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Cover von Saviours -- Accelerated Living
Band: Saviours Homepage Saviours bei Facebook Metalnews nach 'Saviours' durchsuchenSaviours
Album:Accelerated Living
Genre:Heavy Metal
Label:Kemado Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:20.11.09
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"Beschleunigtes Leben bringt Erlösung"

Das New Yorker Kemado-Label hat ja bereits mit dem Signing von THE SWORD sein sicheres Gespür für hochwertigen, nicht alltäglichen bzw. eher Retro-orientierten Heavy Metal-Sound unter Beweis gestellt.
SAVIOURS aus Kalifornien stehen dem jedenfalls in nichts nach und veröffentlichen mit „Accelerated Living“ nach „Into Abaddon“ von 2008 ihr bereits zweites Album für die geschmäcklerische Plattenfirma aus Brooklyn.

Auch diesmal wieder überwiegend blasphemischer Thematik gewidmet, dreschen die Erlöser aus Oakland ihrer Hörerschaft einen fast schon beängstigend gut gemachten, stilsicheren und knochentrocken produzierten Bastard aus treibendem, klassischem 80er-Heavy bzw. Thrash Metal, Doom, 70er-Hard Rock, Uralte Schule-Hardcore Marke BLACK FLAG und Co., VENOM-Schwärze und etwas verschrobener Underground-Attitüde ins Antlitz.
Die „Acid Hand“ watscht einen zum Auftakt mit unwiderstehlichen, bedrohlichen Retro-Thrash-meets-IRON MAIDEN-Riffs gleich mal erbarmunglos ab, bevor „We Roam“ mit entfernt bluesiger, DANZIGesker Vehemenz auf TROUBLE-Sound prallt und die Nackenmuskulatur beinahe unwillkürlich kontrahieren lässt.
Austin Barber ist zwar nicht unbedingt ein begnadeter Sänger, was er bei der Musik seiner Band aber auch gar nicht sein muss, denn selbst wenn sein Shouting z.T. recht angestrengt und v.a. monoton, sowie zudem eher Hardcorepunk-mäßig klingt, passt das zum aufs Essentielle reduzierten Metal-Sound von SAVIOURS wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
So ist z.B. „F.G.T.“ eine herzbluttriefende oder vielmehr blutspritzende Ode an den Metal-Lifestyle, „Livin' In The Void“ schiere, Doom-lastige Metal-Power, „Burning Cross“ erinnert an die mitreißendsten Momente von SLOUGH FEG, "Apocalypse World Split" zitiert alte SLAYER und „Slave To The Hex“ sowie „Eternal High“ huldigen komplett verrockt der Hexerei.
Simple, mächtige Retro-Killer-Riffs, ebenfalls bewusst schlicht gehaltenes Drumming [das auf „modernen“ Schnickschnack wie Doublebass übrigens dankend verzichtet] und ausgedehnte Solo- bzw. Instrumentaleinlagen verleihen sämtlichen Kompositionen von „Accelerated Living“ [quasi als Titel- bzw. Tonträger-gewordene Inkarnation des klassischen „Live Fast, Die Young“-Slogans/-Prinzips] eine Energie und Eingängigkeit, die in dieser Form ihresgleichen sucht.
Das quietschbunt-überdrehte, gotteslästerliche Album-Artwork von Tattoo-Künstler Tim Lehi verleiht - zusammen mit den klischeetriefenden, apokalyptischen Texten - dem künstlerischen Gesamtkonzept von SAVIOURS darüber hinaus auch noch eine gewisse, im Metal nicht unbedingt omnipräsente, Ironie.

Obwohl das konsequente, um nicht zu sagen, stoische Frontalgeriffe von SAVIOURS nicht unbedingt virtuos und schon gar nicht sonderlich abwechslungsreich ist, macht „Accelerated Living“ nicht nur im Advent bzw. im vorweihnachtlichen Stadtverkehr geradezu teuflisch gute Laune, sondern definitiv auch keine Gefangenen...

Trackliste:
01. Acid Hand
02. We Roam
03. F.G.T.
04. Livin' In The Void
05. Burnin' Cross
06. Slave To The Hex
07. The Rope Of Carnal Knowledge
08. Apocalypse World Split
09. Eternal High
Spielzeit: 00:50:00

Line-Up:
Austin Barber - Vocals, Lead & Rhythm Guitar
Tyler Morris - Lead & Rhythm Guitar
Sonny Reinhardt - Guitars
Cyrus Comiskey - Bass
Scott Batiste - Drums
Dirk Konz [dkay]
21.12.2009 | 21:03
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