi“, diese unschönen, längst verschüttet geglaubten Erinnerungsfetzen aus dem Unterbewusstsein wieder ans Tageslicht zu zerren. Die vermeintlich besseren Zeiten, als den Gebrüdern Locher alias Vorph und Xytras ihre Pseudonyme Vorphalack und Xytraguptor noch besser gefielen, ihnen Geißelung und satanischer Black Metal näher standen als experimentelle Elektro-Sounds und Science Fiction-Mystik, sind bekanntermaßen längst Geschichte. Nichtsdestotrotz finden sich auch im SAMAEL-Sound von 2011 durchaus noch Versatzstücke der alten Glorie: so etwa gleich im Opener „Luxferre“, das erst mit Black Metal-affinem Drumcomputer loslegt, dann aber doch recht fix in eine Mischung aus nun ja, SAMAEL und RAMMSTEIN umschlägt. Das von der EP bekannte "Antigod" ist anständiger Durchschnitt im Rahmen der bestens bekannten Soundkoordinaten der Band, wohingegen die getragene Heaviness von „For A Thousand Years“ oder „In The Deep“ zwar ebenfalls längst kein Novum mehr im Klanguniversum der Eidgenossen darstellt, aber dennoch [bzw. immer noch] durchaus zu gefallen weiß. „The Shadow Of The Sword“ kommt als etwas flotterer, mit orientalischen Melodien und reichlich Elektronik unterlegter, durchaus harter, moderner und – natürlich – religionskritischer Dark Rock-Song daher. „In The Deep“ beginnt/beeindruckt mit simplem, catchy Riffing und Tribal-artigem Drumming, das, ähnlich wie der Blastbeat-Bonustrack „The Truth [Is Marching On]“, dank etwas sparsamer dosierter Synthies und nicht zuletzt Vorphs charakteristischem Raspelgesang beinahe an alte Glanztaten anknüpft. Das - von Mainman Vorph selbst als „Black Metal-Powerballade“ angekündigte - „Mother Night“ erledigt diesen Job - wohlgemerkt alles im streng abgesteckten Rahmen des mittlerweile so typischen SAMAEL-Düstermetals befindlich - dann tatsächlich ziemlich souverän. Auch „In Gold We Trust“ [Achtung: Wortwitz!] kann mit seiner unterkühlt-sterilen, sehr düsteren Atmosphäre, den bombastischen Chören/Keyboards und beinahe Melodic Speed Metal-Gitarren punkten. Doch wo „Lux“ ist, da gibt es naturgemäß auch Schatten und so bieten Tracks wie „Let My People Be“ oder „Of War“ doch reichlich durchschnittliche, um nicht zu sagen: langweilige, teils überfrachtete Kost, ähnlich wie auch „Pagan Trance“ und „Soul Invictus“, wo sich die Band dann doch nur selbst kopiert. Produktions- und klangtechnisch von Bandintimus Waldemar Sorychta und Russ Russell kompetent betreut, sind SAMAEL mit „Lux Mundi“ sicherlich nach wie vor „up to date“ bzw. vorne dabei. Dennoch: selbst wenn Vorph das neue Opus ob seiner Vielschichtigkeit vollmundig als „schwarzes Loch“ preist, so fehlt es den neuen Songs vielleicht nicht unbedingt an Eingängigkeit und Details, aber doch irgendwo an Prägnanz. Letztlich bleibt es somit den Fans überlassen, ob sie die Band auf ihrem Weg weiterhin begleiten oder doch den – sicher leichteren Weg – der Regression und Flucht in die alten Erfolgsscheiben Marke „Passage“ oder „Ceremony Of Opposites“ bevorzugen. | ||||||||||||||||||
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