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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
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"Todesmarsch mit Mut zur Melodie" | ||||||||||||||||||
| Nach zwei Jahren Wartezeit auf das neue SAVIOURS-Album [von ihrem Sampler-Beitrag für die „Metal Swim“-Compilation damals mal abgesehen] war es höchste Zeit, dass die - mittlerweile zum Quartett geschrumpfte - Kapelle aus dem kalifornischen Oakland endlich ihr neuestes Werk namens „Death's Procession“ in den Läden stehen hat. Der Vorgänger, „Accelerated Living“, von 2009 war ja seinerzeit ein ziemlicher Brocken gewesen, ein wüst rockendes Konglomerat aus Doom, Hardcore-Punk und klassischem bzw. traditionellem Metal mit viel schnoddriger Attitüde und noch mehr Schmackes. Mit „Death's Procession“ bohren SAVIOURS – zumindest textlich – diesmal zudem ziemlich dicke Bretter, befasst man sich doch „mit dem unaufhaltsamen Marsch der Menschheit gen ihrem [unweigerlichen] Schicksal“, „einer Reise durch den Niedergang der Erde, zu dem jeder, bewusst oder unbewusst, mit beiträgt“ und damit also mit „einer Prozession in den Tod“. Verpackt wird diese Thematik von SAVIOURS diesmal nicht nur in einem Sound irgendwo zwischen obigen Koordinaten, nein, diesmal standen vorsätzlich Schwermetall-Urviecher wie BLACK SABBATH, IRON MAIDEN, MOTÖRHEAD oder THIN LIZZY Modell im versifften Proberaum. Auch wenn es mit „The Eye Obscene“ zunächst etwas verhalten, weil doomig-verschleppt losgeht, so rockt „To The Grave Possessed“ in schönster Retro-Metal-Manier bereits wesentlich handfester, dicht gefolgt von dem munter lodernden „Fire Of Old“. Die - nur beim ersten Hinhören etwas unentschlossen - zwischen Düster-Doom und NWOBHM pendelnde Retro-Rakete „Earthen Dagger“ hingegen packt den Hörer dennoch umgehend bei den [Teufels-]Hörnern, denn dieser Groove und Austin Barbers Stimme scheinen nicht von dieser Welt... Letztgenannter kann immer noch nicht singen, was aber bei dynamischen Stampfern wie dem nachfolgenden „Crete'n“ [mit oberamtlich gniedelnden Gitarren] oder dem flott riffenden, THIN LIZZY huldigenden „Gods End“ gar nicht weiter ins Gewicht fällt. Bei dem bereits vielsagend betitelten „Earth's Possession & Death's Procession“-Instrumental kann erneut wieder nur althergebrachter Doom-Sound die Szenerie dominieren, dem die SAVIOURS mehr als ungeniert noch einen Schuss uralte IRON MAIDEN beimengen. Beim abschließenden „Walk To The Light“ erinnert Frontmann Austins Stimme doch tatsächlich auch noch etwas an den jungen James Hetfield, der sich mit seinen Gesangsmelodien zwischen Uralt-Thrash und – immer wieder – Doom Metal und ausführlich bis exzessiv solierenden und harmonierenden Gitarren austoben darf. Insgesamt nähern sich SAVIOURS mit „Death's Procession“ vielleicht etwas mehr an Kollegen wie SLOUGH FEG oder sogar PRIESTESS an, dennoch gelingt es den Kaliforniern, ihrem ureigenen, verqueren Indie-Metal-Universum treu zu bleiben, auch wenn deutlich mehr Melodien, Refrains und Hooks ihren Weg in die neuen Kompositionen finden durften. „Death's Procession“ hat etwas weniger Wucht und Wut als „Accelerated Living“, dafür aber mehr Reife und Raffinesse und wer sich mit einigen der zitierten Kapellen bzw. traditionellem Schwermetall und NWOBHM-affinen Klängen zufrieden geben kann, seinen Metal noch obskur bis augenzwinkernd okkult, mit Ecken, Kanten und Vintage-Gitarren zu schätzen weiß, der täte gut daran, sich schleunigst auch die neue SAVIOURS auf den Plattenteller zu legen... | ||||||||||||||||||
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