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Cover von Saralee -- Damnation To Salvation
Band: Saralee Homepage Saralee bei Facebook Metalnews nach 'Saralee' durchsuchenSaralee
Album:Damnation To Salvation
Genre:Alternative, Gothic Metal
Label:Firebox Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:27.02.09
CD kaufen:'Saralee - Damnation To Salvation' bei amazon.de kaufen
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"Verschwimmende Grenzen"

Aüßerst schwierig gestaltet sich die Suche nach der finnischen Band SARALEE im Internet, gibt es doch ein weltweit operierendes US-Unternehmen gleichen Namens, das unter anderem hinter den Marken Natreen, Senseo oder auch Wonderbra steht. Ob sich der Bandname auf jene Firma bezieht oder nicht, ist nicht überliefert, merkwürdig wäre es aber allemal. Weit weniger merkwürdig ist die Musik, die SARALEE auf ihrem zweiten Album „Damnation To Salvation“ präsentieren.

Im Beipackzettel zu „Damnation To Salvation“ werden die zehn Songs dem Genre Gothic Metal zugeordnet, was zwar nicht völlig falsch ist, aber eben auch nicht die ganze Wahrheit. Zunächst einmal lässt sich die Musik mit dem Begriff Gothic Rock schon mal besser kategorisieren, außerdem könnte man das Kind auch als melancholischen Alternative Rock betitulieren. Letztendlich ist es aber auch völlig egal, welche Schublade man für SARALEE bereithält, wichtig ist, das die Qualität stimmt und das ist definitiv nicht zu verhehlen. Gleich der Auftakt „Scars“ ist ein bärenstarkes Stück, das man als Band auch nicht alle Tage schreibt. Die Nummer geht gut nach vorne, kann mit einem fabelhaften Refrain punkten und reißt einen direkt mit. „Forsaken“ kann im Vergleich dazu eigentlich gar nicht gut aussehen, ist aber auf keinen Fall eine Enttäuschung. Würden SARALEE solche Killerrefrains - wie in „Scars“ - reihenweise produzieren, wäre es allerdings auch enorm beängstigend. „Sleeping In The Fire“ bringt die Essenz des Bandsounds einmal mehr hervorragend auf den Punkt, bevor man bei „Rescue Me“ etwas zusammenzuckt, da die dezente Keyboardmelodie doch deutlich an FALCO’s „Amadeus“ erinnert. „Crimson Sky“ weckt dann weitaus logischere Assoziationen, denn die tolle Powerballade ruft einem sofort HIM und SENTENCED vor das geistige Ohr. Ohnehin dienen jene beiden Kapellen, sowie PLACEBO oder STAIND in den alternativeren Momenten als zutreffendste Standortbestimmung für den Gesamtsound des Albums. Bei „Catch The Moon“ beschleicht einen dann leider allmählich das Gefühl der Eintönigkeit, obwohl wundervolle Streicher der Nummer eine schöne neue Facette bescheren. Auch die nächsten Songs sind - jeder für sich genommen – auf jeden Fall hörenswert, auf das Gesamtbild von „Damnation To Salvation“ bezogen, würde ihnen etwas mehr Abwechslung aber definitiv sehr gut tun, da sich beim Hören bedauerlicherweise irgendwann eine gewisse Routine einschleicht. Beim abschließenden „Last Day Alive“ scheint sich Sänger Joonas mit seinem Gesangsstil noch mal ganz besonders an seinem Landsmann Ville Valo zu orientieren, allerdings klingt die ganze Nummer auch so überdeutlich nach HIM. Auf jeden Fall ist die herzergreifende Ballade inklusive des eingestreuten, etwas aggressiveren Soloparts ein richtig toller Abschluss einer guten Scheibe.

Auch wenn der erste Song bereits das absolute Highlight von „Damnation To Salvation“ darstellt, ist das Zweitwerk von SARALEE eine feine Geschichte. Etwas mehr Vielfalt wäre noch wünschenswert, insgesamt funktioniert die Melange aus Gothic Rock und Alternative Rock allerdings sehr gut. Können Finnen eigentlich auch a) fröhliche oder b) schlechte Alben veröffentlichen?

Trackliste:
01. Scars
02. Forsaken
03. Sleeping In The Fire
04. Rescue Me
05. Crimson Sky
06. Catch The Moon
07. Nights (We're Living For)
08. Turning Point
09. Remains Of Carmen
10. Last Day Alive
Spielzeit: 00:46:24

Line-Up:
Joonas - Vocals
Juha - Guitar
Saurus - Bass
Ari - Keyboards
Clansman - Drums, Vocals
Timo Beisel [kaamos]
20.02.2009 | 00:26
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