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Cover von Sanctuary -- The Year The Sun Died
Band: Sanctuary Homepage  Metalnews nach 'Sanctuary' durchsuchenSanctuary
Album:The Year The Sun Died
Genre:Power Metal
Label:Century Media
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:03.10.14
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"Alles richtig gemacht!"

Fast schon unwirklich schien die Ankündigung einer SANCTUARY-Reunion samt neuem Studioalbum damals im Jahre 2010, wenige Monate vor Release des „The Obsidian Conspiracy“-Werks deren Nachfolgeband NEVERMORE. Rückblickend betrachtet macht das Ganze deutlich mehr Sinn: NEVERMORE liegen zerstritten auf Eis, SANCTUARY sind jetzt also wieder eine vollwertige Band [fast im Orginal-Line-Up!] und nicht nur das Ergebnis einer halbherzigen Reaktivierung aus nostalgischen Gründen, um ein paar lukrative Gigs zu spielen. Trotzdem oder gerade deswegen ließen sich SANCTUARY viel Zeit, um an ihrem Comeback zu werkeln, sodass man sich nicht wirklich sicher sein konnte, ob sich die Chose wieder von selbst erledigt...

Hat sie nicht! Und so steht nun nach jahrelanger Wartezeit endlich „The Year The Sun Died“ in den Startlöchern. Die Spannung im Vorfeld war groß: Knüpfen SANCTUARY nahtlos an ihren Ultraklassiker „Into The Mirror Black“ [1990] an oder setzen sie das Erbe von NEVERMORE fort, so wie NEVERMORE damals das Erbe von SANCTUARY würdig fortsetzten? Die Antwort: Weder noch und doch von allem etwas. SANCTUARY haben tatsächlich das Unmögliche möglich gemacht und sollten mit diesem Werk fast alle Kritiker zum Schweigen bringen. „The Year The Sun Died“ ist zwar kein neuer Klassiker geworden, aber unter den Umständen wohl tatsächlich das beste und sinnvollste Album, das die Amis aus Seattle zu diesem Zeitpunkt hätten aufnehmen können. Einerseits erinnert vieles auf „The Year The Sun Died“ an „Into The Mirror Black“ und an das kultige, damals von Dave Mustaine [MEGADETH] produzierte Debüt „Refuge Denied“ [1988], doch auch über 20 Jahre NEVERMORE werden nicht komplett ignoriert. Zwar gehen SANCTUARY hier weder so progressiv noch so hart wie NEVERMORE zu ihren besten Zeiten vor, aber ein Song wie die dunkle Ballade „I Am Low“ atmet hörbar den gleichen Spirit wie das „Dreaming Neon Black“-Album von 1999. Das thrashige „Frozen“ hätte sich wiederum auf „Nevermore“ [1995] wunderbar gemacht, während „Exitium [Anthem Of The Living]“ auch „Dead Heart In A Dead World“ [2000] bereichert hätte. Typisch SANCTUARY hingegen ist auf jeden Fall der Opener „Arise And Purify“, bei dem Warrel Dane gesangstechnisch in Höhen abdriftet, die bei NEVERMORE tabu gewesen wären. Das Refrainwunder „Let The Serpent Follow Me“ [Ohrwurm!] macht außerdem „Into The Mirror Black“ alle Ehre. Trotzdem klingen SANCTUARY stets angenehm modern [Produzent Zeuss [SOULFLY, SHADOWS FALL, HATEBREED] sei Dank!] und auf der Höhe der Zeit, ohne sich anzubiedern. So und nicht anders muss klischeefreier, moderner Power Metal im Jahre 2014 klingen.

SANCTUARY haben mit „The Year The Sun Died“ ein sehr starkes Comeback-Album zusammengeschraubt, das sowohl trauernde NEVERMORE-Jünger als auch alte SANCTUARY-Fans, denen NEVERMORE stets entweder zu hart, zu modern oder zu progressiv waren, begeistern wird. Gebt dem Teil eine Chance!

Trackliste:
01. Arise And Purify
02. Let The Serpent Follow Me
03. Exitium [Anthem Of The Living]
04. Question Existence Fading
05. I Am Low
06. Frozen
07. One Final Day [Sworn To Belive]
08. The World Is Wired
09. The Dying Age
10. Ad Vitam Aeternam
11. The Year The Sun Died
Spielzeit: 00:49:46

Line-Up:
Warrel Dane – Vocals
Lenny Rutledge – Guitar
Brad Hull – Guitar
Jim Sheppard – Bass
Dave Budbill – Drums
Michael Siegl [nnnon]
26.09.2014 | 14:31
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