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"Rückkehr an die Spitze" | ||||||||||||||||||
| Es liegt wahrscheinlich nicht nur am Wetter, dass die Praxen der Psychologen des Landes derzeit mit Massen von sonst so unbeschwerten und mit sonnigen Gemütern ausgestatteten Blumenkindern überfüllt sein könnten, möglicherweise kamen sie auch einfach mit „Saturn In Ascension“, dem ersten Album von SATURNUS nach sechsjähriger Abstinenz, in Berührung und verstehen nun einfach die Welt nicht mehr. Denn Positivität vermochten die Dänen, die im kommenden Jahr auch schon ihr zwanzigstes Bandjubiläum begehen, bekanntlich noch nie zu vermitteln – und wollten sie auch nie. Ihre Themen sind Tod, Trauer und Verlust und die Musik klingt dementsprechend düster und bedrückend. Das war schon auf den drei ersten Alben so [wobei an dieser Stelle noch mal ausdrücklich auf den vorzüglichen, direkten Vorgänger „Veronika Decides To Die“ hingewiesen sei] und daran hat sich erwartungsgemäß auch auf der neuesten Scheibe nichts geändert. Die Variabilität bewahren sich SATURNUS in erster Linie durch das relativ stete Wechselspiel zwischen [im positiven Sinne] zähen, ausufernden Doom-Epen in der Tradition von MY DYING BRIDE [„Litany Of Rain“, „Wind Torn“, „Mourning Sun“, „Forest Of Insomnia“ und „Between“] und wunderschönen, zerbrechlich melancholischen Akustikballaden [das herausragende „A Lonely Passage“ und „Call Of The Raven Moon“], bei denen Frontmann Thomas A.G. der Stimmung entsprechend zwischen doomigen Death-Grunts und atmosphärischem Sprechgesang hin und her pendelt. Etwas aus der Reihe fällt da eigentlich nur das ungewohnt „schnelle“ und irgendwo poppige Albumhighlight „A Fathers Providence“, dass sehr stark an PARADISE LOST, circa „Draconian Times“ erinnert, sowie das völlig deplatzierte, neu aufgenommene „Limbs Of Crystal Clear“, ein Demo von 1994, das als Bonustrack für das limitierte Digi und die Doppel-LP herhalten muss und den schönen Fluss des eigentlichen Albums empfindlich stört – speziell auch aus soundästhetischen Gründen. Mit „Saturn In Ascension“ beweisen SATURNUS, dass sie auch nach sechsjähriger Abwesenheit immer noch zur absoluten Speerspitze des Dark/Death/Doom Metal-Sektors zählen. Acht tiefschwarze Songs, die verschiedene Facetten der dunklen Seite der Welt, äh, beleuchten, bilden ein wunderbares Herbst- und Winteralbum, das die Vorfreude auf die für das kommende Jahr angekündigte Tour, sowie das nächste, für 2018 zu erwartende, Album schürt. Lediglich die Tatsache, dass der Bonustrack qualitativ enorm abfällt, verpasst dem starken Album einen kleinen Kratzer. | ||||||||||||||||||
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