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Album:With Whips And Chains
Genre:Heavy Metal
Label:High Roller Records
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:22.04.16
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"Jetzt mal ganz ehrlich..."

Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, was ein Hype so alles bewirken kann. Noch vor einigen Jahren hätte sich jeder halbwegs ernsthafte Metal-Fan vor Lachen geschüttelt, wenn er mit diesem einfältigen Gemisch aus analog klingendem Uralt-Metal und schief geschrieenen Vocals konfrontiert worden wäre. Doch nachdem schon das Debüt „Mask Of The Devil“ in Oldschool-Kreisen gefeiert wurde wie der heilige Gral des Heavy Metal, war ja klar, dass der Nachfolger sämtliche Rekorde brechen würde.

Ein Großteil der Metal-Zunft lebt offenbar immer noch in einem vornehmlich männlich dominierten Primatenuniversum. Und da trifft es sich für SAVAGE MASTER wirklich irrsinnig gut, dass Sängerin Stacey Peak ein derbe scharfes Schnuckelchen ist, das sich nicht zweimal bitten lässt, wenn es darum geht, sich für Auftritte und Fotoshootings möglichst wenig Textilien an den anbetungswürdigen Leib zu heften. Passend dazu darf Stacey ihre maskierten Mitmusiker auf der Bühne ab und an ein wenig auspeitschen. Das treibt den Testosteronspiegel der Zielgruppe in Richtung Weltall und hilft offensichtlich dabei, die akustische Seite lang genug auszublenden, um das Schmuddelkopfkino zu genießen bis der Arzt kommt und Linderung verspricht.
Die Musik rettet so viel Image natürlich nicht. Das konnte man schon vor knapp 20 Jahren beim Phänomen ROCKBITCH beobachten – und die waren musikalisch sogar gut.
Bei SAVAGE MASTER sieht die Sache gänzlich anders aus. Die Musik will alles sein, außer innovativ. Die Songs hören sich in lichten Momenten an wie die Demo-Aufnahme eines zurecht verloren gegangenen, weil schlampig eingespielten uralten SAXON-Albums. Das Album ist erneut nahezu NICHT produziert, gerne mal mit Timingschwankungen sowie ultrapeinlichen Blue-Notes-Anfängersoli versehen und in jeder Beziehung kauzig gespielt. Das ist keinesfalls immer schlecht, hat sogar ab und an diesen Proberaum-Charme, den man früher von seiner Lieblingsschülerband kannte: Bier auf, Matte geschüttelt und sich vorgestellt die echten Stars seien am Start. Kann auch hier man mal machen. Geile Refrains zum Nachgrölen gibt’s genug. Aber sobald sich das schiefe Gejodel von Frau Peak länger als zwei Zeilen auf den Weg in die Lauscher macht, zerplatzt dieser Traum und auch Ströme von billigem Fusel können das Unheil nicht mehr abwenden. Wenn sie wenigstens hauptsächlich schreien würde – wie beispielsweise im erträglicheren „Path Of The Necromancer“ - man könnte mit dem Rest leben. Aber leider kreiert die wilde Stacey theoretisch Melodiebögen, bekommt sie aber nicht auf die Reihe, sondern verhunzt die Stücke reihenweise mit Anlauf.
Aber sicher, ich hab's einfach nicht kapiert. Das ist nämlich Kult – und ja so true. Zu dumm nur, dass der Kult ebenso viel kostet wie andere Scheiben. Klar: Stacey hat im Vergleich zum Debüt mächtig an Klasse zugelegt, denn inzwischen lässt sich in einigen Songs wenigstens erahnen, was sie tatsächlich mit der Gesangslinie vorhatte. Das macht sie natürlich zu einer Ikone. Und wie man in den teils mehrseitigen Interviews der großen Fachblätter nachlesen kann, leben SAVAGE MASTER den Metal auch wie kaum ein anderer Zusammenschluss musikalischer Möchtegerns. Darauf könnte zumindest ich gerne verzichten, wenn Stacey und ihre Kollegen sich stattdessen mal aufs Üben verlegen würden.

Aber das ist heute nicht gefragt, weil nur die schnelle Sensation zählt. Wahrscheinlich arbeiten SAVAGE MASTER bereits an ihrem dritten, dem „make it or break it“ - Album.

Trackliste:
01. Call Of The Master
02. Dark Light Of The Moon
03. With Whips And Chains
04. Path Of The Necromancer
05. Vengeance Is Steel
06. Looking For A Sacrifice
07. Satan's Crown
08. Burned At The Stake
09. Black Hooves
10. Ready To Sin
Spielzeit: 00:34:59

Line-Up:
Stacey Peak - Vocals
Adam Neal - Guitar
Larry Myers - Guitar
Brandon Brown - Bass
Zach Harris – Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
02.06.2016 | 22:35
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