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Album:Tomorrow
Genre:Melodic Death Metal, Modern Metal
Label:SAOL
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:15.03.13
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"Es gibt ein morgen..."

Die Frankfurter SAPIENCY haben im Verlaufe ihrer gerade mal vier Jahre zählenden Bandgeschichte schon einiges auf dem Buckel. Dem Debütalbum „Fate's End“ von 2010 folgten Auftritte u.a. mit W.A.S.P., auf der 70.000 Tons of Metal Kreuzfahrt sowie beim letztjährigen Metalfest auf der Loreley. Nun also, als logische Konsequenz gewissermaßen, folgt das zweite Album „Tomorrow“.

Melodischer Death Metal mit unverkennbar schwedischen Einflüssen werden hier dargeboten, aufgefrischt mit diversen moderneren Elementen. Sicher ist, dass der Markt im Moment nicht wirklich nach einer weiteren Band dieser Kategorie schreit. Zumal SOILWORK gerade mit einem überragenden Werk punkten können. Aber Unkerei hin oder her. Was sich auf dem bereits ein Jahr nach Bandgründung veröffentlichtem Debüt andeutete, wird jetzt Gewissheit. Hier ist ein vielversprechender Newcomer am Start. Warum? Nun, da gibt es so einige Ansätze. Da sind beispielsweise die vorzüglich durchdachten Kompositionen, die der Band einen enormen Spielraum geben und die sich nicht komplett an vorgegebene Richtlinien halten. Zu diesem genannten Spielraum zählen auch die fein abgestimmten Vocals, die sich das Gespann Krsto Balic [zuständig für die tiefen Töne] und Lars Bittner teilen. Vor allem Letzterer sorgt mit seiner klaren, aber etwas kratzenden Stimme für den gewissen Wiedererkennungswert, den eben eine Band wie SAPIENCY eben dringend benötigt. Und wenn man mit „Fight On“ so etwas wie eine Powerballade ins Rennen schickt, dann können einige etablierte Szenegrößen wenn schon nicht vor Neid erblassen, so doch zumindest mal merklich zusammen zucken. Ansonsten treten SAPIENCY mächtig in den Hintern und gehen dabei äußerst vielseitig zu Werke, ohne irgendwo einmal den roten Faden zu verlieren. Hier sei „Breaking Chains“ genannt, eine Nummer, die stets mit faustdicken Überraschungen aufwarten kann und deren Einschläge trotzdem punktgenau landen. „Unknown Enemy“ ist gesegnet mit einem superben Refrain, auch hier beweisen die sechs Frankfurter ein nahezu tödliches Gespür, was homogene Eintracht zwischen eingängigen Melodien und komplexen Songstrukturen angeht.

Auch die anderen Songs pendeln sich nahezu komplett auf einem erstaunlich respektablen, nicht minder niedrigen Niveau ein. Ich denke nicht, dass SAPIENCY sich in absehbarer Zeit vor SOILWORK, DARK TRANQUILLITY und anderen Szene-Giganten zu verstecken brauchen. Sicher, Luft nach oben gibt es immer noch. Aber die ist dünn, verdammt dünn.

Trackliste:
01. Prayer Of The Pain
02. Hungry Again
03. Free Within
04. Unknown Enemy
05. Tomorrow
06. Weight Of The World
07. Fight On
08. Breaking Chains
09. Turn The Tide
10. Torn Apart
11. Dying Ilusions
Spielzeit: 00:48:02

Line-Up:
Lars Bittner – Clean Vocals
Krsto Balic– Hard vocals
Rene Ritzmann – Guitar
Holger Wenck – Guitar
Sebastian Fix - Bass
Kai Voss Fels - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
12.03.2013 | 16:37
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